Ebensfeld
Faschingszug

Beim Ebensfelder Faschingszug gab es viel Süßes zum Vernaschen

Getreu dem Sessionsmotto "Himmel & Hölle" gab es beim Ebensfelder Faschingsumzug so manchen Engel, aber auch so manchen Beelzebub zu bestaunen.
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Süßes zum Vernaschen: die Damen des TSV EbensfeldMarkus Drossel
Süßes zum Vernaschen: die Damen des TSV EbensfeldMarkus Drossel
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Ganz vorne fuhr der Antichrist mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht. Getreu dem Sessionsmotto "Himmel & Hölle" gab es beim großen Faschingsumzug so manchen Engel, aber auch so manchen Beelzebub zu bestaunen. Gefühlt waren es in diesem Jahr mehr Wagen wie jemals zuvor, dafür war die Zahl der Fußgruppen merklich geschrumpft. Insgesamt waren es 24 Gruppen, die die Ebensfelder Straßen am Faschingsdienstag in ein Tollhaus verwandelten. Und die konnten sich über mangelnde Zuschauer wahrlich nicht beschweren. Es mögen Tausende gewesen sein, die mitfeiern wollten.
Vielleicht lag das ja daran, dass "Petrus" (Bürgermeister Bernhard Storath) höchstpersönlich am Gaudiwurm teilnahm und für erstklassiges Wetter sorgte. Kräftig gefeiert wurde auf allen Wagen, zu lautstarker Partymusik, so dass die Bordwände wackelten. Einzig die Gendarmen und Ganoven der Musikvereinigung warteten mit handgemachter Musik auf.
Einige Wagen waren von bissigen Sprüchen geziert. Die Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof beispielsweise machte sich über die über Wochen ausgefallene Straßenbeleuchtung lustig: "Bei uns is dunkel, unsra Kinner grieng a Funzel. In der Gema brennt's Licht, drum mach mer o a rots Licht." Der zugehörige Stangentanz der Narren kam bei den Zuschauern bestens an. "DÖlympia" nahm die Dopingdiskussion aufs Korn, die Wiesener karikierten die maroden Gerätschaften der Bundeswehr - ja, und auch die "schwarzen Halunken" und andere Vertreter der hohen Politik bekamen ihr Fett weg.
Die Kicker des TSV Ebensfeld hatten sich "Ronaldo", "Pep" und andere Fußballmillionäre eingeladen, um ihnen dann mitzuteilen, dass man sie hier nicht gebrauchen könne. Den Neudorfern wiederum war der Klimawandel egal: Sollte der Meeresspiegel steigen, der Ort hoch auf dem Bergrücken wäre trotzdem vorerst danj einer Arche nicht gefährdet. Apropos Wasser: Sowohl aus Zapfendorf als auch aus Bad Staffelstein hatten Narrenboote den Ebensfelder "Hafen" angesteuert, natürlich mit ganz viel Bonbons, Brezen und diversen Kaltgetränken an Bord.
Moderiert wurde das närrische Treiben in bewährter Manier an der Hauptstraße/Ecke Kirchgasse von Peter "Kohle" Zapf, der die Narren mit Informationen rund um die Wagenbauer und Fußgruppen "fütterte".
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