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Münzen

Numismatische Hommage an Rechenmeister Riese

Bad Staffelstein ist nun in Besitz einer Adam-Riese-Münzsammlung , die von Manfred Weidauer zusammengetragen wurde.
Die Ausstellung ist ein Muss für Adam-Riese-Fans: Selten findet sich eine derartige numismatische Hommage an den legendären, anno 1559 verstorbenen Rechenmeister.   Mario Deller
 
von MARIO DELLER
Adam Riese und die Zahlen - da haben sich zwei gesucht und gefunden. Was lag also schon in früheren Jahren und Jahrzehnten näher, als dem Rechenmeister zu Adam-Riese-Jubiläen, aber genauso als Anerkennung für Teilnahme an Wandertagen oder gar Verleihung von Faschingsorden, Medaillen zu widmen? Eine wundervoll-facettenreiche geprägte Hommage an den Mathe-Urvater kann nun die Stadt Bad Staffelstein ihr eigen nennen.
Manfred Weidauer, ein Adam-Riese-Kenner und Adam-Riese-Fan par excellence, hat nun einen Teil seiner Medaillensammlung, deren Exponate aus verschiedenen Epochen das Konterfei Rieses tragen, der Stadt übergeben. Die Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein hat hierzu 2000 Euro beigesteuert. In den Räumlichkeiten der VR-Bank in der Bahnhofstraße - also passenderweise dem Ort, wo sich einst Rieses Geburtshaus befand - wird die Sammlung noch bis zum 5. Januar präsentiert, kann zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden. Mit den ausgestellten Münzen um die Wette strahlte ein hellauf begeisterter Bürgermeister Jürgen Kohmann, zeigte sich erfreut darüber, dass die Kommune nun über die tolle Sammlung mit dem Bildnis ihres bekannten Sympathieträgers verfügt. Im Beisein von VR-Vorstandsvorsitzendem Michael Lieb, Vorstandsmitglied Christoph Bäumel, Marketingleiterin Siegrun Przybilla, Stadtarchivarin Adelheid Waschka und natürlich Manfred Weidauer, der zusammen mit seiner Gattin kam, wurde die besondere Ausstellung feierlich eröffnet. "Es ist nicht alles Gold, was glänzt - die Vielseitigkeit einer Medaille" nennt sich der in einer Vitrine zu bewundernde numismatische Blumenstrauß.
Eine Porzellanmünze von 1959, ein von Medailleur Volkmar Kramer aus Zwickau gefertigter Siegelring aus dem Jahr 1968 oder eine Wandertagauszeichnung des TV Strössendorf 1977. Auf unterschiedlichste Art und Weise wurde im Frankenland, in Thüringen und Sachsen oder anderswo das Antlitz Rieses verewigt. Seit nunmehr 35 Jahren sammelt Manfred Weidauer, der bei der Ausstellungseröffnung fröhlich aus dem Nähkästchen plauderte, Adam-Riese-Münzen unterschiedlichster Couleur. Wer eins und eins zusammenzählt, muss bei der Frage nach seiner früheren beruflichen Tätigkeit nicht lange raten - natürlich Mathematiklehrer. Und diese Leidenschaft für Zahlen, fürs Rechnen und insbesondere für das Leben Adam Rieses hat ihn bis heute nicht losgelassen.
Mit Liebe zum Detail entwarf er die informative Broschüre "Medaillen und ähnliche Produkte zu Ehren von Adam Ries", in welcher auch die Stücke der Ausstellung abgebildet sind. Der Band ist käuflich zu erwerben beim Stadtmuseum in der Kirchgasse, enthält neben fotografischen Abbildungen weitere wissenswerte Details wie Ausgabejahr, Anlass der Prägung, Beschreibung der Abbildung, Auflagehöhe, Herausgeber oder - soweit bekannt - Graveur und Prägestätte. "Die wichtigste Quelle um an die Informationen zu gelangen, waren immer die lokalen Tageszeitungen", berichtet Weidauer. Stadtarchivarin Adelheid Waschka wies darauf hin, dass die ausgestellten Münzen am 24. November gewendet werden, weil ja bekanntlich auch Adam-Riese-Medaillen zwei Seiten haben. "Da haben die Adam-Riese-Fans ja gleich zweimal Grund zum Kommen", lacht die Leiterin des Stadtmuseums.
Exemplare von drei der im genannten Buch beschriebenen Medaillen hat der Thüringer trotz bewundernswerter Sammelleidenschaft bis heute nicht auffinden können, bittet hier um Mithilfe. Wer über eine der nachfolgenden Münzen verfügt, kann sich deshalb gerne an Manfred Weidauer in Sommerda bei Erfurt oder an das Stadtmuseum Bad Staffelstein wenden: Zum einen geht es um eine Annaberger Medaille aus dem Jahr 1894, graviert von Christian Laue, sowie eine anlässlich des Volkswandertages Staffelstein-Seßlach 1970 sowie die zu Gästeehrung 1971 in Staffelstein verliehene Medaille. Eine Ausstellung über die beim "Rechnen auf Linien" einst verwendeten Rechenpfennige könne er sich in Bad Staffelstein auch gut vorstellen, warf Weidauer bei der Gelegenheit eine weitere Idee in die Runde. Der jung gebliebene Senior sprüht nur so vor Ideen und Energie. Zahlen und Rechnen liegen ihm im Blut. Sein Geburtsdatum soll eine Unbekannte bleiben, ist eine der Zahlen, denen er keine Beachtung schenkt.

Bildtext: Bild 1 (Gruppenbild): Bild 2a (Bild Ausstellungseröffnung): Bild 2b (Bild Ausstellungseröffnung ohne Bäumel): Bild 3 (Manfred Weidauer):Bild 4 (Manfred Weidauer im Gespräch mit Bürgermeister, Waschka und Lieb): Stadtarchivarin Adelheid Waschka und VR-Vorstandsvorsitzendem Michael Lieb. Bild 5 (besondere Stücke): Bild 6 (numismatische Hommage):
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