Schwere Aufgaben warten auf Eishockey-Zweitligist Bayreuth Tigers: Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) tritt er bei DEL2-Spitzenreiter Bietigheim Steelers an, zwei Tage später gastieren ab 18.30 Uhr die Dresdner Eislöwen in Bayreuth.
Dabei haben die Tigers auch etwas gutzumachen, schließlich verloren sie zuletzt als erstes Team in dieser Saison bei Schlusslicht Tölzer Löwen. Teammanager Dietmar Habnitt schätzt das 4:6 aber realistisch ein: "Wir haben im Isarwinkel sicher nicht gut gespielt und einige, für uns wichtige Akteure hatten nicht ihren besten Tag. Aber wir waren und sind nie in der Position, in dieser Liga irgendein Spiel schon vorher als sicheren Sieg einzustufen." Eine Leistungssteigerung fordert er aber dennoch - gerade mit Blick auf die kommenden Gegner.
Die Bietigheimer gehören seit Jahren zu den Topteams der Liga. Garanten dafür sind die zuverlässigen Scorer Matt McKnight, Shawn Weller und Marcus Sommerfeld. Zudem verstärkten die Steelers ihre Offensive vor Saisonbeginn mit Tyler McNeely (zuvor Rosenheim), Alexander Preibisch (Düsseldorf), Norman Hauner (Ravensburg) und Andrew McPherson (Polen). Die Abwehr um die Routiniers Adam Borzecki und Dominic Auger wurde mit Benjamin Hüfner (Riessersee) und Kodi Schwarz (Salzburg) verstärkt. Im Tor kämpfen Sinisa Martinovic und Youngster Ilya Sharipov um den Stammplatz. In eigener Halle sind die Bietigheimer noch ungeschlagen, sammelten 14 von 15 möglichen Punkten.
Auch der Bayreuther Sonntagsgegner ist gut in die Saison gestartet. Mir 14 Punkten liegen die Dresdner Eislöwen auf dem fünften Platz. Im Sommer hat Neutrainer Franz Steer einige Umstellungen im Kader vorgenommen.


Ex-Bayreuther im Tor

Stammtorwart ist Marco Eisenhut - er machte als Förderlizenzspieler in der Saison 2015/16 auch elf Oberliga-Spiele für die Bayreuther. Der Defensive sollen der Kanadier Shawn Boutin und Steve Hanusch (Kassel) Stabilität verleihen. Neue Offensivkraft versprechen sich die Dresdner von den kanadischen Kontingentstürmern Matt Siddall und Nick Huard sowie von Thomas Pielmeier (Ingolstadt).
Zudem bauen die Sachsen auf bewährte Kräfte wie Verteidiger Rene Kramer sowie die Stürmer Martin Davidek, Juuso Rajala und Alexander Höller. Dagegen fällt der verletzte Petr Macholda noch einige Zeit aus. Trotz des namhaft verstärkten Kaders haben die Eislöwen noch mit Leistungsschwankungen zu kämpfen. Einen klaren Sieg gab es nur gegen den EC Bad Nauheim (6:1), zudem setzte es gegen zwei Kellerkinder der Vorsaison - Eispiraten Crimmitschau (2:3) und Heilbronner Falken (3:4) Niederlagen nach Verlängerung.
Die Bayreuther werden nahezu in Bestbesetzung auflaufen. Verletzte gibt es aktuell nicht, Valentin Busch gehört wieder zum Kader. Einzig Förderlizenzspieler Eugen Alanov wird wohl wieder in Nürnberg zum Einsatz kommen. red