Die Satzung für das Haushaltsjahr 2017 wurde vom Landratsamt Lichtenfels rechtsaufsichtlich genehmigt, berichtete Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen in Höhe von 561 000 Euro wurde genehmigt. Die Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung würden eine erhebliche Unterdeckung aufweisen. Die Kalkulation der Beiträge und Gebühren sei daher zu prüfen und die Sätze anzupassen.
Kneipp erläuterte, dass die beiden Einrichtungen bereits zum 1. Januar neu kalkuliert wurden und einen dreijährigen Kalkulationszeitraum umfassten. Innerhalb dieses Zeitraumes können Über- und Unterdeckungen miteinander verrechnet werden. Für die nächste Kalkulation im Jahr 2019 würden die Jahre 2016 bis 2018 herangezogen. Das Haushaltsjahr 2017 weise deshalb eine große Unterdeckung auf, weil im vorangegangenen Haushaltsjahr 2016 die kalkulatorischen Kosten durch die Umstellung auf eine neue Finanz-Software nicht mehr gebucht werden konnten. Bei der Abwasserbeseitigung erfolgte eine Nachbuchung in Höhe von knapp 17 000 Euro und bei der Wasserversorgung in Höhe von knapp 41 000 Euro. Dadurch verringere sich die Unterdeckung auf knapp 21 000 Euro beim Abwasser und auf 13 000 Euro beim Wasser. Die finanzielle Entlastung von knapp 5800 Euro sollte also bei der Beurteilung der kostenrechnenden Einrichtungen Berücksichtigung finden.
Beim Beschluss über die Ausstattung der Klassenzimmer der örtlichen Grundschule mit Notebook, Dokumentenkamera und Beamer führte Kneipp zunächst ein paar Zahlen an. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in Hochstadt vier Klassen mit insgesamt 47 Kindern, wobei die erste und die zweite Klasse mit 17 Kindern eine gemeinschaftliche, so genannte Flexiklasse bilden. Ohne Zuzug von weiteren Kindern würden im kommenden Jahr 46 Kinder die Schule besuchen.


Gibt es zwei Flexiklassen?

Möglicherweise gäbe es dann zwei Flexiklassen (1. und 2. Klasse sowie 3. und 4 Klasse zusammen). Die Kosten für die Anschaffungen für zwei Klassenzimmer bezifferte das Gemeindeoberhaupt auf 4300 Euro. Im Haushalt für die Schule seien jedoch nur noch 3690 Euro übrig. Nachdem jedoch für diesen Zweck eine Spende in Höhe von 1200 Euro eingegangen sei, stimmten die Räte dafür, zwei Klassenzimmer mit der neuen Technik auszustatten.
Vor kurzem fanden im Ortsteil Burgstall Neuwahlen der Kommandanten für die dortige Freiwillige Feuerwehr statt. Von den 22 wahlberechtigen Feuerwehrleuten waren 14 anwesend. Als Kommandant wurde Horst-Dieter Wittmann und als sein Stellvertreter Siegfried Krasser gewählt. Die Wahl sei bereits von Kreisbrandrat Timm Vogler bestätigt worden und die Gemeinderäte schlossen sich dieser Bestätigung einstimmig an. Kneipp wies jedoch darauf hin, dass in etwa zwei Jahren bereits wieder neu gewählt werden müsse, da der stellvertretende Kommandant Siegfried Krasser dann aus Altersgründen aus dem Feuerwehrdienst ausscheide.
Festgelegt wurden in Absprache mit der Leitung und dem Elternbeirat der Kindertagesstätte auch die Schließtage für 2018. Diese sind 2. bis 5. Januar, 12. bis 14. Februar, 28. Mai bis 1. Juni, 13. bis 31. August, 2. November und 27. bis 28. Dezember.
Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 4. August die vorläufigen Prüfungsergebnisse zum Netzentwicklungsplan 2030. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens bestehe die Möglichkeit zur Stellungnahme bis 16. Oktober, so Kneipp. Er erläuterte die vier verschiedenen modifizierten Varianten die allesamt die Gemeinde Hochstadt betreffen würden. Alle Alternativen zur P 44 Altenfeld - Grafenrheinfeld werden daher abgelehnt. Im Übrigen verweise die Gemeinde auf die Resolution des Gemeinderats vom 8. Dezember 2015.
Einer Resolution zur Elektrifizierung der Oberfranken-Achse zur Verbesserung des regionalen Bahnverkehrs stimmte das Gremium mit einer Gegenstimme zu. Die Oberfranken-Achse von Bamberg und Coburg über Lichtenfels nach Bayreuth und Hof werde als gemeinsames oberfränkisches Projekt von den regionalen Planungsverbänden Oberfranken Ost und West unterstützt. Ziel sei es, die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau dieser für ganz Oberfranken wichtigen Ost-West-Achse in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 aufzunehmen. "Ich denke es gibt weniger Wegzug, wenn die Verkehrswege ausgebaut sind", so der Bürgermeister.