Neufang

Feuerwehr zu Besuch im Kindergarten Neufang

Neufang. Mehr als 600 Erwachsene und 200 Kinder fallen pro Jahr Feuer und Rauch zum Opfer. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden gehen in die Millionen. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein vielfaches schneller verbreitet ...
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Neufang. Mehr als 600 Erwachsene und 200 Kinder fallen pro Jahr Feuer und Rauch zum Opfer. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden gehen in die Millionen. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein vielfaches schneller verbreitet als das Feuer. Was viele nicht wissen: jeder vierte Brand in Deutschland wird durch grobe Fahrlässigkeit durch Kinder und Jugendliche ausgelöst. Der Versuchung durch Feuer sind Kinder in besonderem Maße ausgesetzt. Feuer fasziniert. Wärme, Helligkeit und knisternde Geräusche erzeugen ein Gefühl von Abenteuer, aber auch von Gemütlichkeit und Geborgenheit. Hinzu kommt noch der Nachahmungstrieb. Kinder probieren aus, was Erwachsene oder ältere Geschwister täglich vorleben.
Um dem präventiv entgegenzuwirken organisierte die Freiwillige Feuerwehr Neufang eine Brandschutzerziehung in der KITA St. Laurentius in Neufang.
Sebastian Föhrweiser, Hans-Joachim Maier und Susanne Gebhardt besuchten die Kinder der Kita zusammen mit der Handpuppe Florian. Den Kindern wurde erklärt, was so ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau im Einsatz trägt und bei sich hat, wenn die Feuerwehr zum Einsatz gerufen wird. Die persönliche Schutzausrüstung inkl. der Atemschutzausrüstung konnte von den jüngsten hautnah inspiziert werden. Den Kindern soll so die Angst vor dem seltsamen Aussehen der angekleideten Einsatzkräfte, vor der Atemschutzmaske und vor den Geräuschen des Atemschutzgeräts zu nehmen.
Anschließend erklärte Hans Maier das Feuerwehrauto. Schon die allerkleinsten aus der Krippe waren interessiert und begeistert als das Feuerwehrauto zur Besichtigung vor der Kita stand. Alles durfte angesehen und natürlich auch angefasst werden, viele Fragen wurden den Kindern beantwortet. Bei sommerlichen Temperaturen war das Spritzen mit der Kübelspritze natürlich ein Riesenspaß.
Innerhalb der Brandschutzerziehung erfuhren die Kinder die Bedeutung von Feuer, welchen Nutzen aber auch welche Gefahren es mit sich bringt. Die spielende Aufklärung über das „Gute“ und das „Böse“ Feuer fand aufmerksame Blicke. Kommt es zu einem Notfall, ist es wichtig, dass die Kinder in der Lage sind, Hilfe zu alarmieren. Deshalb wurde ausführlich geübt, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird, um die Feuerwehr bei einem Brand zu alarmieren. Mit den Kindern und dem Personal wurde gemeinsam durchgegangen wie und wo im Notfall der Kindergarten verlassen werden kann.
Am darauffolgenden Tag konnten die Kinder das gelernte in die Tat umsetzen. Es durfte ein „echter“ Notruf abgesetzt werden und der Kindergarten wurde wie tags zuvor geübt, komplett geräumt. Mit strahlenden Augen wurden die Feuerwehrleute vor dem Kindergarten bereits erwartet, hatte man sich ja ausgiebig mit dem Thema Feuerwehr befasst. Unter der Leitung des 1. Kommandanten Roland Reißig suchte die Feuerwehr mit schweren Atemschutz nach vermissten Personen und zur Freude der Kinder hieß es natürlich auch „Wasser marsch!“ und einige Strahlrohre kamen zum Einsatz. -gb-
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