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Abschluss

Zuschauer genießen Sommermärchen auf der Plassenburg

Ljubka Biagioni zu Guttenberg und ihre "Sofia Symphonics" gastierten in Kulmbach. Als Sprecher fungierte der Schauspieler Sky du Mont.
Handkuss für die Dirigentin Ljubka Biagioni: Sky du Mont erwies sich nicht nur als perfekter Vorleser, sondern auch als ein Charmeur der alten Schule.Foto: Uschi Prawitz
 
Es ist schon fast zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, die Open-Air-Reihe auf der Plassenburg mit einem klassischen Konzert abzuschließen. Heuer hatte sich Ljubka Biagioni zu Guttenberg als Leiterin der "Sofia Symphonics" für ein Sommermärchen entschieden. Sie verwöhnte das Kulmbacher Publikum mit Saëns "Karneval der Tiere" und Prokofjews "Peter und der Wolf".

"Kulmbach ist inzwischen auch zu meiner musikalischen Heimat geworden. Ich habe mir überlegt, was ich dem Publikum dieses Jahr schenken möchte", sagte die Dirigentin zur Begrüßung. Noch vor einigen Jahren, als sie ihren eigenen Kindern Märchen vorlas, habe sie das als grausam empfunden, doch "wenn man älter wird, findet man zu den Märchen zurück".


Mit markanter Stimme


Als Special Guest hatte sie den bekannten Schauspieler Sky du Mont verpflichtet, der als Sprecher durch die beiden Stücke führte und mit seiner markanten Stimme und seinem pointierten Vortragen für viel Schmunzeln sorgte. Geschickt baute er die schlagende Turmuhr der Plassenburg in seinen Text mit ein oder spielte über Andeutungen mit den Zuschauern.

"Ich lese sehr viel mit Orchestern, aber ,Peter und der Wolf' war auch für mich Neuland", erzählte der sympathische Künstler. Die Aufgabe sei relativ anspruchsvoll gewesen, denn "die Sprecheinsätze überlagern sich teilweise mit der Musik". Kein Problem jedoch für einen Profi, dem das Ambiente auf der Plassenburg besonders gut gefiel.


Der perfekte Ort


In der Tat ist die abendliche Burg der perfekte Ort für ein klassisches Konzert, noch dazu an einem lauen Sommerabend, an dem einfach alles passt. Laut Ljubka Biogioni zu Guttenberg hätten zwar Profimusiker alle Hände voll zu tun, um dem Wunsch nach Perfektion zu entsprechen. Aber diesem Wunsch kam das Orchester mit Bravour nach. Besonders beeindruckte am Ende das Klarinettensolo von Borislav Yotzov, der mit dem "Hummelflug" und einer hinreißenden Interaktion mit seiner Dirigentin das Publikum in seinen Bann zog.

Ljubka Biagioni zu Guttenberg, die es hervorragend verstand, den Kontakt zu ihrem Publikum unterhaltsam herzustellen, ist es wichtig, die Zuhörer in ihrem Herzen zu erreichen: "Musik ist ein Stück Ewigkeit - Herz, Sinne, Intellekt, all das, was wir spüren, dürfen wir als Musiker weitergeben."


"Kunst, Musik und Philosophie sind wichtig"


Für die klassische Musikrichtung habe sie sich entschieden, weil es für sie eine Kunst ist. Eine Kunst, bestimmte Regeln zu respektieren, eine Kunst, die man in vielen Jahren erlernt. "Kunst, Musik und Philosophie sind wichtig, um die Menschheit weiterzuentwickeln, sie gehören zusammen", lautet die feste Überzeugung der Dirigentin.
Die klassische Musik vereine all dies, sie versuche, den Geist, der in den Jahrhunderten versteckt ist, näherzubringen und zum Leben zu erwecken. "Wenn wir Musik machen, geben wir alles von uns, die Liebe zur Musik, zum Publikum, die Dankbarkeit, auf der Erde und in diesem Hof sein zu dürfen."

Die Dankbarkeit lag in diesem Fall auf der Seite des Publikums, das die Künstler mit stehenden Ovationen entließ.
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