Bad Staffelstein
Sitzung

"Schwarzbau" erzürnt Bauausschuss Bad Staffelstein

Nicht zum ersten Mal hat ein Schwabthaler ein Vorhaben umgesetzt und erst im Nachhinein den nötigen Bauantrag eingereicht.
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Ärger wegen einer nichtgenehmigten Hackschnitzelheizung in Schwabthal gab es in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Bad Staffelstein. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Ärger wegen einer nichtgenehmigten Hackschnitzelheizung in Schwabthal gab es in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Bad Staffelstein. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Gleich in der ersten Sitzung des neuen Jahres brauchten die Mitglieder des Bauausschusses gute Nerven. Für Ärger und Unmut sorgte ein Bauwerber, der es bei der Umsetzung eines Vorhabens zum wiederholten Mal nicht so genau mit den Vorschriften nahm.


Hackschnitzelheizung einfach eingebaut


Konkret ging es um einen vorliegenden Antrag auf den Einbau einer etwa fünf mal fünf Meter großen Hackschnitzelheizung im Kellerraum sowie die parallele Einrichtung eines unterirdischen Lagerbunkers im Zentrum von Schwabthal.

Die unterirdische Hackschnitzelanlage ist überfahrbar und im Hofbereich des Bauwerbers angesiedelt. Wohlgemerkt "ist" - denn der Bau wurde bereits errichtet.


Vor den Kopf gestoßen


Damit hat der Antragsteller das Gremium wiederholt vor den Kopf gestoßen, hatte er doch an der Stelle in Schwabthal, an der seine frühere Hackschnitzelheizanlage abgebrannt war, ohne Genehmigung mit dem Bau eines als Maschinenhalle und Blockheizkraftwerk dienenden Energiehauses begonnen.

"So geht es natürlich nicht", schüttelte Bürgermeister Jürgen Kohmann den Kopf. "Nun stellt er uns erneut vor vollendete Tatsachen, das stößt bei mir auf wenig Verständnis."

Ihre Verärgerung über ein solch eigensinniges Verhalten äußerten auch die übrigen Gremiumsmitglieder, etwa Wolfgang Herold (CSU): "Wir sollten jetzt Rückgrat zeigen und Tacheles reden."


Einvernehmen verweigert


Wie Kohmann weiter erläuterte, ist allerdings das Landratsamt die zuständige Genehmigungsbehörde und nicht von der Zustimmung des Ausschusses abhängig. Um hier aber ein Zeichen zu setzen, empfahl er, das gemeindliche Einvernehmen zu verweigern, was dann auch per Akklamation erfolgte.
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