Lichtenfels
Ferienprogramm

Lichtenfelser zeigen Teamspirit am Amazonassumpf

Beim Aufenthalt im Bamberger Hochseilgarten ging es für die 14 teilnehmende Jungen und Mädchen nicht alleine um Adrenalinstöße
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Angesichts teilweise fehlender Seile ging es nur mit Teamgeist. Auch Praktikantin Elisa Fischer machte begeistert mit. Fotos: Mario Deller
Angesichts teilweise fehlender Seile ging es nur mit Teamgeist. Auch Praktikantin Elisa Fischer machte begeistert mit. Fotos: Mario Deller
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"Gib mir deine Hand, dann schaffen wir's", ruft die zehnjährige Aline der zwei Meter entfernten Leonie zu. Die im Wasser treibenden hungrigen Krokodile gehen leer aus. Keine Bange, die Mädchen befanden sich zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Doch die Botschaft, dass gemeinsam vieles leichter fällt, lässt sich eben am besten vermitteln durch Spiel und Spaß inklusive eingebauter Fantasie. Der Besuch im Bamberger Hochseilklettergarten im Rahmen des Kinderferienprogramms bedeutete für 14 Jungen und Mädchen im Nebeneffekt Erkenntnisgewinne, aber bereitete ihnen vor allem eine Menge Spaß.
Krönung für die Zehn- bis 15-Jährigen war der Hochseilparcours, wo sie sich in luftiger Höhe wie Zirkusartisten fühlen konnten. "Hallo zusammen!": Nadine Rohowsky von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises begrüßte zusammen mit Elisa Fischer und Katharina Koch an diesem Dienstag kurz vor 9 Uhr am Lichtenfelser Bahnhof das gute Dutzend Kinder. Im Anschluss an die Zugfahrt nach Bamberg ging es per pedes dann zum oberhalb des Doms gelegenen Don-Bosco-Gelände, wo die Jungen und Mädchen von den beiden Hochseiltrainern Birgit Porzner und Jürgen Pfister willkommen geheißen wurden.
Zunächst stand der Teamparcours im Niedrigseilbereich auf dem Programm. Die drei Stationen verlangten den in zwei Gruppen aufgeteilten jungen Teilnehmern Körperbeherrschung und Grips ab, schärften aber insbesondere das Bewusstsein, dass alle profitieren, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht. "Gemeinsam ankommen" lautete schließlich auch das vorgegebene Ziel beispielsweise bei der geländerlosen "Indianerbrücke", wo es galt, einen Holzstamm zu überqueren. Blöd nur, dass es im gedachten Wasser nur so wimmelt von den eingangs s erwähnten Krokodilen - und zudem die rettenden Lianen, sprich Seile, nur sehr dünn gesät sind. Doch mit vereinten Kräften gelang die Aufgabe.
Nach einer Mittagspause bildete das Hochseilprogramm aus Sicht der Kinder den Höhepunkt der Ferienaktion. Wer wollte, konnte in acht Metern Höhe einen Catwalk absolvieren und beim Sprung am Trapez sich wie ein Zirkusartist fühlen. Dank der Erfahrung der Hochseiltrainer sowie durch angelegte Sicherheitskleidung, Sicherungsseile sowie die Back-up-Sicherungskette konnte nichts passieren.
Doch Schwindelfreiheit und unerschrockener Mut sind eben nicht jedem in die Wiege gelegt. Vor diesem Hintergrund hatten die beiden Trainer gleich zu Beginn des Hochseilparts eindringlich betont: "Es herrscht hier das Prinzip der Freiwilligkeit. Und wenn sich jemand nicht hochtraut, ist das vollkommen in Ordnung ", wies Porzner auf die wichtigste menschliche Regel hin.
Die Kinder bewiesen Charakter, klatschten sogar Beifall, wenn ein Mädchen oder ein Junge nur wenige Meter hochkletterte und das Ganze wieder abbrach, weil ihm oder ihr das Herz in die Hose rutschte. Hämische Kommentare? Fehlanzeige! Die Wagemutigen genossen die Höhenluft. "Geil, das war megacool", überschlug sich etwa der knapp zwölfjährige Maximilian aus Schney geradezu vor Begeisterung, als er wieder unten war.
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