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Kultur

Sherlock Holmes ist auch dabei

Von den einst drei öffentlichen Büchereien existiert nur noch die der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Krimis werden gerne ausgeliehen
Katharina Hofmann (rechts) gehört zum fünfköpfigen Mitarbeiterteam, das die öffentliche Bibliothek im evangelischen Kreuzberg-Gemeindezentrum Altenkunstadt betreut. "Leseratte" Paulina lässt sich von ihr gerne beraten.  Foto: Bernd Kleinert
 
von BERND KLEINERT
Einst gab es in Altenkunstadt drei öffentliche Bibliotheken, die "Leseratten" mit "Futter" versorgten. Die Büchereien der katholischen Pfarrgemeinde und des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt bekamen in den 1980er und 1990er Jahren die Auswirkungen des modernen Medienzeitalters besonders zu spüren und schlossen mangels Nachfrage für immer ihre Pforten. Geblieben ist die Bibliothek der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Und das in einer Zeit, in der das E-Book dem gedruckten Buch mehr und mehr Konkurrenz macht.


Bilderbücher und kindgerechte Literatur

Die 1960 gegründete Bücherei befand sich ursprünglich im Strössendorfer Pfarrhaus. Im Oktober 1971 wurden die Bände nach Altenkunstadt verlagert. Im neu errichteten Kreuzberg-Gemeindezentrum stand für sie ein eigener Büchereiraum zur Verfügung. Die Zahl der Schmöker wuchs von Jahr zu Jahr. Das hatte zur Folge, dass schon bald der Platz knapp wurde. In den 1980er Jahren brachte man deshalb einen Teil der Bände in der Sakristei der Kreuzbergkirche unter. Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde waren sich darüber im Klaren, dass dies nur eine Übergangslösung sein konnte. 1997 wurde daher das Gemeindezentrum um einen einstöckigen Bücherei-Anbau erweitert. In den gemütlich gestalteten Räumen mit Leseecken hat alles seinen festen Platz. Das erleichtert das Suchen und Auswählen. So befinden sich im Obergeschoss Bilderbücher für Mädchen und Jungen im Vorschulalter sowie für Kinder, die "erste Gehversuche" im Lesen machen. Kindgerechte Literatur gibt es auch für das erste und zweite Lesealter, also für Kinder von sechs bis acht beziehungsweise neun bis zwölf Jahren. Im Rahmen von Lesewochen besuchen Kindertagesstätten und Grundschulklassen die Bücherei. Auch ein "Leselöwe" war hier schon zu Gast. Von jungen Bücherwürmern gerne gelesen wird Mary Pope Osborns Buchreihe "Das magische Baumhaus". "Von Jeff Kinneys' ,Gregs Tagebuch' haben wir zehn Bände parat", erzählt Katharina Hofmann, die zusammen mit Karen Fiedler, Ursula Luschner und Angelika Holhut die Bibliothek leitet. Unterstützt werden sie von Andrea Schmidt, die bei Bedarf aushilft.


Umfanreiches Sortiment für Jugendliche

Attraktiv ist das Angebot für Jugendliche ab 13 Jahren. Sie können aus einem umfangreichen Sortiment an Sachbüchern zu den Themenbereichen Religion, Geografie, Geschichte, Naturwissenschaften und Experimente, Neue Medien, Sport, Kreatives Arbeiten, Technik und Raumfahrt auswählen. Das Erdgeschoss der Bibliothek ist der Erwachsenenliteratur vorbehalten. In den Regalen stehen Biografien und Romane, darunter viele Klassiker. "Frauen leihen vor allem Krimis aus", weiß Hofmann. Für Nervenkitzel sorgt Rita Falks "Leberkäsjunkie". Auch Krimis aus Skandinavien gehen der Mitarbeiterin zufolge sehr gut. Agatha Christie und der von Sir Arthur Conan Doyle erdachte Meisterdetektiv Sherlock Holmes dürfen im Sortiment nicht fehlen. Wer auf Liebesromane steht, greift zu Jojo Moyes "Weit weg und ganz nah". "Auch die Bücher von Ella Danz, einer gebürtigen Coburgerin, sind sehr gefragt", berichtet Hofmann.


2250 Bücher im Bestand

Der Buchbestand der öffentlichen Bibliothek wird regelmäßig aktualisiert. Schadhafte Exemplare und Bücher, die kein Interesse mehr finden, werden ausgemustert. Zurzeit verfügt die Bücherei über 2250 Bände. Für Neuanschaffungen stehen der Einrichtung pro Jahr rund 1000 Euro zur Verfügung. "Ein knapp bemessener Etat, wenn man bedenkt, dass ein gutes Buch nun mal seinen Preis hat", meint Hofmann. Aber auch die Pflege der Bücher, die mit Folie eingebunden werden, kostet Geld.

Umso dankbarer ist man daher für Spenden. Konnten früher sämtliche Bände kostenlos ausgeliehen werden, so ist das heute auf Grund knapper Finanzen nicht mehr möglich. Doch bereits für eine einmalige Entleihgebühr von drei Euro pro Jahr kann eine ganze Familie lesen, so viel sie will. Das Leitungsteam der evangelischen öffentlichen Bibliothek in Altenkunstadt steht interessierten Bürgern das ganze Jahr über zur Verfügung, sogar in den Schulferien. Geöffnet ist die Bücherei jeweils montags von 17 Uhr bis 18 Uhr und mittwochs von 16 Uhr bis 17 Uhr.
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