Ebensfeld
Übung

650 Rettungskräfte üben den Ernstfall im Eierbergtunnel

Es wird die größte Katastrophenschutzübung sein, die jemals im Landkreis Lichtenfels stattgefunden hat.
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Am Samstag, 23. September, findet die größte Katastrophenschutzübung statt, die jemals im Landkreis Lichtenfels stattgefunden hat. Im Bild (v. li.) Landrat Christian Meißner, Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn und Achim Liesausgerda Völk
Am Samstag, 23. September, findet die größte Katastrophenschutzübung statt, die jemals im Landkreis Lichtenfels stattgefunden hat. Im Bild (v. li.) Landrat Christian Meißner, Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn und Achim Liesausgerda Völk
Die Vorbereitungen dafür laufen seit Monaten. Ohne allzu viele Details zu verraten, informierten Landrat Christian Meißner, Achim Liesaus, Leiter des Sachgebiets öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt und Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn über eine Übung, die am Samstag, 23. September, zwischen 8 und 16 Uhr stattfinden wird. Dazu werden rund 500 Kräfte der Feuerwehren und 150 Kräfte der Rettungsdienste im Einsatz sein. Die Bevölkerung muss sich auf größere Verkehrsbehinderungen einstellen.
Bevor die ICE-Neubaustrecke im Dezember dieses Jahres für den Zugverkehr freigegeben wird, üben die Rettungsdienste die Zusammenarbeit in einer Notfallsituation. "So echt, wie es werden kann", erklärte Meißner. Natürlich hofft der Landrat, dass der Ernstfall nie passieren wird, aber völlig auszuschließen ist es nicht. Deshalb möchte Meißner die Bevölkerung um Verständnis bitten, falls es zu Behinderungen kommt. Von der Maßnahme werden im Raum Bad Staffelstein besonders die Stadtteile Wiesen, Nedensdorf, Unnersdorf und Stadel betroffen sein.
Der Eierbergtunnel ist mit 3700 Meter der längste auf bayerischer Seite. Im Tunnel findet auch, ohne jetzt allzu viel zu verraten, das Übungsszenario statt. Hier gibt es fünf Rettungsplätze. Seit Anfang Mai laufen die Vorbereitungen für die Großübung, die die Verantwortlichen vor einem hohen logistischen Aufwand stellt. "Wir wollen wissen, ob das, was wir geplant haben, im Ernstfall auch greift", sagt Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn. Dabei geht es unter anderen auch um Fragen wie: Funktionieren die Anfahrtszeiten, die Kommunikation unter den Einsatzkräften oder sind die Rettungsplätze auch richtig besetzt. Dabei geht es auch um die eingesetzte Technik und um den Ausbildungsstand der Einsatzkräfte.
Der Bereich des Übung- Szenario reicht über den Landkreis Lichtenfels hinaus bis in den Landkreis Hildburghausen hinein. "Schaltzentralle" und Verpflegungsstelle wird die Adam-Riese-Halle sein. Auch in diesem Bereich kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Insgesamt werden an der Großübung rund 1000 bis 1100 Personen teilnehmen. Neben den Rettungs- und Einsatzkräften werden auch zahlreiche Gäste erwartet, unter anderen auch Staatssekretär Gerhard Eck. Nach der Großübung geht es um die Auswertung der gesammelten Daten. "Wir wollen Erfahrungen sammeln, um für den Ernstfall gewappnet zu sein", so Meißner. Die Einsatzkräfte der Hilfs- und Rettungsorganisationen bitten die Bevölkerung darum, besonders aufmerksam zu sein und den Einsatzfahrzeugen freie Fahrt zu gewähren. Ortskundige werden gebeten, den betroffenen Bereich möglichst weiträumig zu umfahren.
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