Den Wald vor lauter Windrädern nicht mehr sehen

 
von NewOpinion3 (Leserbeitrag)

Sprichwörter sind, um das eingangs kurz zu erwähnen, nicht nur wörtlich, sondern auch im übertragenen Sinn zu verstehen. Aber hier geht‘s nicht um Sprichwörter, vielmehr um die Kunst der Magie. Und wie man ihr verfällt.

Ein Klacks für einen Magier: Menschen sehen, was nicht da ist - und was da ist, sehen sie nicht. Obwohl sich alles vor ihren Augen abspielt. Dann kann es sich eigentlich nur um eine Sinnestäuschung handeln. Das ist der Fall, wenn die menschliche Wahrnehmung von physikalischen Messungen abweicht.

Ist nur ein Einzelner davon betroffen, dann bleiben die Konsequenzen für die Mehrheit gewöhnlich relativ überschaubar. Vertrackter wird es, wenn aus Einzelnen eine ganze Masse wird. Es könnte dann eine Art Volksirrtum entstehen. So etwas Schwerwiegendes entwickelt sich meist nicht von selbst, sondern muss mit viel Liebe und Beharrlichkeit von außen angefächelt werden. Die Politik ist solch ein begabter Wedler.

Wäre es nicht zu schön, um wahr zu sein, die sogenannte „Energiewende“ könnte mithilfe ein paar lauer Lüftchen bewerkstelligt werden? Ein sanfter Abendwind versorgt uns romantisch beim Sonnenuntergang das ganze Jahr über mit elektrischer Energie? Zur makellosen Utopie gehört selbstverständlich auch, dass alle Bürger an den Gewinnen beteiligt werden. Hoppla: zuerst muss man Gewinne unterstellen, um das nicht zu vergessen. Satte Gewinne versteht sich. Für die Anleger, für die Grundbesitzer, für die Gemeinde, für die Planer und Erbauer, für den Sitz der - „Bürgergesellschaft!“. Uahh - das tut richtig gut!

Und dem Wald erst. 3.500 Tonnen Beton für 1.400 Kubikmeter Fundament, so in etwa. Pro Windrad. Eine tolle Anlage, die - was soll‘s - nach 20 Jahren wieder zurückgebaut wird. Hundert Pro. Die Kosten dafür müssten vielleicht erst noch verdient werden. Aber ach was, der Verpächter wird schon zusehen, wie er die Bunker wieder aus der Erde kriegt.

Zweifel hat man besser nicht. Die schöne Illusion, wer wollte denn den Spielverderber geben? Wer will sich schon das Hasenkostüm anziehen lassen? „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Dann doch lieber Optimist wie alle anderen sein, die Ärmel zum Aktionismus hochkrempeln.

Was passiert eigentlich, wenn sich die Sinnestäuschung, man kann auch Wahrnehmungstäuschung sagen, aufklärt? - Uuuuuh. Stichwort: „Die Nacht der langen Gesichter“.

Der Frosch, den man geküsst hat, will partout nicht zum Prinzen aufploppen. Die Kröte unkt: „Schluck mich“. Ein faules Ei beim Geschenke-Wichteln bekommen. Die Rechnung ist nicht aufgegangen. Und das alles nur wegen der blöden Physik. Der Wind blies nicht wie er sollte. Und die Kosten waren höher als gedacht. Sehr witzig.

Und ich will auch kein Atomkraftwerk haben, um das noch klarzustellen. Die richtige Lösung wird aber weiter auf sich warten lassen. Das ist Fakt.



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