Ein Ausrufezeichen setzte der HC Sulzbach-Rosenberg in der Vorwoche, als er in der Handball-Landesliga der Frauen dem Tabellenzweiten, der HSG Mainfranken, mit 33:28 die erste Saisonniederlage beibrachte. Ausgerechnet gegen diese Mannschaft muss die SG Kunstadt-Weidhausen am Sonntag, 14.30 Uhr, in der Michelauer Mainfeldhalle antreten.


Landesliga Nord Frauen

SG Kunstadt/Weidhausen -
HC Sulzbach-Rosenberg

Der Prediger-Truppe, die bisher noch nicht so recht in Tritt gekommen ist, steht eine Herausforderung bevor. Die Wiedergutmachung für das unbefriedigende Heimspiel gegen den TSV Röthenbach ging gegen die HSG Pleichach ziemlich schief, die SG besetzt momentan den drittletzten Tabellenplatz.
Allein mit dem Fehlen von Steffi Aust und Fabienne Seufert lässt sich das Debakel nicht erklären. Der Aderlass zu Saisonbeginn hat seine Spuren hinterlassen, das Mannschaftsgefüge hat sich spürbar verändert. Wenn selbst so erfahrene Spielerinnen wie Carolin Fichtel torlos aus einer solchen Partie gehen und auch die Abwehr nicht entsprechend zusammenhält, dann zeigt dies deutlich, dass sich die Mannschaft erst einmal finden muss.
Realistisch gesehen ist gegen den Tabellensiebten erst einmal Schadensbegrenzung angesagt. Kunstadt hat nichts zu verlieren und sollte deshalb ohne Verkrampfung an die schwere Aufgabe herangehen. Dass die Mannschaft dazu die volle Unterstützung des Publikums braucht, ist ebenfalls klar.
Einige wichtige Erkenntnisse konnte Trainer Udo Prediger aus den Spielen der Vorwoche ziehen. So war Nicole Schiegerl mit 14 Treffern, darunter fünf verwandelte Strafwürfe, die Matchwinnern des HC-Spiels.
Ansonsten gibt sich der SG-Trainer vor dem Hintergrund, dass Lena Bauer und Steffi Aust fehlen werden, recht bescheiden: "Ich wünsche mir von meiner Mannschaft mehr Aufmerksamkeit bei präzisen Kurzpässen und den Wechseln. Wichtig wären auch mehr Durchsetzungsvermögen und ein zielstrebiger Abschluss." Wichtig sei aber auch die Leidenschaft, die die SG in der letzten Saison zu Hause gezeigt hat.


"Zweite" gegen Bayreuth

Zwei Tabellennachbarn treffen aufeinander, wenn die zweite Frauenmannschaft am Sonntag, 18.15 Uhr, in der Mainfeldhalle ihre Kräfte mit der Reserve von Haspo Bayreuth misst. Beide Bezirksoberliga-Teams haben momentan 2:2 Punkte auf ihrem Konto.
Torgefährlichste Werferin in der Bayreuther Mannschaft ist Simone Zang. Doch auch auf Anja Ruckriegel, Gabi Obermeyer und Christina Nesser sollte die Abwehr der SG-Reserve ein waches Auge haben. Bei den Jugendmannschaften tritt die weibliche A-Jugend bereits am Samstag in Regensburg gegen ESV 27 Regensburg an, die weibliche D-Jugend muss sich am Sonntag, 14.15 Uhr, in Burgkunstadt mit dem TV Gefrees auseinandersetzen. Regensburg ist für die A-Jugendlichen der bisher schwerste Gegner. Die SG hat bereits in der Qualifikation für die Landesliga klar gegen Regensburg verloren, zudem ist Harzen in Regensburg erlaubt. Allerdings reisen die jungen Damen mit viel Selbstvertrauen in die Oberpfalz.