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Gemeinderat

Mehr Platz für die Kinder

Altenkunstadt will die Kreuzberg-Kita erweitern. Bereits absehbar ist auch die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule.
Kinder der Kreuzberg-Kita beim SommerfestBernd Kleinert
 
von STEPHAN STÖCKEL
In Deutschland werden erfreulicherweise wieder mehr Kinder geboren. Auch Altenkunstadt wurde von der Trendwende erfasst, die man daran ablesen kann, dass es in der Grundschule in der Jahrgangsstufe Eins derzeit drei Klassen (früher: zwei) gibt. In der Gemeinde am Obermain besteht derzeit ein Bedarf an 70 Krippenplätzen. Um diesen zu decken, sollen 24 neue Plätze an der Kreuzberg-Kita geschaffen werden.

Die Kosten für den Bau eines externen Gebäudes, das über einen barrierefreien Eingangsbereich mit der bestehenden Kita verbunden ist, bezifferte Michael Ronalter, technischer Betriebsassistent, auf 1,5 Millionen Euro. "Das ist ein Batzen Geld", sprach Norbert Schnapp von der Jungen Wähler Union (JWU) seinen Ratskollegen aus der Seele. So kam man überein, eine Entscheidung auf die nächste Sitzung zu vertagen, um den Fraktionen Zeit für interne Beratungen zu geben.

Zudem hatte Ronalter auf Nachfrage von Frank Novotny von den Sozialen Bürgern (SB) nicht ausgeschlossen, dass man aufgrund der steigenden Geburtenzahlen in ein paar Jahren eine neue Krippe bauen müsse. Novotny hatte daran erinnert, dass man erst 2014 eine Krippe in die Kreuzberg-Kita eingebaut habe.

Bürgermeister Robert Hümmer hielt die 70 Plätze für die nächsten Jahre für ausreichend. "In den nächsten drei Jahren haben wir 150 Kinder in Altenkunstadt. Die Erfahrung zeigt, dass rund die Hälfte davon in eine Krippe geht. Dann denke ich, dass die 70 Plätze ausreichend sind."


Zuschüsse liegen bei 700 000 Euro

Im Erdgeschoss des L-förmigen Gebäudes befinden sich den Planungen des erfahrenen Projektmanagers zufolge Personal-, Technik- und Abstellräume. Das Obergeschoss beherbergt die eigentliche Krippe mit zwei Gruppenräumen, einem Schlafraum und einem Bad sowie einem Koch- und Essbereich. Im Außenbereich gibt es eine 440 Quadratmeter große Spielfläche. Ein Aufzug macht das Gebäude barrierefrei.

Die staatlichen Fördermittel bezifferte Ronalter auf 700 000 Euro. Würde man nicht ein externes Gebäude errichten, sondern einen Anbau, würden Räumlichkeiten aus der bestehenden Kita mit einberechnet, was wiederum zu einer niedrigeren Förderung führe. Damit der Staat sein Füllhorn ausschüttet, muss die Maßnahme laut Ronalter bis zum Jahre 2020 abgerechnet sein.

Auch eine Möglichkeit für eine Erweiterung zeigte der Experte auf: Auf dem Acker oberhalb der Kreuzberg-Kita, der sich allerdings nicht im Besitz der Gemeinde befindet, könnte man eine weitere Krippe errichten. "Vom Dachboden der Kita wäre dann die Schaffung einer Verbindung zu dem neuen Gebäude möglich", sagte der Fachmann.

Derzeit hat die Gemeinde Altenkunstadt nur einen Hort. Wenn in ein paar Jahren die Grundschule saniert sein wird, dann kommt eine weitere Einrichtung hinzu: die offene Ganztagesschule. "Werden die beiden Einrichtungen in Konkurrenz zueinander stehen?" An dieser Frage entzündete sich eine rege Debatte im Gemeinderat.

Eigentlich ging es um einen ganz anderen Punkt, der in der Regel schnell abgehakt ist: die Anerkennung der Bedarfsnotwendigkeit. "Um Förderbescheide erlassen zu können, braucht die Regierung von Oberfranken einen entsprechenden Beschluss der Gemeinde, dass ein Bedarf an Plätzen für die offene Ganztagesschule und den Hort vorhanden ist", erläuterte Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff.

Eine Umfrage im vergangenen Jahr hatte ergeben, dass ein solcher vorhanden ist: 24 Eltern wünschen sich für ihre Kinder einen Platz in einer offenen Ganztagesschule und 22 einen Hortplatz. Die nicht alltägliche Konstellation war es gewesen, an der sich die Diskussion entzündet hatte. Beide Einrichtungen sind nämlich von ähnlicher Natur, allerdings mit einem großen Unterschied: Der Hort ist im Unterschied zur offenen Ganztagesschule kostenpflichtig."

Vor allem der finanzielle Aspekt war für einige im Gremium der Knackpunkt: "Ich befürchte eine Abwanderung vom Hort in die kostenlose Ganztagesschule", meinte Frank Novotny von den Sozialen Bürgern (SB). Er äußerte zugleich die Befürchtung, dass die Gemeinde bei einem Aus für den Hort Fördergelder zurückzahlen müsse. "Ich sehe keine Gefahr. Die Bedarfsfeststellung ist dazu da, um so etwas zu vermeiden", widersprach Pfaff. Am Ende wurde in beiden Fällen ein Bedarf von 25 Plätzen anerkannt.


Straße nach Motschmann benannt

Am 26. November vergangenen Jahres starb der Altenkunstadter Ehrenbürger Josef Motschmann. Als Kenner des Judentums am Obermain war er weit über die Grenzen der Region hinaus geschätzt. Die Straße im Erweiterungsbereich des Baugebietes Evangelische Kirche in Altenkunstadt wird seinen Namen tragen. Das beschloss das Gremium einstimmig.

Die Raiffeisenbank Obermain Nord wird ihre Hauptstelle in Altenkunstadt erweitern. Im Zuge der Baumaßnahme soll das öffentliche Umfeld des Kreditinstitutes über die Städtebauförderung neu gestaltet werden. Dass auch das Geldhaus finanzielle Mittel aus dem Fördertopf erhalten soll, rief im Gemeinderat Verwunderung hervor. "Ich war selbst überrascht, als ich hörte, dass die neue Fassade der Bank mit anerkannt werden soll", sagte Bürgermeister Robert Hümmer. Zur Aufklärung trug Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff bei: "Eine Förderung setzt voraus, dass die Gemeinde mit im Boot ist, was bekanntlich der Fall ist."

In den nächsten Sommerferien hat die Kreuzberg-Kita vom 30. Juli bis 17. August, die Kathi-Baur-Kita vom 6. bis 24. August geschlossen. Das teilte der Bürgermeister mit.
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