Kulmbach
Trickbetrüger

Vorsicht bei Anruf von der 110! Falsche Polizeibeamte in Mittel- und Oberfranken aktiv

Falsche Polizisten am Telefon haben 2016 in Oberfranken 200.000 Euro ergaunert. Und die Zahl der Fälle steigt. Auch in Mittelfranken kennt man das Problem.
Artikel einbetten Artikel drucken
Neben Enkeltrickbetrug, Schockanrufen oder falschen Gewinnversprechen sind mittlerweile auch Anrufe von falschen Polizisten eine gängige Betrugsmasche. Symbolfoto: Archiv
Neben Enkeltrickbetrug, Schockanrufen oder falschen Gewinnversprechen sind mittlerweile auch Anrufe von falschen Polizisten eine gängige Betrugsmasche. Symbolfoto: Archiv
Neben Enkeltrickbetrug, Schockanrufen oder falschen Gewinnversprechen sind mittlerweile auch Anrufe von falschen Polizisten eine gängige Betrugsmasche. In der vergangenen Woche registrierte die Polizei auch einige Fälle in Kulmbach (Oberfranken). Die Zahl dieser Betrugsversuche nimmt zu. Die oberfränkische Polizei rät deshalb zu Vorsicht und appelliert an die Bevölkerung: Klären Sie auch ältere Angehörige auf!

Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der oberfränkischen Polizeidienststellen insgesamt 69 Anrufe von falschen Polizeibeamten bei potenziellen Opfern erfasst. Der Vermögensschaden summierte sich auf einen Betrag von fast 200.000 Euro.


Zahl der Fälle im ersten Halbjahr 2017 gestiegen

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres gingen bei der Polizei in Oberfranken bereits 87 Meldungen derartiger Anrufe ein. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich aktuell auf knapp 60.000 Euro.

Tipps der oberfränkischen Polizei:

- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen
- Verständigen Sie im Zweifel ihre örtliche Polizeidienststelle oder wählen Sie den Notruf 110


Aufklärungsarbeit in Nürnberg

Mit dem Kriminalitätsphänomen hat gegenwärtig auch die mittelfränkische Polizei zu kämpfen. Aus diesem Grund wird der Präventionsbus der Polizei am Montag (14. August 2017) Bürgerinnen und Bürger in der Nürnberger Innenstadt zu diesem Thema aufklären.

Wie die Kollegen in Oberfranken haben auch die Kriminalpolizeiinspektionen in Mittelfranken im laufenden Jahr eine deutliche Zunahme von Anrufen durch Betrüger feststellen müssen, die sich als Polizeibeamte ausgeben und hierbei die Notrufnummer "110" im Display der Angerufenen anzeigen lassen. Die Täter gehen mit dieser Masche gezielt ältere Mitmenschen an, missbrauchen deren Vertrauen in die Polizei und bringen ihre Opfer durch die Betrügereien oftmals auch um beträchtliche Summen ihres Ersparten. Zwischenzeitlich wurde zur Bekämpfung dieser Kriminalitätsform bei der Kriminalpolizei Nürnberg eine zentrale Ermittlungskommission mit dem Namen "110" eingerichtet.
Am kommenden Montag werden Beamte der kriminalpolizeilichen Beratung und der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte über diese Betrugsmasche informieren und entsprechende Verhaltenstipps geben.

Der Präventionsbus ist erreichbar von:

10:00 - 12:00 Uhr Nürnberg, Königstraße am Abgang zur Königstorpassage

13:00 - 15:00 Uhr Nürnberg, Königstraße am Abgang zur Königstorpassage

Unabhängig von diesem Beratungstermin werden auch auf der Webseite www.polizei-beratung.deaktuelle Informationen zu diesem Thema zur Verfügung gestellt.
Verwandte Fotoserien
2 Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren