Bayreuth
Eishockey

Zwei weitere Niederlagen: Negativtrend der Bayreuth Tigers hält an

Die Bayreuth Tigers rutschen immer weiter in die Krise.
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Wieder kein Bayreuther Sieg: Hier kann Tigers-Stürmer Anthony Luciani (rechts) den Heilbronner Michael Fink nicht stoppen.  Foto: Peter Mularczyk
Wieder kein Bayreuther Sieg: Hier kann Tigers-Stürmer Anthony Luciani (rechts) den Heilbronner Michael Fink nicht stoppen. Foto: Peter Mularczyk
Die Bayreuth Tigers rutschen immer weiter in die Krise. Erneut nur mit einem Rumpfteam angetreten, erlitt der Eishockey-Zweitligist eine 2:5 (1:2, 1:3, 0:0)-Heimniederlage gegen die Heilbronner Falken. Zwei Tage später setzte es nach hartem Kampf ein 3:6 (0:1, 2:2, 1:3) bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser.


DEL2

Bayreuth Tigers - Heilbronner Falken 2:5

Die stark ersatzgeschwächten Tigers boten die Verteidiger Martin Heider - er schied noch im ersten Drittel verletzungsbedingt aus - und Felix Linden im Sturm auf, um wenigstens drei Angriffsreihen stellen zu können. Dagegen liefen die Gäste nahezu in Bestbesetzung auf. Dennoch entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. Die Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und kamen zu Torchancen.

Diese nutzten die Gäste zunächst besser: Im Nachschuss erzielte Jordan Heywood das 0:1, Mark Heatley bestrafte Unzulänglichkeiten in der Tigers-Defensive mit dem 0:2. Die Bayreuther gaben sich jedoch nicht auf und kamen noch vor der ersten Drittelpause zum Anschlusstreffer durch Yannick Drews. Allerdings vergab das Heimteam nach dem ersten Seitenwechsel drei gute Möglichkeiten auf den Ausgleich. So war in der 27. Minute beim Stand von 1:4 eine Vorentscheidung gefallen. Kevin Lavallee hatte nach feinem Steilpass von Marcus Götz getroffen, Justin Kirsch einen weiteren Falken-Treffer nachgelegt.

Felix Lindens 2:4 per Distanzschuss in Überzahl nährte nochmals die Bayreuther Hoffnungen. Doch als auch noch Thomas Voronov verletzt ausgefallen war, schwanden die Kräfte des Miniaufgebots der Gastgeber immer mehr. So fehlte bei teilweise hochkarätigen Chancen die nötige Konzentration beim Abschluss. Auf der anderen Seite nutzte Brandon Alderson ein Powerplay clever zum 2:5.
Im letzten Abschnitt verwalteten die Gäste den Vorsprung. Den entkräfteten Hausherren fehlten die Mittel, um der Partie eine Wende zu geben.

Zuschauer: 1461. - Strafminuten: Bayreuth 18, Heilbronn 18. - Tore: 0:1 (10.) Heywood (Heatley, Helms), 0:2 (15.) Heatley (Lavallee, Helms), 1:2 (19.) Drews (Potac, Linden), 1:3 (22.) Lavallee (Götz, Melichercik), 1:4 (27.) Kirsch (Götz), 2:4 (29.) Linden (S.Busch, Müller - 5 gegen 4), 2:5 (39.) Alderson (Maylan, Bernhardt - 5 gegen 4).

Lausitzer Füchse - Bayreuth Tigers 6:3

In dieser Partie standen den Tigers nur noch elf Feldspieler zur Verfügung. "Wir haben unter den Umständen sehr gut gespielt. Konnten sogar in Führung gehen", sagte Tigers-Teammanager Dietmar Habnitt. "Mit den wenigen Spielern ist es aber nicht verwunderlich, dass der eine oder andere Fehler passiert. Mehr ist im Augenblick einfach nicht drin. Wir hoffen, dass sich das Lazarett langsam lichtet." Fast 50 Minuten lieferten die Tigers einen aufopferungsvollen Kampf. Es war fast etwas schmeichelhaft, dass die Gastgeber mit einer knappen Führung in die erste Drittelpause gingen. Denn es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem aber nur Feodor Boiarchinov mit einem strammen Schuss getroffen hatte.

Im Mittelabschnitt bauten die Tigers Druck auf - und drehten die Partie. Anthony Luciani hatte doppelt getroffen. Allerdings hatte die Gästeführung nicht lange Bestand. Mit einem Doppelschlag meldeten sich die Füchse kurz vor der Pausensirene zurück. Zunächst traf Roope Ranta ziemlich unbedrängt, wenig später Chris Owens mit einem sehenswerten Schuss. Im Schlussabschnitt stemmten sich die Gäste zunächst gegen einen weiteren Füchse-Treffer. Doch die stürmischen Hausherren erzielten das 4:2 als die Tigers etwas zu weit aufgerückt waren.

Mit einem verwandelten Penalty von Andreas Geigenmüller meldeten sich die Bayreuther zurück. In der gleichen Spielminute stellten die Lausitzer den Zwei-Tore-Abstand wieder her und sorgten so für eine Vorentscheidung. Die Tigers warten nun seit acht Spielen auf einen Punktgewinn.

Zuschauer: 1812. - Strafminuten: Weißwasser 6, Bayreuth 10. - Tore: 1:0 (8.) Boiarchinov (Eriksson, Bär), 1:1 (28.) Luciani (Potac), 1:2 (37.) Luciani (Gerstung), 2:2 (39.) Ranta (Bär, Eriksson), 3:2 (39.) Owens (Hayes), 4:2 (45.) Neuert (Warttig, Mücke), 4:3 (48.) Geigenmüller (Penalty), 5:3 (48.) Hayes (Schmidt, Tegkaev), 6:3 (55.) Eriksson (Ranta). red
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