Kulmbach
Segnung

Vom Gefängnis ins Klinikum Kulmbach

Nachdem Pastoralreferent Wolfram Schmidt in Altersteilzeit gegangen ist, gibt es nun einen neuen katholischen Vertreter am Klinikum: Marc May.
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Dekan Hans Roppelt (links)  und Pastoralreferent Marc May während der PredigtLena Müller
Dekan Hans Roppelt (links) und Pastoralreferent Marc May während der PredigtLena Müller
Nachdem der ehemalige Pastoralreferent Wolfram Schmidt in Altersteilzeit gegangen ist, gibt es nun einen neuen katholischen Vertreter am Klinikum Kulmbach: Marc May. Der 56-jährige Bamberger wird sich in Zukunft mit seinem evangelischen Kollegen Christian Schmidt um die Probleme der Patienten kümmern und den Gottesdienst halten.


Segnung des neuen Referenten

Seit 11. September ist May für die Kulmbacher und Stadtsteinacher Häuser zuständig.
Gestern wurde er offiziell von Dekan Hans Roppelt und Pfarrer Christian Schmidt gesegnet und in ihrer Mitte willkommen geheißen. Auch Landrat Klaus Peter Söllner (FW), Landtagsabgeordneter Ludwig von Lerchenfeld (CSU), einige Krankenhausmitarbeiter und weitere Besucher ließen es sich nicht nehmen, die Einführung des neuen Pastoralreferenten zu begleiten. Die kleine Kapelle des Klinikums Kulmbach war bis auf den letzten Platz besetzt.


Ehemaliger Gefängnisseelsorger

Vor seiner Zeit in Kulmbach war Marc May Gefängnisseelsorger - beispielsweise in Nürnberg.
Zwischen der Arbeit im Gefängnis und der im Klinikum sieht er jedoch keinen großen Unterschied: "In beiden Fällen geht es darum, den Menschen den Glauben näher zu bringen. Meist machen sie gerade eine schwere Zeit durch, und da ist es wichtig, ihnen zuzuhören und sie zu Gott zu führen", erklärt May. Es sei ein größerer Unterschied, als Gemeindepfarrer plötzlich den Posten des Pastoralreferenten im Klinikum zu übernehmen.


Offenes Ohr für alle

"In einer großen Kirchengemeinde bekommt man die Sorgen der Mitmenschen nicht komplett mit. Man hat nur wenige persönliche Gespräche. Ich mag es, mit Menschen ins Plaudern zu kommen und teile auch gerne ihre Probleme. Deswegen glaube ich, dass ich hier gut aufgehoben bin." So recht wisse er allerdings noch nicht, was in nächster Zeit alles auf ihn zukommt.
Mays wichtigstes Ziel: Menschen in Glaubenskrisen beizustehen.
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