Kulmbach
Innenstadt

Was Sie schon immer über die Kulmbacher Großbaustelle wissen wollten

Trotz des Wetters wird am Zentralparkplatz mit Hochdruck gearbeitet. Am Samstag können sich die Kulmbacher aus erster Hand über das Projekt informieren.
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Kälte, Schnee und Regen schrecken die Bauleute nicht ab: Derzeit sind  etwa 40 Handwerker - hier mit einem nagelneuen Manitou Teleskopkran - auf der Großbaustelle am Zentralparkplatz im Einsatz. Am  Samstag können sich die Kulmbacher bei einem Tag der offenen Baustelle mit eigenen Augen vom Baufortschritt überzeugen. Foto: Stephan Tiroch
Kälte, Schnee und Regen schrecken die Bauleute nicht ab: Derzeit sind etwa 40 Handwerker - hier mit einem nagelneuen Manitou Teleskopkran - auf der Großbaustelle am Zentralparkplatz im Einsatz. Am Samstag können sich die Kulmbacher bei einem Tag der offenen Baustelle mit eigenen Augen vom Baufortschritt überzeugen. Foto: Stephan Tiroch
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Kälte, Schnee und Regen schreckten Bauleute und Techniker nicht ab: Etwa 40 Handwerker trotzen dem Wetter und wuseln auf Kulmbachs größter Baustelle rum. Am Zentralparkplatz pflastern sie die Wege vor den Geschäften, bauen die neue Straße bei der Stadthalle oder werkeln im Untergrund an der Sprinkler- und Lüftungsanlage.

Aber nicht alles geht: Der Schnee macht Josef Fugmann von der Firma Göhl Bau, Mainroth, einen Strich durch die Rechnung. Der Chef muss seine Leute umdirigieren, denn der neue Bodenbelag kann nicht verlegt werden. "Die Platten stellen wir in Burgkunstadt selbst her. Jede wiegt 2,5 Tonnen", sagt der Geschäftsführer. Noch mehr Einzelheiten - zum Beispiel, dass es auf dem Zentralparkplatz 42 Fundamente fürs neue Bierzelt gibt oder dass der Tiefgaragendurchstich unter Kohlenbach und Kanal hindurchführt - erfahren die Kulmbacher am Samstag: beim Tag der offenen Baustelle.

1. Warum macht die Stadt einen Tag der offenen Baustelle?
In der Stadt ist man sich darüber im Klaren, dass so eine große Baustelle Neugierde, Diskussionen und Spekulationen hervorruft. "Wir wollen den betroffenen Anliegern und der interessierten Öffentlichkeit zeigen, was alles gemacht wird, auch unter der Oberfläche - wie zum Beispiel der Durchstich zur Tiefgarage der Stadthalle - und wie hochkomplex das Bauvorhaben ist", sagt Oberbürgermeister Henry Schramm.

2. Hätte man das Ganze nicht eine Nummer kleiner machen können?
Vor einigen Jahren wurde festgestellt, dass der Beton der Tiefgarage marode und nicht mehr tragfähig ist. Für den ursprünglichen Plan einer kostengünstigen Sanierung hätte es keine Zuschüsse gegeben. Daher beschloss der Stadtrat einstimmig, eine große Lösung in Angriff zu nehmen: Sie bringt eine städtebauliche Aufwertung des Platzes, und der Freistaat bezahlt den Großteil der Kosten.

3. Welche Schwierigkeiten gab es auf der Baustelle?
"Wo eine Leitung liegen sollte, lagen zwei, wo kein Kanal sein sollte, war einer. Bei vielen Plänen, die wir hatten, war im Vorfeld vieles nicht eingezeichnet, und vieles war falsch. Wie bei jeder anderen Großbaustelle sicherlich auch", erläutert OB Schramm.

4. Wie teuer wird das Bauvorhaben?
Durch die geschilderten Probleme kam es zu Erschwernissen und Verzögerungen. "Unabwendbare Mehrkosten muss man bezahlen - die Bauarbeiter wollen auch ihr Geld, die arbeiten auch bei schlechten Wetter", betont Schramm. Dazu kommen konjunkturelle Preissteigerungen - siehe Umgehung Untersteinach, wo der Kostenrahmen von 50 auf 60 Millionen Euro gestiegen ist. Schramm zufolge wird es bei den 14,5 Millionen - einschließlich der vom Stadtrat geänderten Abfahrtshäuser - nicht bleiben. "Aber für die Erhöhungen haben wir bereits eine Förderzusagen".

5. Kann der Bauzeitplan eingehalten werden?
"Die Baufirmen geben wirklich Gas und tun alles, was in ihrer Macht steht, um den Zeitplan einzuhalten", sagt OB Schramm. Im Juni will man den Platz an die Kulmbacher Brauerei zum Aufbau des neuen Bierstadels übergeben. Dann sollen auch die anliegenden Straßen fertig sein: die Sutte - mit Kreisverkehr - und die Grabenstraße. In der Klostergasse - mit der Haltestelle für Touristenbusse - geht es nach dem Bierfest weiter; geplante Fertigstellung Ende 2018. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat die Stadt ein renommiertes Projektsteuerungsbüro eingesetzt, das Zeitpläne und Kosten im Auge behält.

6. Spricht etwas dagegen, dass das Bierfest 2018 wieder auf dem Zentralparkplatz stattfindet?
Nein, aus Sicht der Stadt nicht. Aber die Kulmbacher Brauerei äußert sich bisher nicht. "Die Brauerei war selbstverständlich von Anfang an in die Planungen eingebunden. Auf deren Wunsch haben wir viele Vorleistungen erbracht", sagt der Oberbürgermeister. Unter anderem steht durch Verlegung der Tiefgaragenein- und -ausfahrt ein größeres Festgelände zur Verfügung. Es gibt mehr Toiletten in der Tiefgarage, Aufzüge für Speisen und Geschirr, an der Grabenstraße eine Baumgalerie für den Biergarten sowie versenkbare Stahlpoller für die Sicherheit. Die Stadt hat 1,5 Millionen Euro investiert. Schramm: "Damit das Bierfest noch schöner wird."


Tag der offenen Baustelle

Was? Führungen am Zentralparkplatz und in der Tiefgarage; von Planern, Ingenieuren, Bau-firmen und Stadtmitarbeitern gibt es Auskünfte aus erster Hand.

Wann? Am Samstag, 9. Dezember, von 10 bis 13 Uhr.

Wo? Treffpunkt am Zentralparkplatz, Ecke "Alte Feuer-
wache"/Grabenstraße. tir
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