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Unterschriftenaktion

Unterbrückleins Bürger stinkt der Lärm der Autobahn

In Unterbrücklein regt sich Protest gegen die Geräuschkulisse, die durch die Autobahn entsteht.
Ein ständiger Quell für Geräusche: die Auffahrt zur A70 in Unterbrücklein. Deswegen plädieren Bürger für besseren Lärmschutz.Jochen Nützel
 
von JOCHEN NÜTZEL
Das graue Band der Mobilität schlängelt sich unmittelbar an Unterbrücklein vorbei. Der Geräuschpegel der Autobahn 70 ist ein ständiger Begleiter der Bürger - und die haben nun genug davon: 72 Unterschriften wurden Bürgermeister Harald Hübner (CSU) übergeben mit dem Ansinnen, den Lärmschutz vor ihrer Haustür zu verbessern.

Sie monieren, dass vor allem seit dem Umbau der A70 durch die neue Konstruktion der Mittelleitplanke die Schallemissionen nochmals zugenommen hätten. Bei den Arbeiten war statt der sonst üblichen durchbrochenen Mittelleitplanke eine durchgehende Abtrennung aus Betonteilen ausgeformt worden.


Hübner: "Es ist laut"

"Gerade für die höher gelegenen Anwesen in Unterbrücklein, die quasi auf Augenhöhe mit der Autobahn sind, ist es laut, das kann ich bestätigen", sagt Hübner. Es hänge unter anderem auch ab von der Richtung, aus der der Wind die Geräusche in Richtung Wohnbebauung trage. Das verstärke den Effekt noch. Ob es merklich lauter ist als vorher? "Das ist natürlich immer auch eine subjektive Wahrnehmung eines jeden Einzelnen", sagt Hübner. Die zuständigen Stellen für die Autobahnen ermittelten das Schallaufkommen durch theoretische Berechnungen.


Gemeinde unterstützt Anliegen

Die Gemeinde habe den betroffenen Bürgern zugesichert, das Ansinnen weiterzureichen an die entsprechenden Behörden und Entscheidungsträger. "Die Aktion war ja mit uns abgesprochen, und wir unterstützen sie natürlich. Wir leiten die Unterschriftenliste jetzt weiter an die Autobahndirektion Nordbayern, versehen mit einem eigenen Schreiben der Gemeinde und der Bitte, die aktuelle Situation zu prüfen." Wie danach weiter verfahren wird, das müssten die Fachbehörden entscheiden. Möglich seien beispielsweise Lärmschutzwände, gestaltet als Gabionen, also mit Steinen verfüllte Drahtgeflechte. Denkbar sei auch, einen Wall aufzuschütten, wie er bereits die Ortschaft Waldau vor dem Verkehrslärm der Autobahn schützt.


Begrenzung auf 70 km/h

Ein weiterer Wunsch der Unterbrückleiner: Auf der Bundesstraße 85 sollte die Beschränkung auf 70 Stundenkilometer vor der Ortschaft nicht aufgehoben werden, wie es derzeit ab Hornungsreuth der Fall ist, sondern bis zum Ortsschild gelten.

Auch von dieser Geschwindigkeitsreduzierung versprechen sich die Anwohner neben verbesserter Sicherheit eine Lärmminimierung. Eine Verbesserung habe bereits der im Zuge der Baumaßnahmen aufgetragene Flüsterasphalt bewirkt, teilt das Staatliche Bauamt in Bayreuth mit. Und es verweist auch auf angeblich verringerte Verkehrszahlen. Demnach wurden auf der Strecke bei der letzten Zählung etwa 8000 Fahrzeuge am Tag gemessen - das seien deutlich weniger als bei Erhebungen in den Vorjahren.
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