Hollfeld
Motorsport

Team Honke verpasst Sieg bei Fränkischer Schweiz Rallye nur knapp

Das Wetter wechselt, die Führungen auch. Am Ende jubelt bei der Fränkischen Schweiz Rallye wieder Rainer Noller.
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Das Rallye-Team aus Himmelkron mit Reinhard Honke und Beifahrerin Tina Annemüller im Mitsubishi Lancer EVO 9 überzeugte bei der ADAC-Stäubli-Rallye Fränkische Schweiz.  Foto: Daniela Bingart
Das Rallye-Team aus Himmelkron mit Reinhard Honke und Beifahrerin Tina Annemüller im Mitsubishi Lancer EVO 9 überzeugte bei der ADAC-Stäubli-Rallye Fränkische Schweiz. Foto: Daniela Bingart
Von Daniel Bingart

Rainer Noller aus Abstatt (Baden-Württemberg) holte zum zweiten Mal in Folge den Sieg bei der ADAC-Stäubli-Rallye Fränkische Schweiz. Er lieferte sich ein bis zum Schluss packendes Duell mit dem siebenfachen Sieger Reinhard Honke aus Himmelkron.

Noller sei der Triumph nicht leicht gefallen: "Ich musste meinen Mitsubishi Evo 8 auspressen wie eine Zitrone, um bei der starken Konkurrenz vorn zu bleiben. Es war grenzwertig, aber einfach genial", sagte Noller.

Die Rallye startete am Sportheim in Hollfeld. Von dort ging es für die 78 Teilnehmer nach Neudorf, zur ersten von acht Wertungsprüfungen (WP). Hier schien noch die Sonne, doch die Strecke war von der Nacht noch feucht und schmierig. Hier holten Honke und seine Beifahrerin Tina Annemüller im Mitsubishi Lancer Evo 9 die erste Bestzeit. 4,1 Sekunden dahinter lag Youngster Patrik Dinkel (Rossach) mit Beifahrer Tobias Glatzel. Auf den dritten Platz kamen der Vorjahressieger Noller (Abstatt) mit Sarah Hess , die 2,1 Sekunden auf Dinkel/Glatzel zurücklagen.


Noller überholt Team Honke

Weiter ging es in den Landkreis Kulmbach nach Schirradorf. In der zweiten WP holten sich Noller/Hess die Bestzeit vor Honke/Annemüller, während Dinkel den Anschluss verlor. Auf den weiteren Plätzen drängten sich die Gefreeser John Macht, Roland Macht und Werner Mühl sowie Bernd Michel (Schwarzenbach) dicht an dicht. Auch auf der dritten WP "Stadtwald" im Steinbruch von Pilgerndorf lieferten sich die Fahrer ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Für die vierte Prüfung ging es nach "Brunn". Hier setzte Noller die Bestzeit mit 6,2 Sekunden vor Honke. Damit lagen Noller/Hess zur Halbzeit mit 0,4 Sekunden vor Honke/Annemüller. Zehn Sekunden dahinter rangierten Dinkel/Glatzel. In der Klasse F5 führten die Obernseeser Sebastian Schmidt mit Sabrina Schmitt im Honda Civic Type-R. Durch eine wilde Fahrt im Stadtwald bauten sie den Vorsprung auf Fritz Köhler mit Petra Hägele (Öhringen) im BMW 320i auf neun Sekunden aus. Auf dem dritten Platz lag Björn Ehret mit Manuela Fey (Freiburg) im BMW 320 i.


Zweite Hälfte wird schwieriger

Erst nach der Pause mit der Möglichkeit zum Reifenwechsel änderte sich das Wetter. Durch stetigen Nieselregen wurden die Strecken anspruchsvoller. Die Führung in der Klasse F5 übernahm Fritz Köhler, mit 1,1 Sekunden Vorsprung vor Sebastian Schmidt und Björn Ehret.

Auch bei den letzten beiden Prüfungen blieb es eng in der Gesamtwertung. Nach der Prüfung "Stadtwald" lag Noller mit einem Vorsprung von 2,3 Sekunden auf dem ersten Platz vor Honke. Dinkel musste wegen eines Antriebswellendefekts das Rennen aufgeben. Auf dem dritten Platz lag Michel mit Bernd Hartbauer im Subaru WRX, das Sieger-Team von 2015. Dicht dahinter folgten John Macht und Felix Kießling. Auf den hinteren Plätzen waren die Positionen inzwischen klar. Nur die Klasse F5 mit dem Duell zwischen Fritz Köhler und Sebastian Schmidt sorgte noch für Spannung. Kurz vor dem Start der letzten Wertungsprüfung wurde der Regen stärker und die Titelkämpfe somit noch spannender.

Noller/Hess setzten auf der zehn Kilometer langen WP "Brunn" die Bestzeit (5:51,5 Minuten). Danach folgte John Macht, der damit den dritten Platz in der Gesamtwertung holte. Der Abstand betrug nur sechs Sekunden. Honke und Annemüller rutschten drei Mal auf der nassen Fahrbahn und konnten so keine Zeit auf Noller aufholen. Michel und Hartbauer verloren 2,8 Sekunden und kamen so auf Platz 4.


Bayreuther Team landet im Wald

In der Klasse F5 waren 34 Teams gestartet, am Ende kämpften zwei um den Siegerpokal: Fritz Köhler mit Petra Hägele (Öhringen) und Sebastian Schmidt mit Sabrina Schmitt (Bayreuth). Köhler legte vor (6:19,8 Minuten). Für Schmidt/Schmitt endete der Wettbewerb allerdings im Wald: Nach einem schwerwiegenden Ausrutscher konnten sie die Rallye nicht zu Ende fahren. So holte Köhler den Klassensieg vor Björn Ehret (Ebern). Auf dem dritten Platz landete Sven Kress (Kupferzell) mit Carina Kohler im BMW 320 is.

Das Bayreuther Team Werner Mühl mit Sebastian Kröniger gewann in der Klasse F4 und kam im Gesamtergebnis auf Platz 6.

Ergebnisse gesamt:

1. Noller/Hess (37:08,1 Min.)
2. Honke/Annemüller (37:23,7)
3. J. Macht/Kießling (37:47,3)
4. Michel/Harbauer (37:49,8)
5. R. Macht/Angles (38:11,5)
Klasse F5:
1. Köhler/Hägele (39:11,0)
2. Ehret/Fey (39:33,3)
3. Kress/Kohler (40:11,2)
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