Die Neuregelung der Abwasserbeseitigung erwies sich als das beherrschende Thema anlässlich des Bürgergespräches im Gemeindeteil Spiesberg. Dabei nannte Altenkunstadts Erster Bürgermeister Robert Hümmer den Investitionsaufwand mit 1 070 882 Euro für die Neuverlegung des Schmutzwasserkanals mit der SBR-Kleinkläranlage die im Umfeld des bestehenden Klärteichs entstehen soll.

Zuvor war Hümmer im Feuerwehrgerätehaus von Spiesberg auf das Gemeindegeschehen eingegangen. Er kündigte dabei an, dass weitere Kinderkrippenplätze geschaffen werden müssen. Die Sanierung der Grundschule, einschließlich der Sporthalle und Kindertagesstätte werde einen Kostenaufwand von rund sieben Millionen Euro erfordern; die Arbeiten sollten in den Schulferien 2018 beginnen. Erfreulich sei die Entwicklung auf dem Gebiet des Wohnungsbaus.

Ein Thema, das im besonderen Maße Spiesberg betrifft, nannte Bürgermeister Robert Hümmer mit der Abwasserbeseitigung, wobei der Schmutzwasserkanal neu verlegt werden muss und eine Ertüchtigung des bestehenden Mischwasserkanals zur Ableitung von Oberflächenwasser vorgesehen ist. Diese Maßnahme sei im kommenden Jahr vorgesehen.

In der Diskussion erinnerte Gemeinderat Karlheinz Hofmann daran, dass sich die Gemeinde bei ihren Entscheidungen hinsichtlich der Abwasserbeseitigung von Spiesberg auch an die Vorgaben des Landratsamtes von Lichtenfels und das Wasserwirtschaftamtes zu richten habe und sich daher auf ein Trennsystem festlegt. Christian Weberpals und Andrea Bornschlegel sprachen die Informationspolitik der Gemeinde an, die sie sich früher und umfassender gewünscht hätten. Jetzt sei die Einwohnerschaft gleichsam vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Ergänzte meinte Agnes Weberpals, dass jetzt, wo der Ortsteil so schön hergerichtet wurde, mit der Kanalverlegung wieder alles aufgegraben werde; hoffentlich nähmen dadurch die Pflasterflächen keinen Schaden.

Der Bürgermeister sichert zu, dass alles wieder so hergerichtet werde, wie es zuvor der Fall war, und verwies darauf, dass vor dem Beginn der Baumaßnahme noch eine Versammlung und gegebenenfalls eine Begehung in Spiesberg geplant sei, um aufzuzeigen, welche Grundstücke in Anspruch genommen werden.

Auf die Schilfkläranlagen, die offenbar zusehends Probleme bereiten, ging Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling ein. Nach der Neuregelung der Abwasserbeseitigung würden die Werte wieder den Vorgaben der Wasserwirtschaft und des Gesetzgebers entsprechen, meinte er. Die Gemeinde habe so lange eine Abwasserabgabe zu entrichten, gab er zu bedenken, so lange bei ihrer Abwasserbeseitigung die vorgeschriebenen Werte nicht eingehalten werden können.