Kult-Zweitakter

Ein Stück Bella Italia in Maineck

Vespa-Fans aus nah und fern treffen sich am Sonntag beim italienischen Nachmittag des Radfahrer-Vereins Viktoria.
Der Altenkunstadter Ortsteil Maineck wird am 25. September wieder zum Mekka für Vespa-Fans. Ab 14 Uhr steigt im Radlerheim ein italienischer Nachmittag. Foto: Stephan Stöckel
 
von STEPHAN STÖCKEL
Ob muskelbetrieben oder mit Zweitaktmotor - Zweiräder sind im Altenkunstadter Ortsteil Maineck in. Den Grundstein dafür legte vor 108 Jahren der Radfahrer-Verein Viktoria Maineck, der sich vor über einem Jahrzehnt auch noch mit dem Motorroller-Virus infizierte. Während bei den Drahteseln die Marke keine Rolle spielt, schwören die Mainecker bei den Zweirädern mit PS auf La Dolce Vita. Das schmucke Radlerheim in Maineck ist am Sonntag, 25. September, ab 14 Uhr Anlaufpunkt für Vespa-Fans aus nah und fern zum italienischen Nachmittag.

Darauf angesprochen, was die Faszination der italienischen Marke Vespa ausmacht, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten zu hören: "Man bremst ab, schaltet herunter und fährt dann mit Schwung durch die Kurve. Das ist für mich einzigartig", glänzen voller Bewunderung die Augen von Oskar Bär, der zu den eingefleischten Vespa-Anhängern im Radfahrer-Verein zählt. Silke Auer spricht den Handwerker im Mann an, als sie mit Blick auf ihren Mann Michael feststellt: "An einer Vespa kann man mit ein bisschen Hintergrundwissen selbst herumschrauben."


Ein Auge für Schönheit

Während Dieter Baumann das für ihn stimmige Design des Gefährts wortreich mit den Kurven einer schönen Frau vergleicht, fühlt sich seine Ehefrau an die letzte Ausfahrt in die Fränkische Schweiz erinnert: "Ich genoss die malerische Landschaft, weil es bei einem Roller nicht um Schnelligkeit geht. Bei der Einkehr in die urige Gastwirtschaft wurde unser Hobby sofort zum Gesprächskatalysator."


Vor fünf Jahren

Aus dieser Leidenschaft heraus beschloss man vor fünf Jahren, ein regelmäßiges Treffen für Vespa-Freunde zu organisieren. "Am letzten Sonntag im September lassen viele Fahrer, die meist nur über ein Saisonkennzeichen verfügen, die Zweiradsaison mit einem Aufenthalt in Maineck ausrollern", erklärt Michael Auer. Zahlreiche Rollerfahrer aus dem Bamberger, Bayreuther und Kulmbacher Land werden wieder zu einer gemeinsamen Ausfahrt über die Fränkische Schweiz an den Obermain anreisen.

Im vergangenen Jahr flanierten Hunderte Besucher an Dutzenden Fahrzeugen vorbei, von denen jedes sein eigenes Flair verströmte. Viele Fahrer hatten ihre Vespa, die mal im klassischem Türkis der 50er Jahre daherkam oder im knalligem Gelb der Neuzeit erstrahlte, auf ihre ureigene Art und Weise aufgehübscht: Eine quietschgelbe Ente aus Plüsch hatte es sich auf einem Lenker gemütlich gemacht, während ein karierter Kinderkoffer bei einem Fahrer aus dem Kronacher Raum für wohlige Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage sorgte. Auch die italienische Flagge hatte im vergangenen Jahr beim Dolce Vita auf zwei Rädern ihren Platz gefunden.



Draußen oder drinnen

Der Gaumen der Besucher wird beim Mainecker Vespa-Treffen am 25. September mit fränkischen und italienischen Speisen verwöhnt. Die Kinder können sich auf dem Spielplatz unweit des Radlerheims vergnügen.
Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung im malerischen Biergarten statt, bei schlechtem können die Vespa-Freunde ausweichen in die beheizte Festhalle.
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