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Betreuung

Im Wald toben sich die Ebensfelder "Füchse" aus

Für der Ebensfelder Nachwuchs gibt es eine Kindergartengruppe in der Natur. Das Angebot wird sehr gut angenommen.
Händewaschen muss auch in einer Waldgruppe sein.  Foto: Gerda Völk
 
von GERDA VÖLK
Die offizielle Einweihung des Waldkindergartens in Ebensfeld ähnelte einem kleinen Volksfest. Nicht nur Eltern, Großeltern und weitere Verwandte der neuen Kinderartengruppe, die "Füchse" waren in das Waldstück in der Nähe von Prächting gekommen, sondern auch viele interessierte Bürger aus dem gesamten Landkreis Lichtenfels. Manch einer nutzte das schöne Herbstwetter zum Ausflug.

Ulrike Zenk, Leiterin der Kindertagesstätte St. Michael, zu der auch die Waldkindergartengruppe gehört, ging auf die Vorgeschichte ein. Ein erstes Gespräch mit Bürgermeister Bernhard Storath und Theo Lunkenbein, dem Kindergartenbeauftragten der katholischen Kirchenstiftung , fand im November 2015 statt. Es folgten Gespräche mit dem Träger, dem Kirchenrat, Gemeinderäten, der Erzdiözese Bamberg und mit Eltern. Dann wurde ein Waldgrundstück gefunden, neue Mitarbeiterinnen eingestellt und ein pädagogisches Konzept erstellt. Die Schreinerei Wunner fertigte den Waldwagen, der wenige Tage vor Beginn des Kindergartenjahrs in den Wald gebracht wurde.

Das Genehmigungsverfahren habe ihn einige graue Haare gekostet, erklärt Bürgermeister Bernhard Storath. "Am Ende des Tags hat es sich gelohnt", lautete sein Fazit.

Die Kosten der Einrichtung belaufen sich auf rund 60 000 Euro. "Das ist gut investiertes Geld", so der Bürgermeister. Was ihn am meisten freut, ist, dass bereits Schwangere ihren Nachwuchs für die Waldkindergartengruppe anmelden.

Als Beauftragter des Trägers brachte Pfarrgemeinderat Harald Klier seine Freude über das gelungene Projekt zum Ausdruck: "Der schönste Raum ist der Freiraum und den geben Sie den Kindern." Pfarrer Rudolf Scharf segnete die Einrichtung.


Begeisterte Kinder

Seit knapp sieben Wochen geht Malte (dreieinhalb Jahre) in die Waldgruppe. Die Frage, ob es ihn gefalle, beantwortet der Junge mit einem fröhlichen Lachen und er nickt heftig mit dem Kopf. Dann ist er auch schon wieder weg.

"Malte ist ein quirliges Kind, es tut ihn gut im Wald zu sein", sagt seine Mutter Iris Götting-Henneberg. Ob ihre beiden anderen Kinder auch einmal eine Waldgruppe besuchen werden, werde sich noch zeigen. Diese Form der Betreuung müsse auch zu den Kindern passen, sagt Götting-Henneberg. Für ihren Zweijährigen könnte sie sich das gut vorstellen, "der ist auch ein Draußen-Typ".

Das Interesse an der neuen Einrichtung ist groß. "An manchen Wochenenden kamen bis zu 50 Besucher in den Wald", berichtet Zenk. Allerdings haben manche nicht auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz gehalten, sondern sind mit dem Auto direkt auf das Kindergartengelände gefahren. Zenk fände es schade, wenn dabei etwas zerstört werden würde. Wenn etwas, was am Vortag von den Kindergartenkindern gebaut worden sei, nicht mehr da sei, dann seien die kleinen "Füchse" traurig. "Anschauen und bewundern geht, aber alles so lassen wie es ist", rät Bürgermeister Bernhard Storath.

Auch bei den Eltern ist das Interesse an dieser Form der Kinderbetreuung groß. Für das Kindergartenjahr 2016/2017 sind alle Plätze belegt.


Schon eine Warteliste

Darüber hinaus existiert eine Warteliste bis 2019. Kinderartenleiterin Zenk führt das große Interesse ein Umdenken zurück. Eine Art Ausstieg aus der Reizüberflutung . Ein Zurück zu Natur.

Und Natur gab es viel zu erleben. Während Eltern es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich machten, hatten die Kinder die Gelegenheit, sich im Freien zu betätigen.
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