Bayreuth
Eishockey

Tigers wollen Dresdner Top-Abwehr knacken

Am Freitag treten müssen die Tigers bei Spitzenreiter Bietigheim an, am Sonntag folgt das Heimspiel gegen die abwehrstarken Dresdner Eislöwen.
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Am Sonntag erwartet die Bayreuth Tigers mit den Dresdner Eislöwen eine der besten Abwehrreihen der Liga. Peter Mularczyk/Archiv
Am Sonntag erwartet die Bayreuth Tigers mit den Dresdner Eislöwen eine der besten Abwehrreihen der Liga. Peter Mularczyk/Archiv
Die Bayreuth Tigers stecken in der Krise - und die Chancen stehen schlecht, dass das DEL2-Schlusslicht diese am Wochenende beendet. Für die ersatzgeschwächten Tigers wären Punktgewinne bei Spitzenreiter Bietigheim Steelers (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen die Dresdner Eislöwen (Sonntag, 18.30 Uhr) eine Überraschung.

Entsprechend denkt Tigers-Trainer Sergej Waßmiller bereits weiter: "Natürlich wollen wir die rote Laterne abgeben, aber wir müssen auch die Play-downs im Blick haben. So realistisch sollten wir sein", sagt er. "Wir werden sicher nichts abschenken, aber in der Trainingssteuerung oder bei den Eiszeiten mancher Spieler muss ich etwas umdenken und die Vorbereitung auf die wichtigen K.o.-Spiele mit einbeziehen".


DEL 2

Bietigheim Steelers -
Bayreuth Tigers

Mit 77 Punkten thront Freitagsgegner Bietigheim an der Tabellenspitze. Das Team von Erfolgstrainer Kevin Gaudet strotzt in allen Mannschaftsteilen vor Qualität. 137 eigene Treffer sind genauso Spitzenwerte der Liga wie die nur 98 Gegentore. Hinten sorgen Routiniers wie Auger, Brown und Hüfner für Stabilität vor den beiden starken Goalies Martinovic und Sharipov, und jeder Stürmer ist torgefährlich. McNeely, McKnight und Weller gehören alle zu den Topscorern der Liga, aber auch Kelly, Sommerfeld, Hauner und Cabana sind Meister ihres Fachs und sammelten nur deshalb weniger Punkte, weil sie verletzt waren. Bei den beiden bisherigen Saisonniederlagen der Bayreuther (0:2 und 1:2) waren die Spiele dennoch eng und umkämpft.

Bayreuth Tigers -
Dresdner Eislöwen

In der Sonntagspartie spielen die Tigers bei ihrem Angstgegner. Die Eislöwen liegen den Bayreuthern überhaupt nicht: In den bisherigen Partien kassierten die Tigers eine 3:6- und eine 0:6-Niederlage.

Mit 58 Zählern stehen die Dresdner zwar momentan auf Platz 5, doch trotz weniger Gegentore hat man nur eine knapp positive Tordifferenz. Für die Tigers gilt es also, die starke Eislöwen-Abwehr zu überwinden.

Das wird nicht einfach: Der in Bayreuth bestens bekannte Marco Eisenhut ist ein verlässlicher Torwart und die Abwehr um Kapitän Rene Kramer, Steve Hanusch oder Shawn Boutin hält dicht. Im Angriff tut sich das Team trotz gefährlicher Spieler wie Goldhelm Alexander Höller, Siddall und Huard oder Bayreuth-Schreck Davidek, der sehr häufig gegen die Tigers trifft, aber meist schwer. Deswegen gab es dort auch einige Änderungen. Während das Team noch auf die Rückkehr des verletzten Harrison Reed wartet, kam kürzlich der 20-jährige Jugend-Nationalspieler Christoph Körner dazu, der zuvor für Bremerhaven in der DEL spielte.

Die Tigers plagen weiter Personalsorgen, die zum großen Teil für die derzeitige Misere verantwortlich sind: In beiden Partien muss Waßmiller wieder auf Heider, Potac, Bartosch, Drews und Voronov verzichten. red
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