Bayreuth
Fußball

SpVgg-Trainer Marc Reinhardt wirft nach achter Pleite in Folge hin

Marc Reinhardt ist nicht mehr Trainer der SpVgg Bayreuth. Nach der 0:3-Niederlage gegen den SV Schalding-Heining erklärte er seinen Rücktritt.
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"Ich bin maßlos enttäuscht von dem Auftritt", gesteht Marc Reinhardt nach dem Spiel gegen SV Schalding-Heining, das die SpVgg Bayreuth mit 0:3 verlor. Nach der nun achten Niederlage in Folge gab Reinhardt am Sonntag seinen Rücktritt bekannt.  Foto: SpVgg Bayreuth
"Ich bin maßlos enttäuscht von dem Auftritt", gesteht Marc Reinhardt nach dem Spiel gegen SV Schalding-Heining, das die SpVgg Bayreuth mit 0:3 verlor. Nach der nun achten Niederlage in Folge gab Reinhardt am Sonntag seinen Rücktritt bekannt. Foto: SpVgg Bayreuth
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Marc Reinhardt ist nicht mehr Trainer des Fußball-Regionalligisten SpVgg Bayreuth. Nach der 0:3-Niederlage am Samstag im Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining hat der 31-Jährige sein Amt zur Verfügung gestellt, wie der Verein am Sonntag bekannt gab. Es war die achte Niederlage in Folge für die Altstadt. Die SpVgg Oberfranken Bayreuth sucht nun dringend Ersatz. Reinhardt will dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben.
Die Partie war geprägt von vielen Fehlpässen und spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab, Torchancen waren selten zu sehen. Zwei Tore entstanden aus Standards.


Regionalliga Bayern

SpVgg Bayreuth -
Schalding-Heining 0:3 (0:1)

Die Talfahrt der SpVgg Bayreuth in der Regionalliga Bayern geht ungebremst weiter: Die Niederlage gegen den SV Schalding-Heining war der Tiefpunkt in der Reihe von acht enttäuschenden Auftritten in Folge.
"Ich bin maßlos enttäuscht von dem Auftritt", gestand auch Trainer Reinhard. "In einem Heimspiel so aufzutreten, wie meine Jungs, das geht einfach nicht." Bis kurz vor der Pause neutralisierten sich beide Teams in einem langweiligen, von vielen Fehlern geprägten Kick. Nur die Abwehrreihen standen gut - bezeichnend, dass der für den gesperrten Manndecker Tobias Weber in die Mannschaft gerückte A-Junior Lukas Beszczynski und der aus der zweiten Mannschaft kommende Yannick Fuhrmann dabei die stärksten Akteure waren.
Im Mittelfeld wussten die Teams kaum Akzente zu setzen, viele technische Fehler und Fehlpässe dominierten das Szenario. So sah man auf beiden Seiten lange keinen erwähnenswerten Angriff. "Wir haben wenig zugelassen", formuliert es Reinhardt positiv.
Zwei Standards sorgten für die ersten Treffer der Gäste. Laut Reinhardt ein Verschulden der eigenen Mannschaft: "Wir stellten uns wieder sehr naiv bei den Standardsituationen an und kommen durch diese Naivität auf die Verliererstraße." SV-Manndecker Alagöz versenkte nach einer Ecke per Kopf zum 1:0. Nach der Halbzeitpause verlängerte Alagöz einen weiteren Eckball auf Spielertrainer Stefan Köck, dessen Kopfball ebenfalls im Netz landete. Danach schaffte es die Heimelf nicht mehr, den Schalter umzulegen. Im Gegenteil: Während die Altstädter während des gesamten Spiels keinen einzigen gefährlichen Torschuss zustande brachten, erhöhte SV-Stürmer Florian Schnabel in der 65. Minute noch auf 3:0. Die Partie war damit gelaufen.
Am Dienstag spielt die Altstadt beim TSV 1860 München. Die Partie vor etwa 13 000 Zuschauern im Grünwalder Stadion wurde lange mit Spannung erwartet, war die SpVgg doch zu Saisonbeginn dicht am Tabellenprimus dran. Von Vorfreude ist nun allerdings kaum noch etwas zu spüren.
"Ich habe alles versucht, um das Ruder herumzureißen und bin natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. Ich hoffe, dass mein Nachfolger nun weitere Impulse setzen und die Blockade lösen kann, damit es wieder besser für die Altstadt läuft", sagte Trainer Reinhardt nach seinem Rücktritt. Im Kader sehe er viel Potential: "Die Mannschaft kann mehr, als sie in den letzten Wochen gezeigt hat." Aktuell stehen die Altstädter mit 19 Punkten aus 17 Partien auf Rang 14.


Reinhardt will im Verein bleiben

Mit dem Rücktritt endet Reinhardts erste Trainerstation im Herrenbereich, nachdem er das Amt im August 2016 von seinem Vorgänger Christoph Starke übernahm. "Natürlich ist es schade, dass es so zu Ende geht. Es waren ja doch sehr bewegende Monate und einige Highlights dabei", so Reinhardt, der sich gerne an die Siege in Nürnberg (5:0) oder gegen Illertissen (4:0) sowie an den erfolgreichen Start in die Saison erinnert (19 Punkte nach neun Spielen). "Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar für die Zeit", sagt der 31-Jährige, der bereits seit vier Jahren im Verein tätig ist und gerne auch weiterhin dort arbeiten würde. "Ich habe hier viel erlebt und möchte dem Verein auf jeden Fall erhalten bleiben." Ein Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen stehe in den nächsten Tagen an.
Diese suchen nun dringend einen Nachfolger: "Wir werden den Posten des Cheftrainers zeitnah besetzen", so der sportliche Leiter Wolfgang Mahr, der sich bei Reinhardt für dessen Engagement bedankt: "Er hat mehrfach bewiesen, dass er ein guter Trainer ist. Ich würde mich freuen, wenn wir auch weiter zusammenarbeiten." Nun müsse man allerdings nach vorne blicken. "Fakt ist, dass wir uns im Abstiegskampf befinden und dass das auch jedem Spieler bewusst sein muss. Wir starten jetzt von vorne", sagt Mahr.

SpVgg Bayreuth: Skowronek - Dengler, Schmitt, Beszczynski - Wolf, Fuhrmann (59. Hobsch) - Held, Böhnlein, Golla - Ulbricht, Knezevic (84. Bruno).
SV Schalding-Heining: Schöller - Alagöz, Köck (79. Flath), Enzesberger, Kurz - Rockinger (69. Brückl), Huber - Tiefenbrunner, Krenn - Gallmaier (69. Seidl), Schnabel.
Schiedsrichter: Steigerwald (Gräfendorf). - Zuschauer: 3585. - Tore: 0:1 Alagöz (43.), 0:2 Köck (58.), 0:3 Schnabel (65.).
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