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Region  // Lichtenfels

Bilanz

Korbmarkt füllt die Taschen

Auf gut zwei Millionen Euro beziffert Citymanager Steffen Hofmann den Umsatz, der sich in Lichtenfels nach dem Fest der Feste hängenbleibt.
Was bleibt in der Tasche nach dem Korbmarkt? Dieser Frage ging Citymanager Steffen Hofmann in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses nach. Unser Archivbild zeit einen Stand vom Korbmarkt des vergangenen Jahres bei der Stadtpfarrkirche. Foto: Barbara Herbst (Archiv)
 
von ANDREAS WELZ
Der Korbmarkt spült gut zwei Millionen Euro in die Kassen der heimischen Unternehmen. Das rechnete Citymanager Steffen Hofmann den Mitgliedern des Hauptausschusses am Dienstag in der ehemaligen Synagoge vor. Jeder der geschätzten 80 000 Besucher, darunter viele Übernachtungsgäste, lasse im Schnitt 25,30 Euro in der Korbstadt.
Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) war mit der Bilanz der Veranstaltung zufrieden, obwohl der Fehlbetrag sich in diesem Jahr von 133 000 auf 154 000 Euro erhöhte. Das schlechte Wetter und erhöhte Ausgaben, zum Beispiel bei der Sicherheit, hätten die Bilanz geschmälert. Trotzdem sei der Korbmarkt auch für die Dienstleister und das Flechthandwerker folgreich. "Es gilt jetzt, die Qualität weiter auszubauen", sagte er. Die Strategie, die Veranstaltung modern aufzuziehen, solle weiterhin beibehalten werden. Arnt-Uwe Schille (SPD) fasste zusammen: "Die Wertigkeit des Korbmarkts wächst international. Wir sind auf dem richtigen Weg." Bernhard Christoph (Bündnis 90/Grüne) bezeichnete den Korbmarkt als Leuchtturm in Bayern. Er habe sich ständig verbessert, sagte er. Über die Schirmherrschaft könne noch diskutiert werden.
Den Vorschlag von Philipp Molende (Junge Bürger), die Veranstaltung vorzuverlegen, damit das Wetter mitspiele, wurde vom Bürgermeister und dem Citymanager abgelehnt. Der Termin habe sich etabliert und das Wetter könne auch ein paar Wochen früher genauso schlecht sein. Hügerich gab auch die Ferienzeit zu bedenken und Großveranstaltungen in der Region, die dann terminlich mit dem Korbmarkt zusammenfallen würden. Roland Lowig (Wählergemeinschaft Leuchsenthal Jura) kritisierte den Service und wünschte sich hauptamtliche Bedienungen. Er relativierte die hohen Arbeiterlöhne der Bauhofmitarbeiter: "Die Leute müssen ohnehin bezahlt werden."


Gut angelegtes Geld

Der Leiter des Bürgermeisteramtes, Sebastian Müller, erläuterte die Gesamtkosten. Die Personalkosten schlügen mit 87 862 Euro und die Sachkosten mit 66 850 Euro zu Buche. Den Anteil des Stadtmarketings bezifferte er auf 31 206 und den Anteil des Zentrums für Europäische Flechtkultur auf 17 272 Euro. Die Werbung lasse man sich 9400 Euro kosten. Bürgermeister Hügerich sah hier das Geld gut angelegt und erinnerte daran, dass die Medien ausführlich und positiv über den Korbmarkt berichteten.
Zum Konsultationsverfahren des Netzentwicklungsplanes 2030 informierte er, dass sich die Stadt der Auffassung des Kreisausschusses zu dem Projekt P 44 mod. anschließe. Es handele sich um den Stromnetzausbau von Altenfeld über Würgau nach Ludersheim bei Nürnberg. Die Stadt lehne eine weitere Stromtrasse oder einen weiteren Ausbau von Stromtrassen in ihrem Stadtgebiet ab.
Der Bürgermeister gab bekannt, dass die nächste Bürgerversammlung am 2. April in der Gaststätte Schardt in Trieb stattfindet.
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