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Stadtrat

Was wird aus dem Buckendorfer Gewerbegebiet?

Nachdem der Bau eines Gewächshauses vom Tisch ist, bittet Jasmin Schardt darum, über die Auflösung der Buckendorfer Industrieflächen nachzudenken.
Edith und Josef Voll sowie Edwin Bergmann (links) von der Bürgerinitiative blicken auf das Gewerbegebiet Buckendorf, in dem ein großes Gewächshaus errichtet werden sollte. Das Projekt wird nicht realisiert. Ob nun auch noch das Gewerbegebiet aufgelöst wird, wie von Stadträtin Jasmin Schardt gefordert, wird die Zukunft zeigen.  Foto: Stephan Stöckel
 
von STEPHAN STÖCKEL
Die Gemüsebauern Scherzer und Boss aus dem Nürnberger Land sind mit ihrem Vorhaben, im Gewerbegebiet Buckendorf ein Gewächshaus zu errichten, gescheitert. Grund: Die Grundstückseigentümer legten sich quer. Nun wollen die Landwirte aus dem Mittelfränkischen im eineinhalb Kilometer entfernen Feulersdorf im Landkreis Kulmbach Tomaten züchten.


Nachwehen deutlich zu spüren


Die Nachwehen dieser Entwicklung beschäftigten jetzt noch einmal den Weismainer Stadtrat. Jasmin Schardt von der Grün-Offenen Liste forderte die Aufhebung des Gewerbegebiets Buckendorf. Ihre Begründung: "Es ist keine Art von kleinteiligem Gewerbe vorstellbar, bei dem man den kleinen Wald erhalten könnte, der als Lärmschutz zur Autobahn dient." Zudem forderte sie, dass alle angefallenen Kosten für das Gewerbegebiet aufgenommen und dem Gremium vorgelegt werden sollten.

"Das wird schwer nachvollziehbar sein", erwiderte Bürgermeister Udo Dauer (CSU) mit Blick auf das Alter des brachliegenden Areals, das bereits in den Neunzigerjahren ausgewiesen worden war. Zudem bat er Schardt, den Antrag schriftlich bei der Stadt einzureichen. Anschließend werde man ihn im Stadtrat behandeln.
Als "schlecht" kritisierte die Grüne die Außendarstellung seitens der Stadt. Man hätte viel früher mit den Einwohnern von Fesselsdorf sprechen müssen. "Je mehr man die Leute mitnimmt, desto weniger Vorbehalte gibt es", meinte sie.


Dauer weist Vorwürfe zurück


Ein Vorwurf, den Dauer nicht auf sich sitzen lassen wollte. "Wie wäre es gewesen, wenn wir eine Bürgerversammlung einberufen hätten, in der die Grundstückseigentümer erfahren hätten, dass ihre Wiesen und Äcker zur Disposition stehen? Das hätten diese sicher nicht für schön empfunden."

Aus diesem Grund habe man zunächst eine Informationsfahrt für Eigentümer, Anlieger und Stadträte nach Mittelfranken auf einen Betrieb der Antragsteller unternommen. Im November habe man dann das Thema auf die Tagesordnung der Bürgerversammlung gesetzt. "Auch in einem neuen Fall würden wir wieder so vorgehen", sagte der Bürgermeister.


Falsche Argumente?


Dass sich eine Bürgerinitiative (BI) gebildet habe, bezeichnete Schardt als ein "Zeichen gelebter Demokratie". Mit dieser Gruppierung ging sie aber auch hart ins Gericht: "Die Diffamierung ausländischer Mitarbeiter als Kriminelle ist für mich eine unerträgliche Stimmungsmache." Mit lautstarkem Klopfen begrüßten die Stadträte ihre Äußerung.

In eine ähnliche Kerbe schlug auch Janine Brunecker von der Gemeinschaft Unabhängiger Bürger (GUB). Sie warf der Bürgerinitiative vor, mit falschen Argumenten gearbeitet zu haben. Zugleich machte sie deutlich, sich mit dem Antrag Schardts anfreunden zu können: "Wir sollten uns mit der Auflösung auseinandersetzten, denn anscheinend ist ein Gewerbegebiet dort nicht erwünscht."

Udo Dauer stellte klar, dass es mit einem einfachen Beschluss nicht getan sei, mit dem die Aufhebung der Satzung beschlossen werde. So wie man das Baugebiet aufgestellt habe, müsse man es auch wieder auflösen. "Dazu müssen die Träger öffentlicher Belange gehört werden", sagte der Bürgermeister.
Den beiden Gemüsebauern drückte er die Daumen für ihr Vorhaben in Feulersdorf.


Mehr Licht im Kastenhof


Michael Bienlein (CSU) erinnerte daran, dass die Stadt bereits Grundstücke innerhalb des Gewerbegebietes erworben habe. "Mit einer Auflösung würden wir uns nur selbst schädigen", meinte er. Zielführender wäre es, diese anzubieten.

Im historischen Kastenhof in Weismain gibt es an jedem dritten Donnerstag im Monat frisches Obst- und Gemüse zu kaufen. Doch anders als in Burgkunstadt, wo der Markt gut angenommen wird, ist er in Weismain schlecht frequentiert.


Grüner Markt am Marktplatz


Gabriele Huber (GUB) plädierte dafür, nach dem Vorbild von Burgkunstadt, den grünen Markt zukünftig auf dem Marktplatz durchzuführen, wo sich mehr Leute aufhielten. Dauer zeigte sich offen für den Vorschlag: "Wir sollten im Frühjahr damit beginnen."

Hierzu teilte das Stadtoberhaupt mit, dass der normale Markt in Absprache mit den Fieranten ab den kommenden Jahr nur noch in den sechs umsatzstärksten Monaten Februar, März, April, Oktober, November und Dezember stattfinden werde. Das Gremium nahm die zur Kenntnis.
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