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Fressnapf-Rückzug

Betriebsbedingte Kündigungen: Baur entlässt 138 Mitarbeiter

Weil der Kunde Fressnapf die Zusammenarbeit mit der Baur-Tochter BFS zum 30. Juni beendet, erhalten 138 Beschäftigte in Kürze ihre Kündigung.
 
von MATTHIAS LITZLFELDER
Bei der Baur Fulfillment Solutions (BFS), einer Tochter des Versandhändlers Baur in Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels), wird 138 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt. Dies ist das Ergebnis der Sozialplanverhandlungen zwischen der BFS-Geschäftsführung und dem Betriebsrat. Grund für diesen Schritt sei der kurzfristige Ausstieg des langjährigen BFS-Kunden Fressnapf zum 30. Juni. BFS hat für Fressnapf - ähnlich wie zum Beispiel für die unterfränkische Bekleidungskette S.Oliver - bisher Dienstleistungsgeschäfte ausgeführt: Kundenkontakte, Lagerung, Versand oder Zahlungsmanagement.

Kurzarbeit nicht möglich
Aufgrund des sehr kurzfristigen Ausstiegs sei es nicht möglich gewesen, für alle der rund 280 für Fressnapf tätigen Mitarbeiter alternative Einsatzmöglichkeiten zu finden, teilte die Baur-Geschäftsführung mit. Mangels schneller Ersatzaufträge, die die speziell auf Tierbedarf ausgelegte Infrastruktur hätten nutzen können, sei es auch nicht möglich gewesen, "das Überbrückungsinstrument Kurzarbeit einzusetzen".

Es gibt Abfindungen
"Die gekündigten Arbeitnehmer sind zu 90 Prozent Lagerarbeiter, der Rest hatte Verwaltungsaufgaben", berichtete Baur-Betriebsratsvorsitzender Horst Bergmann. Im Sozialplan habe man keine Transfergesellschaft vereinbart, sondern es würden entsprechende Abfindungen gezahlt. Laut Bergmann liegt die Betriebszugehörigkeit der Betroffenen im Durchschnitt unter drei Jahren.

Für die Baur-Tochter BFS arbeiten derzeit noch 1500 Menschen, in der Baur-Gruppe waren zuletzt rund 4200 beschäftigt, davon 3759 in Oberfranken.

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