Burgkunstadt
Stadtrat

Ein Stück historisches Burgkunstadt soll gesichert und beleuchtet werden

Der Ideenwettbewerb für den Schulberg und die Sanierung des Burgweges waren die prägenden Punkte der Stadtratssitzung Burgkunstadt.
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Bei der Stadtsanierung trat historisches Mauerwerk zutage, das jetzt gesichert und erhalten werden soll, wie der Stadtrat Burgkunstadt in seiner jüngsten Sitzung beschloss. Dieter Radziej
Bei der Stadtsanierung trat historisches Mauerwerk zutage, das jetzt gesichert und erhalten werden soll, wie der Stadtrat Burgkunstadt in seiner jüngsten Sitzung beschloss. Dieter Radziej
Der Stadtratssitzung gingen Beratungen des Bauausschusses voraus.Hierbei genehmigten die Räte den Bauantrag auf Nutzungsänderung des alten Schulhauses in Mainroth zu einem Mehrfamilienhaus, so dass 14 neue Wohneinheiten entstehen können. Der nächste Bauantrag hatte den Um- und Neubau des denkmalgeschützten Wohnhauses Kulmbacher Straße 32 zum Inhalt und auch hierfür konnte das Einvernehmen erteilt werden, nachdem das bauliche Vorhaben auch bereits in denkmalpflegerischer Hinsicht mit den Landratsamt abgestimmt worden war und zwei fehlende Stellplätze mit jeweils 500 Euro bei der Stadt abgelöst werden.
Zur Behandlung des Ideenwettbewerbes Schulberg konnte Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) Marek Stadthaus begrüßen, der Informationen über den derzeitigen Wettbewerbstand vermittelte und das Untersuchungsgebiet vorstellte. Bürgermeisterin Frieß verdeutlichte dabei, dass keine alternative Ausschreibung, mit oder ohne Lehrschwimmbecken, geplant werden könne, da ansonsten keine verwertbaren Ergebnisse zustandekommen würden. Der Stadtrat entschied sich deshalb dafür, im Auslobungstext den Bau eines Lehrschwimmbeckens nicht zu berücksichtigen. Unabhängig davon verdeutlichen aber die Mitglieder ihre Auffassung, wie es Stadtrat Günter Knorr (CSU) zusammenfasste, dass ein Lehrschwimmbecken in der Region am Obermain sinnvoll sei und gewünschte werde. Er finde, so Stadtrat Wolfgang Sievert (SPD), dass ein Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt "besser aufgehoben wäre", wogegen Stadtrat Ulf Müller (FWG) zu bedenken gab, dass Burgkunstadt der Freibadstandort sei, es mit der Stadtsanierung derzeit wichtige Aufgaben gebe und erkannt werden sollte, dass aus finanziellen Gründen ein Lehrschwimmbecken zum jetzigen Zeitpunkt in Burgkunstadt nicht verwirklicht werden könne. Demgemäß fiel auch die Entscheidung mehrheitlich zugunsten eines Ausschreibungsverfahrens ohne Lehrschwimmbecken aus.
Die Verwaltung und Markus Pülz vom Bauamt erläuterten, dass bei der Sanierung des Burgwegs historisches Mauerwerk aus dem 12./13. Jahrhundert entdeckt worden sei und in das Burgmauer-Konzept mit einbezogen werden müsse (Kostenschätzung 30 000 Euro). Die Stützwand und das Geländer würden dafür wegfallen, was eine Kosteneinsparung von 24 000 Euro bedeute, wie Pülz erläuterte. Bei der weiteren Freilegung des Mauerwerks entstünden Mehrkosten von gut 6000 Euro, die vom Stadtrat genehmigt wurden, denn immerhin handele sich bei dem Mauerwerk, wie es Stadtrat Wolfgang Sievert (SPD) formulierte, um ein Stück Geschichte von Burgkunstadt. Eine Beleuchtung der alten Mauern, die Stadtrat Benedikt Vonbrunn (CSU) anregte, wurde als sinnvoller Vorschlag angesehen.
Bayern-WLAN auch im Freibad von Burgkunstadt war ein weiterer Punkt und Bürgermeisterin Christine Frieß verwies darauf, dass die Ersteinrichtung von zwei Standorten von WLAN-Hotspots mit rund 2500 Euro vom Freistaat Bayern unterstützt werde, so dass man nach dem Standort am Schustermuseum diesen zweiten Standort in der Freizeiteinrichtung anbieten könne. Es entwickelte sich danach eine längere Aussprach, ob dies im Freibad sinnvoll oder notwendig wäre, nachdem es nicht ganzjährig geöffnet ist, oder nicht der zweite Hotspot-Standort im Bahnhofs- oder Bahnhofsstraßenbereich besser aufgehoben sei. Es fehlten jedoch in diesem Umfeld, wie die Verwaltung erläuterte, entsprechende Anschlussmöglichkeiten. Die Einrichtung des WLAN-Hotspots-Standortes im Freibad wurde anschließend mehrheitlich beschlossen.
In seiner Juni-Sitzung hatte der Stadtrat die Aufhebung des Waschverbotes für die Betreiber von Waschanlagen an Sonn- und Feiertagen beschlossen. Von der Verwaltung kam daher der Vorschlag, diese Möglichkeit an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr zulassen. Jedoch wurde dieser Vorschlag nun mit 10:9 abgelehnt, womit die Aufhebung des Waschverbots wieder vom Tisch war.
Aus dem Spendentopf der Sparkasse Coburg-Lichtenfels erhielt die Stadt Burgkunstadt für ihr aktuelles Haushaltsjahr 8300 Euro zur Verfügung gestellt, wobei schon 3750 Euro für die Laser- und Lichtshow im Rahmen des Altstadtfestes ausgegeben wurden. Für den verbleibenden Betrag nannte die Verwaltung als Verwendungsmöglichkeiten die Anschaffung Dokumentationssystem "Stepfolio", wofür vom Evangelischen Kindergarten 2500 Euro beantragt hatte und ein Sonnensegel für den Katholischen Kindergarten, das mit 2050 Euro zu Buche schlagen würde. Die Ratsmitglieder entschieden sich, die Kindertagesstätten mit der jeweiligen Hälfte des noch vorhandenen Spendenbetrages von 4550 Euro zu bedenken.
Eine allgemeine Aussprache, wobei Hinweise auf den Ampelschaltung an der Bundesstraße, die Beleuchtungssituation im Umfeld des ehemaligen Festplatzes und der Mühlbachbrücke, sowie die Parksituation, insbesondere bei Flohmärkten, zur Sprache kamen. Auch die Polizei war nicht untätig, wie angeklungen war, sondern habe an einem derartigen Sonntag schon fünfzehn "Knöllchen" verteilt, erwiderte Stadtrat Manfred Hofmann (CSU). Bei der Aufhebung des Waschverbotes von Fahrzeugen an Sonn- und Feiertagen bezogen die Ratsmitglieder eine Kehrtwende.
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