Klinikschließung? – Ungeheuerlich: Bürgermeister im Altlandkreis Hassfurt zündeln am Kreiszusammenhalt!

 
von Hablohablo (Leserbeitrag)

Da zeigt sich (nicht zum ersten Mal), wie weit es mit der sogenannten „Kreissolidarität“ her ist: Das Lieblingsthema der selbsternannten „Gründerväter“ des Landkreises Hassberge wird mit Füßen getreten – keineswegs im Altlandkreis Ebern –, sondern es sind Bürgermeister aus dem Altlandkreis Hassfurt, die hier am Kreiszusammenhalt zündeln.

Denn: eine Hassfurter Zeitung hat sich angesichts der kreisinternen finanziellen Krankenhaus-Malaise bei verschiedenen Bürgermeistern (ohne Not) umgehört, wie sie zu den drei Standorten der „Hassberg“-Kliniken stehen.

Etliche Gemeindevertreter wollten sich zwar noch überhaupt nicht äußern und erst die Datenlage abwarten, andere hingegen sprachen sich aber bereits für eine „Standortbündelung“ in Hassfurt aus.

Offenbar hatte die Hassfurter Zeitung die Bürgermeister aber auch erst auf diesen Gedanken gebracht. Wörtlich heißt es dort: „Als falschen Adressat sah sich mancher Bürgermeister auch bei der Frage, ob er es nicht generell für sinnvoll erachte, die stationäre medizinische Versorgung in Hassfurt zu bündeln.“

Prompt „befürchtet“ Bürgermeisterin Gertrud Bühl (FW) aus Breitbrunn (Altlandkreis Ebern!), dass über die Zusammenlegung der (drei) Krankenhäuser nachgedacht werden müsse – am Standort Hassfurt – welch eine Ungeheuerlichkeit!

Der Rauhenebracher Bürgermeister, Matthias Beuerlein (FW), geht noch weiter und behauptet, dass man um eine „Zentralisierung“ nicht herumkommen werde – und nimmt dabei den Tod der Kliniken in Ebern und Hofheim i.Ufr. in Kauf.

Ähnlich der Oberauracher Bürgermeister, Thomas Sechser (CSU): Für ihn wäre ein alleiniges Zentralkrankenhaus in Hassfurt eine „gangbare Lösung“.

Auch der Knetzgauer Bürgermeister, Stefan Paulus (SPD/CWG), bezweifle laut Hassfurter Zeitung, „dass weiterhin alle drei Krankenhäuser im Kreis existieren können“.

Nicht genug, dass Kommunalpolitiker im Altlandkreis Hassfurt erst vor kurzem die Kreisidentität ins Wanken gebracht hatten, als sie die Wiedereinführung der beliebten Altkennzeichen EBN (Ebern) und HOH (Hofheim) verhindern wollten. Doch nach dem Erfolg für EBN und HOH lässt man sich in Ebern und Hofheim bekanntlich nichts mehr gefallen.

Nun also der Angriff auf das Krankenhaus in Ebern. Sollte dieser tatsächlich ernsthaft fortgeführt werden, so dürfte dies am Ende nicht nur das Ende des Krankenhauses, sondern das des gesamten Landkreises Hassberge bedeuten.






Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.