Bayreuth
Eishockey

Rumpfteam gegen Topteam

Die Bayreuth Tigers treffen am Wochenende auf den Spitzenreiter und den Drittplatzierten - und haben große Personalsorgen.
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Große Verletzungssorgen: Tigers-Trainer Sergej Waßmiller muss sich bei der Reihenzusammenstellung in den anstehenden Partie etwas einfallen lassen.  Foto: Sergej Waßmiller
Große Verletzungssorgen: Tigers-Trainer Sergej Waßmiller muss sich bei der Reihenzusammenstellung in den anstehenden Partie etwas einfallen lassen. Foto: Sergej Waßmiller
Vier Niederlagen in Folge mussten die Bayreuth Tigers hinnehmen. Die Chance, die Pleitenserie zu stoppen, ist am Wochenende nicht sehr hoch. Zum einen ist der Eishockey-Zweitligist weiter ersatzgeschwächt. Zum anderen warten mit den Bietigheim Steelers (Freitag, 20 Uhr, in Bayreuth) und den Dresdner Eislöwen (Sonntag, 17 Uhr, in Dresden) zwei dicke Brocken.

Die Tigers gehen mit einem Rumpfkader in die Partien gegen die Topteams. Im Training standen Trainer Sergej Waßmiller am Donnerstag nur zwölf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Die verletzten Sebastian Mayer, Martin Heider, Sergej Stas und Eugen Alanov fallen definitiv aus. Luca Gläser und Valentin Busch sind in den kommenden drei Wochen mit der deutschen U20-Nationalmannschaft unterwegs. Zudem steht hinter den Einsätzen von Ivan Kolozvary (krank) und Anthony Luciani (angeschlagen) ein großes Fragezeichen.

Ob Regensburger Förderlizenzspieler die Lücken füllen, ist noch nicht sicher. Umso mehr hofft Waßmiller auf die Unterstützung der Fans: "Selbst mit voller Kapelle sind Spiele gegen Bietigheim und Dresden sehr schwer, aber unter diesen Voraussetzungen brauchen wir die Hilfe von den Zuschauern noch mehr."


DEL2

Bayreuth Tigers -
Bietigheim Steelers

Die Steelers stehen an der Tabellenspitze, zeigten zuletzt aber wechselhafte Leistungen. So unterlagen sie in den vergangenen Wochen Ravensburg (2:6) sowie Kassel (2:5) deutlich und taten sich gegen Bad Tölz (2:0) und Heilbronn (4:3) schwer. Im Starensemble ist Shawn Weller mit 30 Punkten (9 Treffer/21 Assists) gefolgt von Liga-Toptorschütze Matt McKnight (18/10) und Tyler McNeely (7/20) aktuell Topscorer. Zudem stellt Bietigheim mit seinen routinierten Verteidigern sowie den Torhüter Sinisa Martinovic und Ilya Sharipov - sie teilen sich die Einsätze - die viertbeste Abwehr der Liga.

Dresdner Eislöwen -
Bayreuth Tigers

Die drittplatzierten Dresdner feierten in den zurückliegenden fünf Spielen fünf Siege. Vor allem Eislöwen-Topscorer Alexander Höller (10/12) ist in den entscheidenden Momenten nur schwer zu stoppen. Nicht ganz zufrieden können die Dresdner mit der Punktausbeute der beiden Kanadier Nick Huard (8/9) und Matt Siddall (6/6) sein. Der im Saisonverlauf nachverpflichtete Harrrison Reed zog sich in seinem zweiten Spiel eine schwere Verletzung zu, so dass kürzlich mit Tadas Kumeliauskas ein weiterer Kontingentstürmer zum Kader stieß. In der Defensive stehen die Eislöwen sehr gut und haben die drittwenigsten Gegentreffer aller DEL2-Teams kassiert. Hierzu trägt auch der junge Torhüter Marco Eisenhut bei: Mit nur 2,59 Gegentoren pro Spiel und einer Fangquote von 92,7 Prozent zahlt der Neuzugang, der als Förderlizenzspieler vor zwei Jahren in Bayreuth zwischen den Pfosten stand, das in ihn gesetzte Vertrauen mit starken Leistungen zurück. red
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