Bad Staffelstein
Bauausschuss

Hanns-Seidel-Stiftung verdoppelt Seminar-Kapazität auf Banz

Der Umgestaltung des Seminarraums 1 der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz mit Erhöhung der Kapazität von 200 auf 400 Plätze bekam grünes Licht.
Artikel einbetten Artikel drucken
Die Hanns-Seidel-Stiftung erhöht die Kapazität des großen Seminarraums 1 von bisher 200 auf künftig 400 Personen. Die in diesem Fall notwendige Genehmigung seitens des Bauausschusses gestaltete sich unproblematisch.  Mario Deller
Die Hanns-Seidel-Stiftung erhöht die Kapazität des großen Seminarraums 1 von bisher 200 auf künftig 400 Personen. Die in diesem Fall notwendige Genehmigung seitens des Bauausschusses gestaltete sich unproblematisch. Mario Deller
In vielerlei Hinsicht harmonieren Kommunen und Landratsamt. Aber natürlich gibt es hin und wieder auch unterschiedliche Ansichten und Bewertungen. Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses standen zwei geplante und ein umgesetztes Vorhaben auf der Tagesordnung, denen das Landratsamt zustimmt, der Bauausschuss der Stadt Bad Staffelstein sein gemeindliches Einvernehmen hierzu jeweils bereits verweigert hatte. Nun wurde noch einmal darüber beratschlagt. Dabei ging es zum einen um das nach einem Brand zerstörte und nun wiederaufgebaute Bioenergiehaus in Schwabthal. Ohne Baugenehmigung war der Bauwerber mit der Neuerrichtung "vorgeprescht" - zum Unmut der städtischen Bauverwaltung. Das Baugesetzbuch erlaubt in diesem Fall nur eine "geringfügige" Abweichung gegenüber dem vormaligen Bau. Diese "Geringfügigkeit" erkennt das Landratsamt an, wie es in der Sitzung hieß. Da sich aber die Sachlage nicht verändert hat, rückte der Bauausschuss von seiner Entscheidung, das gemeindliche Einvernehmen hier zu verweigern, weiterhin nicht ab.
Im Kastenhof in Bad Staffelstein möchte ein Bauwerber einen Stall zu einer überdachten Hoffläche mit Pkw-Abstellmöglichkeit umbauen. Der Bauausschuss hatte dieses Vorhaben abgelehnt, weil die Zufahrt zu schmal sei, um Pkw-Abstellplätze ausweisen zu können. Diese Haltung behielt das Gremium weiterhin bei. Nach Meinung der Landratsamtes handelt es sich bei der Frage, ob und wie der Bauwerber zufahren kann, dagegen um eine rein nachbarschaftliche und privatrechtliche Angelegenheit, mit der sich die Nachbarn auseinandersetzen müssten.
Anders als der ablehnende Bauausschuss sieht das Landratsamt die Genehmigungsfähigkeit bei der Änderungsplanung einer Garage in der Lessingstraße in Bad Staffelstein gegeben, gegen die im Übrigen ein Nachbar vorgehen will. Die Höhe der Geländeauffüllung beträgt laut Planung 65 Zentimeter. Aus Sicht des Nachbarn stellt dies eine unangemessene Beeinträchtigung dar. Weil die Abstandsflächenproblematik aber geregelt sei, stehe dem Vorhaben nichts entgegen, meint hingegen das Landratsamt. In den genannten drei Punkten wird das Landratsamt das gemeindliche Einvernehmen, wie es im Amtsdeutsch heißt, "ersetzen". Dies stellt einen Verwaltungsakt dar. Die Stadt hätte die Möglichkeit, gegen selbigen Widerspruch einzulegen.
Gegenüber ihres Unternehmenstraktes in der Angerstraße beabsichtigt die Firma Moll Batterien, auf dem früheren Gelände der Firma Markuzzi ein Verwaltungs- und Betriebsgebäude zu errichten, was eine Änderung des Bebauungsplanes "Südwestlich der Angerstraße" notwendig macht. Nachdem das Gremium den Vorentwurf gebilligt hatte, stand nun die Behandlung der im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen auf der Tagesordnung. Das Bauareal grenzt an die vorbeiführende Bahnlinie an. Dass, wie von der Deutschen Bahn gefordert, der Bau die Sicherheit und der Betrieb des Bahnverkehrs durch die Maßnahme nicht beeinträchtigt, wird gewährleistet durch einige Ergänzungen in den Festsetzungen. So werden bei Bepflanzungen Abstände zum Gleis eingehalten für den Fall eines Windbruchs und deren Endwuchshöhe berücksichtigt. Ferner wird sichergestellt, dass von Werbeschildern oder Photovoltaikanlagen keine Blendwirkung ausgehen wird, die den Bahnverkehr gefährden könnte. Als weiterem wichtigen Schritt bei der Realisierung des Bauvorhabens der Firma Moll Batterien billigte der Bauausschuss abschließend den überarbeiteten Bebauungsplan und beschloss die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit.
Einmal mehr ging es um die Nutzungsänderung des Obergeschosses im Anwesen Ecke Schubertstraße/Goethestraße in Bad Staffelstein. Dort sollen in den Räumen des bisherigen Fitnessstudios Wohnungen entstehen. Durch den vorgesehenen Terrassenanbau würden Stellplatzflächen wegfallen. Zur Realisierung des Vorhabens sind vom Bauwerber als Konsequenz vier neue Stellplätze nachzuweisen. Es gab kritische Stimmen im Gremium. Mehrheitlich mit vier Gegenstimmen erteilte das Gremium letztlich aber doch das Einvernehmen. Der Bauwerber - damit kommt ihm die Bauverwaltung entgegen - muss spätestens bei Nutzungsaufnahme die geforderten Stellplätze nachweisen.
Zwei Bauanträge befassten sich mit Vorhaben der Obermain-Therme. Der Barrierefreiheit Rechnung tragen will die Badeeinrichtung durch den Neubau eines zusätzlichen Aufzuges im Umkleidebereich zur Erschließung des ersten Obergeschosses. Außerdem sieht der Bauantrag auch die Neugestaltung der Umkleiden im Obergeschoss vor. Der zweite Bauantrag der Obermain-Therme hatte die Erweiterung der Lagerfläche durch Realisierung eines zweiten, zweigeschossigen Lagergebäudes direkt an das bestehende Lagergebäude nahe der Lauter zum Gegenstand. Der Bauausschuss stimmte den Planungen der Obermain-Therme zu. Das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde ferner der mit einer Bauvoranfrage an das Gremium herangetretenen Firma Reuther Net Consulting, die in der Straße "Am Kommbühl" auf unternehmenseigenem Areal den Bau eines Bürogebäudes mit Wohnhauscharakter plant.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren