Lichtenfels
Bauausschuss

Grünes Licht für Neubau am Marktplatz Lichtenfels

Am Lichtenfelser Marktplatz zeichnen sich große Veränderungen ab. So soll das baufällige Geschäftshaus Markt 2 durch ein neues Gebäude ersetzt werden.
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Der Neubau Marktplatz 2 in der Perspektive vom Oberen Tor. Foto: Andreas Welz
Der Neubau Marktplatz 2 in der Perspektive vom Oberen Tor. Foto: Andreas Welz
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Das Gesicht der Innenstadt von Lichtenfels wird sich in den nächsten Jahren gravierend verändern. Der Bauausschuss des Stadtrates gab am Dienstag grünes Licht für mehrere Bauvorhaben am Marktplatz. Das große Gebäude Markt 2 gegenüber dem Rathaus, das ehemalige Deichmann-Haus, wird abgerissen und dafür ein gleich großes Geschäftshaus errichtet. Das dahinterliegende Haus am Markt 2 soll umgebaut und saniert werden.

Neben dem Umbau des Mehrfamilienhauses soll eine Nutzungsänderung für einen Straßenverkauf erfolgen. Die Vorbereitungen für die Umgestaltung des städtischen Gebäudes Marktplatz 10 laufen und das unansehnliche Nebengebäude Marktplatz 6 soll zurückgebaut werden.

Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) war glücklich über einen Leuchtturm der Innenstadtarchitektur: "Die Wohn- und Einkaufsqualität wird sich entscheidend verbessern", sagte er und bezeichnete die Maßnahmen als Meilenstein in der Stadtentwicklung. Eher verhalten war die Reaktion der Ausschussmitglieder, doch alle Bauanträge wurden einstimmig abgesegnet. Frank Rubner (CSU) stellte fest, dass der Neubau Marktplatz 2 das Bild des Marktplatzes verändern wird: "Wir befinden uns auf einer Gratwanderung. Die Mischung von alt und neu ist aber zu akzeptieren".

Stadtbaumeister Jürgen Graßinger erläuterte Einzelheiten: Das Geschäftshaus mit Schulungs- und Tagungsräumen erhalte Stilelemente des alten Hauses, das wegen Baufälligkeit abgerissen wird. Im zweiten Obergeschoss sei ein großer Wintergarten vorgesehen. Auf die Frage von Dietmar Heinkelmann nach der Dacheindeckung machte Graßinger deutlich, dass sich die Ansicht den Nebengebäuden anpasse.

Johannes Oppel (Wählervereinigung Leuchsental-Jura) urteilte: "Das neue Gebäude ist gewöhnungsbedürftig." Rubner argwöhnte, dass die Großveranstaltungen auf dem Markt von der Baumaßnahme beeinträchtigt werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich erst nach dem Korbmarkt im nächsten Jahr beginnen. Eine ansprechende Verkleidung werde die Baustelle verhüllen, wurde bekanntgegeben.


Pläne für 3d-Campus befürwortet

Insgesamt 100 Millionen Euro investiert Concept Laser in den Bau eines 3D-Campus in Lichtenfels-Seubelsdorf, der Forschung und Entwicklung sowie Produktion, Service und Logistik vereinen soll (unsere Zeitung berichtete). Bei der Bauausschusssitzung am Dienstag wurde der Bauantrag einstimmig befürwortet.

Stadtbaumeister Jürgen Graßinger machte deutlich, dass der Neubau Teil des noch in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes sei. Die maximale Firsthöhe werde in einem Bauteil überschritten, da sich dort der Technikraum befinde. Die Werbeanlage "Concept Laser" überdecke jedoch den Technikraum. Bei dem Neubau an der Autobahn A 73 handele es sich um Verwaltungs- und Produktionsräume. Große Grünflächen würden die Anlage umgeben.

Dem Bauantrag von Concept Laser für die Errichtung mobiler Büromodule und eines temporären Lagerzeltes sowie einer Parkplatzanlage in Schney an der Zeil wurde stattgegeben. Bürgermeister Andreas Hügerich sah die Maßnahme in Zusammenhang des Neubaus in Seubelsdorf.

Den Charles-Vögele-Markt an der Mainau 16 möchte Thomas Schmitz von der Standort- und Entwicklungsgesellschaft in ein Einzelhandelsgeschäft "BLACK.de" umwandeln. Dagegen erhoben sich keine Einwände. Einstimmig wurde auch die Errichtung einer Maschinenhalle von Anja Düsel am Hinteren Rutschberg in Schney befürwortet.

Auch dem Antrag von Norbert und Elisabeth Hofmann, Überdachung eines Fahrsilos mit Photovoltaiknutzung am Amselweg 11, wurde stattgegeben.

Der Bauantrag der Ströer Media Deutschland GmbH auf Errichtung einer über fünf Meter hohen und knapp 2,80 breiten beleuchteten Werbeanlage in der Bamberger Straße 40 wurde abgelehnt, da sie die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gefährde. Dazu Bürgermeister Hügerich: "Die Anlage passt nicht dahin und verunstaltet das Straßenbild". Helmar Zipp (SPD) wünschte sich, dass "endlich mit der Werbung in der Innenstadt aufgehört wird". Frank Rubner (CSU) wollte mit dem einstimmigen Beschluss ein kritisches Zeichen setzen.
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