Bad Staffelstein
Energie

Solarenergie: Dunkelflaute oder Sonne satt?

Solarstrom lohnt sich nicht: Solche Meinungen will IBC Solar gerne beseitigen. Um sich über die Branche zu informieren, waren Politiker der FDP zu Gast.
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Großprojekte sind ein erheblicher Teil der Arbeit von IBC Solar. Hier der "Jura-Solarpark" an der A 70 zwischen den Weismainer Ortsteilen Buckendorf und Fesselsdorf. Foto: IBC Solar
Großprojekte sind ein erheblicher Teil der Arbeit von IBC Solar. Hier der "Jura-Solarpark" an der A 70 zwischen den Weismainer Ortsteilen Buckendorf und Fesselsdorf. Foto: IBC Solar
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Schon seit 35 Jahren beschäftigt sich die Staffelsteiner Firma IBC Solar mit der Solarenergie. Auch deshalb hat sich die Firma über die Jahre zu einem der marktführenden Unternehmen auf diesem Gebiet entwickelt, einem "Hidden Champion", wie Jörg Marius Ebel, seines Zeichens "Head of Public Affairs" der Firma, es ausdrückt. Dennoch gab es gerade in den letzten Jahren auch weniger sonnige Tage in der Branche und damit auch in der Firmengeschichte, was sogar zum Stellenabbau führte. Zudem war man nicht mit jeder energiepolitischen Entscheidung glücklich.


Vorbehalte in der Bevölkerung

Der FDP-Direktkandidat Stefan Wolf und Karsten Klein, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP, statteten dem Unternehmen daher einen Besuch ab. Wo steht die Branche aktuell, wo liegen die Probleme?

Eines ist offenbar eine deutliche Macke im Image der Solarenergie. "Es ist oft so, dass die Endkunden Vorurteile haben", sagt Pressesprecherin Christina Pfeufer. Daher hat das Unternehmen nun eine Kampagne gestartet. Zentraler Punkt ist die Webseite mit dem Titel "Die echte Wahrheit" (www.dieechtewahrheit.de). "Dort haben wir zehn Falschaussagen aufgelistet, die wir entkräften wollen", so Christina Pfeufer. Auch über Facebook möchte man die Bevölkerung erreichen. Dort wurde schnell deutlich: "Viele Falschaussagen haben sich sehr tief verankert", so Pfeufer. Häufiges Thema ist die Angst, bei "Dunkelflaute", also kaum Stromproduktion bei schlechtem Wetter und während der Nacht, ohne Strom dazusitzen.

Die Energiepolitik ist ein umstrittenes Thema. Daher war es für FDP-Kandidat Stefan Wolf nur logisch, bei IBC Solar im Rahmen des Wahlkampfs vorbeizuschauen. "Wir suchen natürlich nach Unternehmen, die für die Region wichtig sind und uns als FDP mit neuen Impulsen versehen können. Gerade in Bereichen, wo wir aktuell nicht so stark sind. Dabei war die Energiepolitik eigentlich mal ein liberales Thema. Ich würde mich freuen, wenn die FDP in diesem Bereich wieder punkten kann." Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Karsten Klein legt besonderen Wert auf das Thema: "Ich denke, dass die Energiepolitik ein großes Thema in der nächsten Legislaturperiode sein wird. Uns sind vor allem die Versorgungssicherheit und die Netzqualität wichtig."

Gerade die Möglichkeiten, Solarenergie zu speichern, scheinen ihm noch nicht ausgereift genug. Aktueller Schwerpunkt der Forschung ist hier die sogenannte "Power-to-Gas"-Technlogie, also überschüssige erneuerbare Energie in Gas umzuwandeln und im Gasnetz zu "parken", bis Bedarf besteht. "Das funktioniert in größeren Dimensionen meines Wissens noch nicht", sagt Karsten Klein. Solarenergie zu Gas? "Da gibt es in unserer Region noch kein Referenzprojekt", stimmt Jörg Marius Ebel zu.
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