Leserbeitrag: Diese Frau aus Ebelsbach will Schwule und Lesben weiter diskriminieren

 
von HeidelottevonOe (Leserbeitrag)

Wie kaum anders zu erwarten war, hat die Ebelsbacher Bundestagsabgeordnete, Dorothee Bär (CSU), gegen die Ehemöglichkeit für Schwule und Lesben übelst polemisiert.

FT-Redaktuer Günter Flegel gibt Bärs lar­mo­y­ante Äußerungen im Beitrag „Das große Ringen um die Ehe“ so wieder:

„Keine tiefgründige Diskussion, kein langes Ringen um einen möglichst guten Kompromiss“ – als wäre nicht die Union jedweder Diskussion ausgewichen, als könne man über das Lebensglück zweier Menschen einen politischen Kompromiss schließen.

Bär: Der Begriff Ehe für alle sei „in seiner plakativen Verkürzung lachhaft …, er zieht die Keimzelle unserer Gesellschaft, die Ehe und die Familie, ins Lächerliche“ – macht sich nicht eher Bär lächerlich? Wer sonst! Eine Abgeordnete, die durch häufige Abwesenheit bei Abstimmungen glänzt und für den Kreis Haßberge praktisch nichts bewegt hat! Eine inhaltsleere Wahlzettelplatzhalterin.

Sie fludert weiter: „Eine Institution wird verschleudert wie die Kamellen beim Fastnachtsumzug“. – Mit Institution meint Bär die Ehe. Welch tiefe Verachtung muss die Frau gegen die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben hegen? Es ist einfach nur erschütternd!

Am Freitag, 30. Juni 2017, stimmt der Bundestag nach jahrelanger Blockadehaltung von CSU und CDU über die Einführung der Ehe für alle ab, ohne Fraktionszwang.

Im Jahr 2001 wurde das Lebenspartnerschaftsgesetz erlassen, was gut gemeint war, hatte aber soviel mit Nicht-Diskriminierung zu tun wie einst separate Ruhebänke für Schwarze und Weiße in Südafrika.


Foto: Frank Ossenbrink, CC BY-SA 3.0 DE, Wikipedia Commons, Abwandlung



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