Lisa Meisel und die Schokoladenseiten der FOS

 
von Stephanus (Leserbeitrag)

Kulmbach. „Kein Schüler war den Lehrern egal – ob sie nun die hellsten Köpfe waren oder etwas länger gebraucht haben.“ Lisa Meisel aus Kulmbach ist voll des Lobes über ihre Schule, an der sie zu den Erstgenannten zählt. Ihr Fachabitur hat sie am sozialen Zweig der Adalbert-Raps-Schule, der beruflichen Oberschule Kulmbachs, mit der hervorragenden Note von 1,36 abgeschlossen. Der Mühe Lohn: Holger Popp, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Raps, überreicht der 19-jährigen Fachoberschülerin den mit 1500 Euro dotierten Adalbert-Raps-Preis.
Über jeweils 1000 Euro freuen sich Lisa Vogel aus Kasendorf vom wirtschaftlichen und Alisia Grampp aus Mainleus vom sozialen Zweig der Fachoberschule (FOS). Beide haben einen famosen Notendurschnitt von jeweils 1,42 erzielt. Insgesamt 138 Schüler aus den 12. Klassen werden gestern Vormittag in der Dr.-Stammberger-Halle verabschiedet. 121 von ihnen haben die Fachoberschule besucht, 17 die Berufsoberschule (BOS).
Meisels Lieblingsfächer waren Pädagogik und Psychologie. Für die Kulmbacherin war der Unterricht in diesen Fachgebieten mehr als graue Theorie. „Wenn man Kenntnisse in Pädagogik und Psychologie hat, sieht man Menschen mit anderen Augen und kann sich viel besser in sie hineinversetzen“, findet die frischgebackene Fachabiturientin.
Schokoladenseiten hatte die Kulmbacher Bildungseinrichtung für die junge Dame viele. Neben den eingangs erwähnten Lehrern und der Vermittlung sozialer Kompetenzen, waren das die drei Praktika in der elften Klasse im AWO-Förderzentrum, im Bezirkskrankenhaus in Bayreuth und in der Suchtklinik für Frauen in Hutschdorf. „Sie haben mich fit gemacht, für das Leben“, sagt Meisel, die einmal Psychologie studieren möchte. Doch zunächst einmal verlängert sie ihre Schulzeit: In der 13. Klasse der Fachoberschule will sie die allgemeine Hochschulreife erwerben, um ihren Studienwunsch Realität werden zu lassen.
Schulleiter Alexander Battistella verdeutlicht anhand des Liedes „Sowieso“ von Mark Forster, dass man sich Erfolg durch Anstrengung und persönliche Motivation erarbeiten müsse. Eigenschaften, die die Kulmbacher Abiturienten an den Tag gelegt hätten. „Für die Zukunft wünsche ich Ihnen, dass sie einen Bereich finden, für den sie brennen. Sollte es mit dem Studien- oder Ausbildungsplatz nicht klappen, dann lassen sie den Kopf nicht hängen. Seinen sie flexibel und reagieren sie auf den Leben“, gab er den jungen Leute mit auf ihren weiteren Lebensweg.
„Sie haben hart gearbeitet und Großes erreicht. Dafür erhalten sie heute mit dem Abiturzeugnis ihren verdienten Lohn“, gratulierte stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann den Absolventen. Elternbeiratsvorsitzende Ilona Pöhlmann ermunterte die jungen Damen und Herren, die richtige Balance zwischen Arbeit und Leben zu finden. „Was ist das Besondere an unserer Schule?“, fragte sich Schülersprecher Dominik Miskolci aus Himmelkron. Der Redner hob das familiäre Umfeld hervor, das er mit folgenden Worten umschrieb: „An der Adalbert-Raps-Schule“ ist man keine Nummer, sondern wird als Person wahrgenommen.“
Maria Birnstiel aus dem Kronacher Ortsteil Fischbach und Kilian Hennies aus Mainleus aus der Jahrgangsstufe Elf des sozialen Zweiges hatten die Teilnehmer der Abiturfeier begrüßt. Schüler aller Jahrgangsstufen, unterstützt von Lehrern, gestalten die Feier mit Popsongs musikalisch aus. Stephan Stöckel
Bild Nr. 9286: Bildunterschrift: 138 Männer und Frauen aus den 12. Klassen der Adalbert-Raps-Schule haben die Fachabiturprüfung bestanden. Das Foto zeigt (von links) Studienrätin Sophia Schulze, Alisia Grampp (1,42), Schulleiter Alexander Battistella, Lisa Vogel (1,42), Holger Popp von der Firma Raps, Lisa Meisel (1,36) und stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann. Foto: Stephan Stöckel.
Bild Nr. 9296: Bildunterschrift: Holger Popp, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Raps gratuliert Lisa Meisel aus Kulmbach zu ihrem hervorragenden Notendurchschnitt von 1,36. Er hatte der Kulmbacherin den mit 1500 Euro dotierten Adalbert-Raps-Preis überreicht. Foto: Stephan Stöckel.



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