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Naturschutz

"Volkszählung" bei den Feuersalamandern im Landkreis Lichtenfels

Die gelb-schwarze Schönheit steht auf der Roten Liste. Naturschützer zählen derzeit, wie oft und wo der Feuersalamander im Landkreis vorkommt.
Die Kartierer von links: Fred Goller, Uli Völker, Jan Ebert, Eva Schubert und Volker Woitzik beim Auswerten von Fundorten des Feuersalamanders Fotos: LBV
 
In Zusammenarbeit mit der Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein führt die Kreisgruppe Lichtenfels des Landesbunds für Vogel- und Artenschutz (LBV) derzeit eine Bestandserfassung der Feuersalamander im Landkreis Lichtenfels durch.
Die letzte Erfassung liegt bereits über 20 Jahre zurück und soll nun aktualisiert werden. Diese Daten werden an das bayerische Landesamt für Umwelt und Naturschutz (LfU) weitergeleitet und dort für die Artenschutzkartierung verwendet. Die genaue Erfassung seltener Tier- und Pflanzenarten ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit von Naturschutzbehörden, Kommunen und wissenschaftlichen Einrichtungen.


Er liebt Laub- und Mischwälder

Daraus entwickelt das LfU dann Ziele, Strategien und Planungen für eine nachhaltige Nutzung und Sicherung unserer Umwelt. Feuersalamander bevorzugen strukturierte Laub- und Mischwälder mit natürlichen Quellen sowie klare und kühle Bachläufe für die Larven. An einigen Stellen im Landkreis Lichtenfels wurden damals bereits Exemplare des Feuersalamanders nachgewiesen. Diese Orte wurden nun erneut aufgesucht, um zu überprüfen, ob der Feuersalamander dort noch vorkommt oder ob der Fundort erloschen ist. Aber auch neue Suchgebiete werden erkundet.
Einige Mitglieder der Kreisgruppe des LBV sind deshalb auf der Suche im gesamten Landkreis Lichtenfels unter anderem im Banzer Wald, im Langheimer und Lichtenfelser Forst, im Döbertengrund und rund um den Staffelberg. Bisher konnten schon einige erwachsene Tiere, aber auch viele Larven dieser interessanten Salamanderart gefunden werden. An manchen Fundorten von damals wurde der Feuersalamander aber aktuell auch nach mehrmaliger Suche nicht mehr angetroffen. Das hat mehrere Gründe: Oft waren Bachläufe oder Quellen nicht mehr vorhanden oder sind seit Jahren ausgetrocknet.
Teilweise wurde aber auch der Lebensraum der Feuersalamander wesentlich verändert durch landwirtschaftliche Intensivnutzung oder bauliche Veränderungen der natürlichen Quellbereiche. Übrigens: Gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist der Feuersalamander in Deutschland "besonders geschützt". Dies bedeutet unter anderem, dass die Tiere nicht eingefangen, verletzt oder getötet werden dürfen. Der Feuersalamander ist aktuell auf der Roten Liste der Tiere Bayerns als "gefährdet" eingestuft.
Falls Sie auch einen Feuersalamander gesehen haben, können Sie den Fundort und das Funddatum gerne melden auf www.lichtenfels.lbv.de"

red
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