Bayreuth
Eishockey

Tigers-Coach entschuldigt sich nach 1:6-Heimpleite bei Fans

Die Negativserie der Tigers will kein Ende nehmen: Nach schwacher Leistung im Heimspiel gegen Ravensburg fehlte im Kellerduell in Bad Tölz die Kraft.
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Alles andere als begeistert zeigte sich Tigers-Trainer Sergej Waßmiller mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Ravensburg.  Foto: Peter Mularczyk/ Archiv
Alles andere als begeistert zeigte sich Tigers-Trainer Sergej Waßmiller mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Ravensburg. Foto: Peter Mularczyk/ Archiv
Die Bayreuth Tigers sind an einem Tiefpunkt angekommen. Teils wegen personeller Sorgen erlebte der Eishockey-Zweitligist in den vergangenen Wochen eine lange Negativserie, die am Freitag in der 1:6-Heimpleite gegen die Ravensburg Towerstars einen Höhepunkt erreichte. Der "blutleere Auftritt", wie Trainer Sergej Waßmiller die Leistung seines Teams bezeichnete, veranlasste ihn dazu, sich in der Pressekonferenz bei den Fans zu entschuldigen.

Deutlich besser präsentierten sich die Tigers am Sonntag beim bis dahin punktgleichen Kellernachbarn Bad Tölz. Doch dann verspielten sie eine 3:0-Führung und unterlagen nach Verlängerung mit 4:5.


DEL 2

Bayreuth Tigers -
Ravensburg Towerstars 1:6

Bereits in der zweiten Minute brachte Just die Gäste in Führung, nachdem die Tigers-Abwehr eine ähnlich passive Spielweise zeigte wie bei der 3:4-Heimniederlage gegen Crimmitschau. Zwar gelang Pavlu nach einem schnellen Gegenzug nur eine Minute später der Ausgleich, doch blieben die Fehler in der Defensive bestehen, so dass Zucker und Kruminsch die Ravensburger ohne besondere Mühe zur 3:1-Führung (20. Minute) schossen. Auch offensiv fehlte der Druck. Selbst bei besten Chancen fehlte das Selbstbewusstsein zum Abschluss und die Stürmer passten meist lieber quer - erfolglos. Im Mittelabschnitt hatten die Tigers lange Powerplay, davon sogar 37 Sekunden mit doppelter Überzahl, doch es mangelte an der Konsequenz im Abschluss. Als die Bayreuther Gegenwehr dann versiegte, erhöhte erst Roloff per drittem Nachschuss und dann noch Supis mit einem Powerplay-Tor aus der Distanz auf 5:1. Im letzten Drittel begnügten sich die Towerstars hauptsächlich mit Ergebnisverwaltung. Die Tigers-Spieler Chouinard und Gams hatten gute Chancen, doch ein Treffer gelang nicht mehr. Stattdessen erhöhte Supis zum 6:1-Endstand.

Darauf folgte eine weiterer Tiefschlag: Wohl aus Frust drosch Luciani den Puck kurz vor Schluss aus der eigenen Hälfte. Daraus entwickelte sich ein Streit zwischen dem Bayreuther Außenstürmer und dem Schiedsrichter, der mit einer Disziplinarstrafe von zwei Mal Minuten plus Spieldauer endete. Nach diesem Tiefpunkt müssen die Tigers vor den kaum noch abwendbaren Playdowns dringend wieder Selbstbewusstsein tanken.

Bayreuth Tigers: Vosvrda/Hartung - Linden, Müller, Mayer, Gerstung, Pavlu - Luciani, Chouinard, Kolozvary, Alanov, Stas, Geigenmüller, Gläser, S. Busch, V. Busch, Gams.
Zuschauer: 1455. - Strafminuten: Bayreuth 46, Ravensburg 8. - Tore: 0:1 Just (2.), 1:1 Pavlu (3.), 1:2 Zucker (5.), 1:3 Kruminsch (10.), 1:4 Roloff (28.), 1:5 Supis (37.), 1:6 Supis (59.)

Tölzer Löwen -
Bayreuth Tigers 5:4 n.V.

Im ersten Drittel des Kellerduells zeigten die Bayreuther, was sie die vergangenen Jahre auszeichnete: Aus einer sicheren Abwehr heraus nutzten sie ihre Chancen eiskalt. So beendeten die Tigers das erste Drittel mit einem 3:0-Vorsprung. Im Mitteldrittel erhöhten die Gastgeber den Druck und die Tigers kamen immer mehr aus dem Konzept. "Wir haben taktisch sehr gut gespielt und sind in Führung gegangen. Der Wille war da, aber die Kraft reichte leider nur für 30 Minuten. Das ist die Folge der vielen Verletzten", ist Waßmillers Erklärung, wie es die Tölzer in die Verlängerung schafften und diese dann mit einem 5:4-Sieg beendeten. red

Zuschauer:
1937. - Strafminuten: Bad Tölz 0, Bayreuth 2. - Tore: 0:1 Stas (7.); 0:2, 0:3 Luciani (11., 20.); 1:3 Vihko (26.); 1:4 Stas (32.); 2:4 St. Jacques (34.); 3:4 Kathan (40.); 4:4 Rodman (47.); 5:4 Sedlmayr (62.)
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