Bad Staffelstein
Beleuchtung

Bad Staffelsteiner Laternen nehmen sich Zeit

Die Bad Staffelsteiner Straßenbeleuchtung folgt einem bestimmten Rhythmus. So ganz eingependelt hat sich das System aber noch nicht.
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Kurz vor 17 Uhr ist es am Bad Staffelsteiner Stadtturm schon ziemlich dunkel, doch die Straßenbeleuchtung ist noch aus. Erst wenige Minuten später nahmen die Lampen automatisch den Betrieb auf.Jann Weckel
Kurz vor 17 Uhr ist es am Bad Staffelsteiner Stadtturm schon ziemlich dunkel, doch die Straßenbeleuchtung ist noch aus. Erst wenige Minuten später nahmen die Lampen automatisch den Betrieb auf.Jann Weckel
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Spätestens wenn im Oktober jährlich die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, ist sie da: die dunkle Jahreszeit. Das bedeutet auch eine frühere Inbetriebnahme der Straßenbeleuchtung. In Bad Staffelstein ist in den vergangenen Wochen aber aufgefallen, dass die Laternen den passenden Zeitpunkt häufiger verpasst haben.


Uhrzeit statt Lichtstärke

"Wir sind auf ein Programm von Bayernwerk abgestimmt", erklärt Wolfgang Hörath, Geschäftsleiter der Stadt Bad Staffelstein. Dort sei das An- und Abschalten der Lampen auf eine bestimmte Uhrzeit festgelegt, im Gegensatz zu den Dämmerungsschaltern, die vorher im Einsatz waren. "Es gibt grundsätzlich zwei Varianten", erklärt Burkhard Butz von der Bayernwerk AG. "Der Dämmerungsschalter ist ein Lichtfänger. Wenn eine gewisse Schwelle überschritten wird, dann schaltet er die Beleuchtung ein oder aus." Das habe einen großen Vorteil: "Er ist witterungsabhängig." An besonders dunklen Tagen würde die Beleuchtung daher am Morgen länger laufen und am Abend früher angeschaltet. Der Nachteil: Der Dämmerungsschalter sei beeinflussbar. Irgendetwas könnte ihn verdecken oder Scheinwerfer ihn irritieren - und schon wäre das System ausgehebelt und Laternen würden möglicherweise komplett ausgeschaltet bleiben.

Deshalb bietet die Bayernwerk AG eine zweite Variante an, die auch in Bad Staffelstein genutzt wird. Eine Art Zeitschaltuhr steuert die Straßenbeleuchtung. "Es gibt feste Zeiten pro Tag, die sich jeden Tag verschieben. Das Programm fährt quasi eine Jahreskurve nach", sagt Burkhard Butz. Dieses System sei deutlich weniger anfällig für Störungen und sorge dafür, dass alle Laternen gleichzeitig an oder aus gehen. Eine Anpassung an die Witterung sei aber nicht möglich. "Deswegen hat man an hellen Tagen das Gefühl, die Laternen gehen viel zu früh an. Und an dunklen Tagen zu spät."

"Wir haben leider noch keine eierlegende Wollmilchsau gefunden", so Butz weiter. Eine Lösung, die alle Vorteile vereine, "wäre das Nonplusultra." Dass die programmierten Uhrzeiten in Bad Staffelstein in den letzten Wochen nicht immer optimal waren, sei bekannt, sagt Wolfgang Hörath: "Das haben wir von der Bevölkerung an uns herangetragen bekommen." Bei Bayernwerk weiß man Bescheid. Das System sei noch recht neu und lasse noch Raum für Verbesserungen: "Wir sind noch dabei, das Optimum zu finden", sagt Burkhard Butz. "Besonders in der Phase rund um die Zeitumstellung müssen wir noch nachjustieren und hier und da ein paar Minuten draufpacken."


Natriumdampf und LED

Dann sollen die gelblich leuchtenden Natriumdampflampen rechtzeitig den Dienst aufnehmen. "Da hatten wir ja eine große Umrüstaktion vor fünf oder sechs Jahren", sagt Wolfgang Hörath mit Blick auf diese energiesparende Variante der Straßenbeleuchtung. Inzwischen würden auch vermehrt LED-Laternen aufgestellt, wenn es sich im Rahmen von Neubaumaßnahmen anbiete.
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