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Gemeinderat

Schneller, transparenter, einfacher

Jährlich begutachtet der Markt Ebensfeld Bäume an verkehrsreichen Plätzen - eine neue Software vereinfacht diesen Prozess nun enorm.
Eine Trauerweide in Unterneuses ist mit einer Plakette versehen - die Nummer 161152 liefert alle nötigen Informationen zum Baum, innerhalb weniger Sekunden.  Fotos: Sarah Stieranka
 
von SARAH STIERANKA
Alt, reif, beschädigt, jung, verkehrsgefährdend: Ein Baum ist nicht gleich ein Baum. Das weiß auch das Bauamt der Gemeinde Ebensfeld. Seit Jahren begutachtet und protokolliert es regelmäßig Bäume an Gebäuden und Straßen. Der Papierkram ist nun endgültig Geschichte - eine neue Software ermöglicht mehr Transparenz, eine schnelle Informationsbeschaffung und spart ordentlich Zeit.

Der Markt Ebensfeld hat sich den digitalen Helfer sowie die Begutachtung der Bäume durch einen Fachmann etwa 20 000 Euro kosten lassen. Auf einen Klick erhält Hubert Reuß vom Bauamt nun sämtliche Informationen zu den Bäumen - Alter, Schaden, Art, Kronenbreite, Höhe sowie den Stammumfang.

Beim Gutachten wurden nur Bäume aufgezeichnet, die für den Verkehr relevant sind. Also jene, die an Gehwegen, Schulen, Badeplätzen oder Gebäuden liegen. Bäume aus Außenbereichen oder in den Wäldern wurden nicht berücksichtigt.

An mehreren Tagen im Juni und Juli trug ein Gutachter so insgesamt 1073 frei stehende Bäume und 102 Baumgruppen mit 1290 Bäumen zusammen. Etwa 50 Prozent von ihnen befinden sich noch in der Reifephase, einer Phase, in der sie sich noch je nach Lage und Baumart entwickeln. Die Standorte wurden mit einer GPS-Antenne eingemessen und ins System übertragen.

Die Aufzeichnung von Bäumen in Verkehrsbereichen ist Pflicht, sagt Reuß. Bis zu zwei Mal im Jahr wird die Begutachtung wiederholt- die neuen Daten werden im System aktualisiert. "Mit dem Programm können wir schneller reagieren", versichert Reuß. Reagieren muss der Markt Ebensfeld in 295 Fällen. Allein in 50 Prozent dieser Fällen muss im nächsten Jahr eingeschritten werden, etwa 10 Prozent der Fälle wurden mit der zweithöchsten Priorität eingestuft. Dort muss spätestens in sechs Monaten eine Maßnahme erfolgen. Der Grund: Holzschäden, Totholz, Wurzelentwicklung und Zwieselbildung.

Diese Defizite lassen sich meist nicht kompensieren. Das Problem: Einige Bäume sind für den Artenschutz und den Erhalt von Lebensräumen wertvoll. Da hilft nur noch eine fachgerechte Baumpflege. Doch die Verkehrssicherheit hat oberste Priorität. Für 31 Bäume kommt wohl jede Hilfe zu spät. Wegen mangelnder Verkehrssicherheit oder fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten werden sie jetzt wohl gefällt.

Wie wichtig regelmäßige Kontrollen sind, weiß auch Bernhardt Gehringer (CSU/JB), der in der Sitzung um ein Begutachtung des Ortsteils Prächting bat. Dort musste das Ratsmitglied am Kellbach erst kürzlich einen Baum von der Straße räumen. Doch: Hubert Reuß machte keine großen Hoffnungen. "Ich kann nicht jeden Baum protokollieren."

Weitere Themen aus dem Marktgemeinderat in Ebensfeld:

Feuerwehrhaus Der Baubeginn für das Feuerwehrhaus findet im Frühjahr 2017 statt - laut Plan der 1. März.

Waldkindergarten Seit dem 1. September 2016 ist die Waldkindergartengruppe aktiv. Die Kosten für den Markt Ebensfeld belaufen sich derzeit auf ungefähr 66 827 Euro: 63 975 Euro für die Anschaffung des Bauwagens und des Vordachs, fast 3 000 Euro wurden in die Gestaltung des Platzes investiert - inklusive Baumgutachten- und fällungen. Das Defizit für das Haushaltsjahr wird zu 100 Prozent vom Markt Ebensfeld getragen.

Ersatzbepflanzung Nachdem am Kinderspielplatz in Messenfeld Obstbäume gefällt wurden, forderte die Fraktion der Freien/Jungen Wähler eine Ersatzbepflanzung mit Obstbäumen. Bürgermeister Bernhard Storath (CSU/JB) lehnt das ab. "Wir pflanzen keine Bäume mehr, die Wespen anziehen. Es gibt schönere Bäume", erklärte er in der Sitzung.

Baugebiet Für ein Grundstück in Unterneuses östlich der bestehenden Ökosiedlung in Richtung Pferdsfeld gibt es Interessenten. Sie möchten eine Biomasseheizung in Verbindung mit einer Nahwärmeversorgung errichten. Es sollen bis zu sechs Wohneinheiten entstehen. Das Gremium stimmte einem Bebauungsplan zu.
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