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Laientheater

Tiefer Blick in menschliche Abgründe

Die Hochstadter vollziehen bei ihrem Stück "Außer Spesen nichts gewesen" einen Generationenwechsel.
Opa Gustav (Udo Stöcker, links) und sein Freund Max (Werner Troche) sind schon voller Vorfreude. Foto: Werner Hauber
 
Mit einer fulminanten Premiere startete das Ensemble der Theatergruppe am Samstag in die Theatertage. In diesem Jahr scheint Vieles etwas anders zu sein, als man es aus den vergangenen Jahren kennt.
Zum einen musste die Laienspielschar, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiert, erstmals ihre Stammspielstätte wechseln. Dies geschah zwar nicht ganz freiwillig, ist jedoch im Nachhinein betrachtet zumindest bühnentechnisch eine absolute Bereicherung. In der neuen Spielstätte, einer Lagerhalle der Firma Stöcker in der Wolfslocher Straße, wurde von den Mitgliedern nämlich eine schöne große Bühne mit drei Ausgängen sowie modernste Vorhang- und Beleuchtungstechnik eingebaut. Ein weiterer erwähnenswerter Umstand ist, dass bei dem Schwank "Außer Spesen nichts gewesen" ein merklicher Generationswechsel bei den Stammspielern stattgefunden hat. Mit Helena Deuerling, Tamara Manzan, Marian Tribale und Andreas Oppel sind gleich vier ehemalige Jugendspieler in die Erwachsenenriege aufgerückt.


Ein "kleines bisschen anders"

Zu guter Letzt ist es das Stück selbst, das, so viel sei verraten, ein "kleines bisschen anders" ist, als man die Bühnenstücke aus der Feder von Bernd Gombold sonst so kennt. Lässt es doch mit einem Augenzwinkern ganz schön tief in menschliche Abgründe blicken. Eines jedoch ist geblieben, wie es immer war, nämlich die Tatsache, dass beim Publikum kein Auge trocken bleibt. Nein, es wird nicht nur gelacht, es wird zum Teil geschrien vor Vergnügen - oder vor Verzückung - je nachdem. Sowohl die alten Hasen als auch die Nachwuchsspieler verkörpern ihre Rollen brillant und routiniert. Die gehörige Prise Selbstironie darf bei dieser spritzigen und turbulenten Komödie natürlich auch nicht fehlen. Als Fazit bleibt, dass die Theatergruppe ihre von Jahr zu Jahr größer werdende Fangemeinde einmal mehr begeistert.
Zum Inhalt: Bei Familie Müller herrscht Aufbruch-Chaos, denn alle Familienmitglieder stehen kurz vor einer Reise. Mutter Elisabeth (Barbara Lunz) fährt zur Kur, Tochter Sabrina (Helena Deuerling) will mit ihrem neuen Freund zu einer Rucksacktour nach Tibet aufbrechen und Opa Gustav (Udo Stöcker) muss an einer Seniorenwallfahrt teilnehmen. Vater Gottfried (Georg Deuerling) packt die Tasche für eine berufliche Fortbildung, hat sich aber dummerweise das Bein verstaucht. Elisabeth zögert deshalb, die Kur überhaupt anzutreten, doch ihr Mann setzt alles daran, dass alle Familienmitglieder wie geplant verreisen. Das hat auch seinen Grund. Gottfried will sich in der "sturmfreien" Zeit mit Natascha (Tamara Manzan) aus dem zwielichtigen Gewerbe vergnügen. Doch Gottfrieds Vorbereitungen werden von der aufdringlichen Nachbarin Hanna (Jutta Fleischmann) durchkreuzt, und andauernd klingelt Martin (Marian Tribale), der sympathische Paketbote und bringt Pakete mit kompromittierendem Inhalt. Der Opa schützt seine Reise ebenfalls nur vor, um die sturmfreie Bude für ein Gelage mit seinem Freund Max (Werner Troche) zu nutzen. Elisabeths Mutter (Christa Giese), zum Blumengießen bestellt, fällt angesichts dessen, was sie vorfindet, in Ohnmacht.


Das blanke Chaos herrscht

Und Elisabeth kommt auch wieder nach Hause, sie will sich daheim von dem charmanten Heiler Yogi (Andreas Oppel) behandeln lassen. So herrscht das blanke Chaos, weil keiner wie geplant verreist ist, und jeder versucht, durch wilde Geschichten sein "kleines Geheimnis" zu vertuschen. Am Ende stellt sich heraus, dass Yogi und Natascha Betrüger sind. Und Tochter Sabrina? Sie erteilt ihren Eltern eine heilsame Lektion und kommt zum Schluss mit dem Paketboten Martin zusammen. Regie führt in gewohnter Weise Yvonne Österreicher.
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