Kokosmehl - Die bessere Mehlsorte?

 
von YvonneJunker (Leserbeitrag)

Das Kokosmehl erfreut sich zunehmend einer groβen Fangemeinschaft und hat nun den örtlichen Supermarkt hier in Altendorf erreicht. Zeit also, dieses Mehl zu durchleuchten. Ist es besser als herkömliche Mehlsorten? In diesem Text erfahren Sie mehr.

In Zeiten, in der der Trend zur gesunden Ernährung geht, rücken die Vorteile von Backen und Kochen mit Kokosmehl in den Vordergrund. Mit seiner beigen Farbe und seinem ganz eigenen, leicht exotischen Duft entwickelt Kokosmehl einen natürlichen Charme. Es ist gluten- und cholesterinfrei, dazu ist es fettarm und ballaststoffreich. Ein gesundes Mehl mit Pfiff.


Die Herstellung von Kokosmehl

Bei der kommerziellen Herstellung des Kokosmehls wird das Kokosfleisch von der Schale geschnitten. Nachdem das Fruchtfleisch getrocknet ist, wird das Öl abgetrennt und die verbleibende Masse zu feinem Mehl verarbeitet. So entsteht ein cholesterin- und glutenfreies Produkt.

Die Industrie verarbeitet die Rohstoffe der Kokosnuss, die bei diesem Prozeβ frei werden, beispielsweise zu Öl. Aber auch die Zahl der Menschen, die selbst gern ihre Lebensmittel herstellen, nimmt rasant zu. Für die kreativen Freizeitköche gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kokosmehl selbst herzustellen. Eines ist bei jeder Möglichkeit gleich: Das Fruchtfleisch muss von der harten Schale abgetrennt werden. Danach gibt es u. a. die Möglichkeit, das Fruchtfleisch im Backofen zu entwässern und zu trocknen. Anschlieβend wird das vorbereitete Fruchtfleisch in einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu Pulver verarbeitet. Fertig ist das eigene Kokosmehl.

Wem dies zu aufwändig ist, kann Kokosmehl in Bioläden und Reformhäusern erhalten. Online gibt es ebenfalls viele Anbieter. Achten sollte man allerdings beim Kauf von Kokosmehl auf Gütesiegel. Für die Herstellung von Kokosmehl sollten keine zusätzlichen Stoffe verwendet werden.

Anwendung von Kokosmehl

Der Name dieses Mehls kann in die Irre führen. Auf den ersten Blick scheint es sich um ein Mehl zu handeln, welches ausschlieβlich für süβe Backwaren geeignet ist. Doch kann Kokosmehl auf vielfältige Weise genutzt werden. Allerdings sollte bei deftigen Speisen nur ein Teil Kokosmehl verwendet werden, da die Gerichte sonst ein wenig zu süß geraten könnten. Bei Speisen mit sehr scharfen Gewürzen kann Kokosmehl aber auch das gewisse Etwas darstellen.

Kokosmehl sollte nur in geringer Menge zugefügt werden. Es zeichnet sich durch seinen niedrigen Verbrauch aus. Anstelle von 50 g Weizenmehl reicht ein Eβlöffel Kokosmehl. Auch Zucker kann in Verbindung mit Kokosmehl bei der Zubereitung von sämtlichen Gerichten reduziert werden.

Für den kleinen Hunger zwischendurch eignet sich die Zugabe von ein wenig Kokosmehl bei Müsli, Yoghurt, Quark. Es gibt herrliche Rezepte für Brotaufstriche oder für verschiedene Dips. Hier kann gewählt werden zwischen herzhaft oder süβ.

Bei Smoothies kann der gewünschte leichte Quelleffekt durch Hinzugabe von ein wenig Kokosmehl herbeigeführt werden. Zudem entfaltet sich hier ein kleiner exotischer Geschmack, der einen gelungenen Smoothie garantiert.

Für das Andicken von Saucen und Suppen ist Kokosmehl genau so geeignet als auch für das Andicken von Puddings. Auch hier gilt die Regel, nur gemäβigt Kokosmehl hinzuzufügen.

Die verschiedenen Low Carb Diätgerichte sollten mit Kokosmehl zubereitet werden. Durch die hohe Menge an Ballaststoffen entflammt das Hungergefühl nicht so schnell. Auch Heiβhungerattacken werden seltener. Ein unbedingter Vorteil bei jeder Diät.

Beim Backen und Kochen ist es eine Geschmacksfrage, ob Weizenmehl ganz oder lediglich teilweise durch Kokosmehl ersetzt wird. Es kann allerdings auch auf Speisestärke oder andere Bindemittel verzichtet werden.

Kokosmehl kann nur kühl und trocken aufbewahrt werden. Unter diesen Voraussetzungen liegt die Aufbewahrungszeit bei bis zu einem Jahr.

Gesünder leben mit Kokosmehl?

In unserer modernen Zeit bringt das Berufs- und Alltagsleben immer weniger Bewegung mit sich. Daher ist es besonders wichtig, auf gesunde Ernährung zu achten. Viele Menschen leiden unter Lebensmittelallergien wie beispielsweise Glutenunverträglichkeit oder Darmträgheit. Zur Erhaltung oder Wiederherstellung des körpereigenen Gleichgewichtes kann Kokosmehl dank seines breiten Spektrums von Nährstoffen und Mineralien beitragen.

Beispielsweise regt Kokosmehl die Verdauung an und unterstützt den Magen-Darm-Trakt durch seine Ballaststoffe. Durch ca. 40 % Ballaststoffe, die in Kokosmehl enthalten sind, werden auch Schadstoffe und Gifte abgesondert. Mit dem geringen Anteil an Kohlehydraten senken sie das Blutfett und regulieren den Blutzuckerspiegel. Dies hilft auch bei dem Wunsch einer Gewichtsreduzierung, die Heiβhungerattacken bleiben aus. Die Inhalte Kalium und Natrium sorgen für eine bessere Fettverbrennung. Das enthaltene Eiweiβ eignet sich für Sportler ebenso wie Patienten, die nach einer Erkrankung neue Muskelmasse aufbauen müssen.

Kokosmehl kann einen groβen Teil des Tagesbedarfs an wertvollen Nährstoffen und Mineralien abdecken. Wer zudem regelmäβig Kokosmehl zu sich nimmt, baut einen Schutz vor Viren, Bakterien und Pilzen in seinem Körper auf. In einem Eβlöffel Kokosmehl sind übrigens nur ca. 30 g Kalorien, dabei aber schon 10 g Ballaststoffe.

Ballaststoffe durch Kokosmehl

Der tägliche Bedarf von Ballaststoffen liegt bei mindestens 30 Gramm, 50 Gramm ist die ideale Dosis. Doch diese Menge ist kaum zu erreichen. Kokosmehl hilft, den Tagesbedarf abzudecken.

Wie man sicherstellen kann, genug Ballaststoffe aufzunehmen, kann mit kleinen Tricks erreicht werden. Jedes Getränk kann mit einem Löffel Kokosmehl bereichert werden. Von Wasser über Säfte hin zu warmen Getränken wie Tee oder Kaffee stellt das Kokosmehl eine leckere Zutat dar. Bis zu einem Löffel kann Kokosmehl in Saucen, auf Müslis oder auch über die eigene Mahlzeit gestreut werden.

Fazit: Probieren geht über Studien

Sicherlich hat Kokosmehl seine Vorteile. Ob es Jedem schmeckt, ist eine andere Frage. Gesund ist es allemal. Vielleicht basiert unser nächster Kuchen auf Kokosmehl.



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