Renovierung

Vereinstreff in Neuses wird rausgeputzt

Die alte Schmiede wird von der Dorfgemeinschaft Neuses am Main in Eigenregie saniert. Die alten Ziegel sind schon runter, neue kommen am Samstag drauf.
Im ersten Schritt wurde die Ziegeleindeckung der alten Schmiede abgetragen und entsorgt. Fotos: Dieter Radziej
 
Der alten Schmiede in ihrem Heimatort wandte sich die Dorfgemeinschaft von Neuses am Main zu. Dabei konnten in einem ersten Schritt die erforderlichen Arbeiten im Dachbereich bewältigt werden.

1716 erteilte der Kurfürst zu Mainz und Bischof von Bamberg die Genehmigung zum Bau der Schmiede. Daher hatte die Einwohnerschaft in diesem Jahr auch einen besonderen Anlass, das Kirchweihfest zusammen mit dem Ereignis "300 Jahre alte Schmiede" zu feiern.

Wenn ein Haus allerdings so lange steht, nagt im Lauf der Jahrhunderte natürlich auch der Zahn der Zeit am Gebäude. Schon seit langem wurden diese Schäden erkannt, und jetzt nahm sich die Dorfgemeinschaft mit Unterstützung der Stadt Burgkunstadt, die zugleich Eigentümer dieses prägenden Bauwerks ist, dieser Aufgabe an.

Einer der Hauptorganisatoren, der Vorsitzende der Feuerwehr von Neuses am Main, Reinhold Sterzer, zeigte sich erfreut darüber, dass der Aufruf nach Freiwilligen so große Resonanz fand. Trotz der Feldarbeiten und des Mais Silierens, die bei den Landwirten ganz einfach Vorrang haben mussten, fand sich eine "stattliche Mannschaft" zusammen mit Motorsägen, Hämmern, Nageleisen et cetera ausgestattet. Als ein Gerüst aufgebaut war, konnte das Dach abgedeckt und die Ziegel entsorgt werden.

Wegen der ungünstigen Wettervorhersagen wurde die ganze Schmiede mit einer Folie überdeckt. Mit Blick auf die große Gemeinschaftsaufgabe, die angegangen wurde, sagte Bürgermeisterin Christine Frieß: "In Neuses am Main, da geht was." Der gesamte Sanierungsaufwand ist mit rund 40 000 Euro veranschlagt, wobei die Dorfgemeinschaft Eigenleistungen in der Größenordnung von 15 000 Euro erbringen wird. Den Rest zahlt die Stadt Burgkunstadt und versucht, Zuschüsse unter anderem beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zu halten.
Am Ende des gemeinschaftlichen Arbeitstags freuten sich alle, dass sie bei der Sanierung der alten Schmiede einen guten Schritt vorangekommen waren.

Der nächste Arbeitsdienst ist am kommenden Samstag geplant. Dann sollen Bretter auf die Dachsparren kommen, bevor das Dach in der übernächsten Woche wieder neu eingedeckt werden kann. Wenn alle weiteren Maßnahmen, wie die Ausbesserung des Fachwerks und die Erneuerung von Deckenbrettern, erledigt sind, hofft die Dorfgemeinschaft, in etwa vier Wochen fertig zu sein.
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