Sanspareil
Museumsaktion

Zeitreise ins Spätmittelalter

Am kommenden Wochenende wird das Alltagsleben auf der Burg Zwernitz erlebbar.
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Darsteller der Arbeitsgemeinschaft Sanguis et Aurum machen die Burg Zwernitz zu einem lebendigen Museum. Foto: pr
Darsteller der Arbeitsgemeinschaft Sanguis et Aurum machen die Burg Zwernitz zu einem lebendigen Museum. Foto: pr
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Burgvogt, Burghauptmann, Wachen, Mägde und Küchenpersonal erwecken am kommenden Samstag, 5. August, und am Sonntag, 6. August, die Burg Zwernitz zum Leben. Die spätmittelalterlich gewandeten Darsteller der Arbeitsgemeinschaft Sanguis et Aurum nehmen zusammen mit anderen befreundeten Interessengemeinschaften und Vereinen die Besucher mit auf eine Zeitreise und machen erlebbar, wie das Alltagsleben auf der Burg Ende des 15. Jahrhunderts wohl ausgesehen hat.

Sie geben unter anderem die Möglichkeit, der Beutlerin und der Schneiderin bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, mittelalterliche Spiele auszuprobieren, den Umgang mit Waffen des 15. Jahrhunderts zu erleben, das Warensortiment des mittelalterlichen Kaufmanns zu begutachten sowie mehr über Pilgerei und das Lagerleben des späten Mittelalters zu erfahren. Der gesamte Burgbereich wird zum lebendigen Museum.


Engagement ohne Profit

Bei dieser Museumsaktion, die in Kooperation mit der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage stattfindet, sind - im Unterschied zum herkömmlichen kommerziellen Mittelaltermarkt - keine Verkaufsstände zu finden. Vielmehr geht es den Darstellern und der Schloss- und Gartenverwaltung darum, den mittelalterlichen Alltag auf der Burg möglichst genau nachzustellen - Mittelalter also zum Erleben, Anfassen und manchmal auch zum Ausprobieren.

Alle Mitwirkenden betreiben die Darstellung hobbymäßig, nicht gewerblich. Durch umfangreiche, jahrelange Recherchen haben sie das nötige Wissen erworben, um der spätmittelalterlichen Realität in Kleidung, Ausrüstung, Gebrauchsgegenständen sowie handwerklichen Fertigkeiten möglichst nahe zu kommen und so das mittelalterliche Leben möglichst authentisch darzustellen.

Burgrundgänge mit Erläuterungen zur Geschichte und Baugeschichte der Burg Zwernitz durch den Kastellan der Plassenburg, Harald Stark, runden das Programm ab. Termine hierfür sind: Samstag 14 Uhr; Sonntag, 11 und 14 Uhr.


Kostenlose Bastelaktionen

Für die jungen Besucher werden außerdem am Samstag von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag von 13 bis 16 Uhr vor dem Forkelhaus (Kasse) von Seiten der Museumspädagogik kostenlose Bastelaktionen angeboten.
Öffnungszeiten der Burgbelebung bzw. der Burg Zwernitz: 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro regulär, 3 Euro ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis 18 erhalten freien Eintritt.

Die auf einem schmalen Dolomitfelsen thronende Burg Zwernitz wurde im Jahr 1156 als Stammsitz der Walpoten erstmals urkundlich erwähnt. Um 1300 wurde sie Amtssitz der Burggrafen von Nürnberg und später der Kulmbacher bzw. Bayreuther Markgrafen. Vom Bergfried, von dem sich ein weiter Blick über den Naturpark Fränkische Schweiz bietet, konnten Rauchsignale über ein System von Beobachtungstürmen (Warten) bis zur Plassenburg in Kulmbach weitergeleitet werden.

Von der spätromanischen Burg haben sich größere Teile erhalten, die man an den typischen Buckelquadern erkennt. In den 1740er Jahren ließ Markgraf Friedrich im Zuge der Anlage des Felsengartens Sanspareil auch die Burg wieder instand setzen. Wenn sich die höfische Jagdgesellschaft in der nahen Schlossanlage um den Morgenländischen Bau aufhielt, sollte die Burg als geschichtsträchtiger "Point de Vue" an die ritterliche Vergangenheit der Hohenzollern erinnern.

In der Burg Zwernitz wird eine interessante Dokumentation zur Geschichte der Burg, ihrer Bewohner und des Ortes Sanspareil präsentiert sowie eine Dauerausstellung "Markgräfliche Jagd", die das höfische Jagdwesen in den beiden Markgrafentümern Ansbach und Bayreuth auf seinem Höhepunkt im 18. Jahrhundert vorstellt.


Verlosungsaktion



Verlosung Wir verlosen für ein Gewinnerkind und dessen Familie freien Eintritt, eine Sonderführung durch einen der gewandeten Darsteller und ritterliche Preise für das Kind (Helm, Schild, Ritterbuch).
Wer mitmachen will, muss die Frage richtig beantworten:

Wessen Stammsitz war die Burg Zwernitz ursprünglich?

Kontakt Schicken Sie die Antwort bis Donnerstag, 3. August, 12 Uhr, an: Bayerische Rundschau, Redaktion, E.-C.-Baumann-Straße 5, 95326 Kulmbach, per Fax an 09221/949-378 oder per E-Mail an redaktion.kulmbach@infranken. de.

Regeln Bei mehr als einer richtigen Einsendung entscheidet das Los über den Gewinner.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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