Bundesliga

Baskets Oldenburg - Medi Bayreuth 88:89 (37:41)
"Das war ein harter Kampf auf beiden Seiten", sagte Bayreuths Trainer Raoul Korner. "Es war ein Spiel mit extremen Runs. Wir haben am Ende Ballbesitz um Ballbesitz das Spiel wieder in den Griff bekommen." Oldenburg hatte den besseren Start, führte mit 9:0 (3.). Bayreuth kam zurück (21:19, 10.) und es entwickelte sich bis zur Halbzeit eine ausgeglichene Partie.

Nach dem Seitenwechsel setzen sich die Gäste zweistellig ab, dann antworteten die Hausherren um den in dieser Phase überragenden Maxim De Zeeuw (19) mit einem 19:0-Lauf vor der letzten Viertelpause (66:56). Bei den Bayreuthern übernahm nun Assem Marei das Kommando. Der Ägypter sammelte 13 seiner 21 Punkte in Serie und brachte sein Team auf 70:69 heran.

In einem spannenden Schlagabtausch in den Schlussminuten erzielte James Robinson den 81:81-Ausgleich (39.). Gabe York ließ im folgenden Angriff mit einem Dreier aus fast neun Metern den Führungswechsel folgen. Und diese Führung gaben die Bayreuther nicht mehr aus der Hand. Es war der erste Bayreuther Sieg bei den Niedersachsen seit 1987.

Baskets Oldenburg: Paulding (19 Punkte/3 Dreier), de Zeeuw (19/3), Mahalbasic (16/0), McConnell (14/2), Allen (14/2), Loesing (4/0), Jones (2/0), Tadda, , Schwethelm.
Medi Bayreuth: Marei (21/0), York (16/3), Robinson (16/2), Linhart (10/1), Brooks (10/0), Seiferth (8/0), Wachalski (6/1), Amaize (2/0), Doreth.

Medi Bayreuth - SC Jena 75:88 (29:45)

Die Bayreuther fanden gegen die aggressive Verteidigung der Thüringer, die den ballführenden Spieler immer wieder mit zwei Verteidigern attackierten, schwer ins Spiel und punktete anfangs nur an der Freiwurflinie: Elf Bayreuther Punkte in den ersten zehn Minuten waren Freiwürfe. Da Jena sicher aus der Halbdistanz traf, führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt mit 21:16 - und die Thüringer blieben am Drücker. Nach fünf Punkten von Martynas Mazeika zum 18:28-Zwischenstand (13.) nahm Korner eine Auszeit. Die gewünschte Wirkung blieb aus: Jena baute den Vorsprung dank der Treffsicherheit aus dem Feld auf 59:32 (26.) aus.

Dann brachte Steve Wachalski neuen Schwung ins Bayreuther Spiel. Einem Ballgewinn ließ Bayreuths Routinier kurz darauf einen Dreier folgen, Bastian Doreth tat es ihm gleich und der Rückstand reduzierte sich vor dem letzten Viertel auf 47:65 .

Doreth eröffnete die Aufholjagd im letzten Abschnitt. Die Bayreuther gaben nun keinen Millimeter des Parketts mehr kampflos preis, doch der Rückstand sollte sich als zu hoch erweisen. Nicht zuletzt, weil den Hausherren im fünften Saisonspiel die Präzision abging, die sie in den Spielen zuvor so ausgezeichnet hatte. Das zeigt ein Blick auf die Statistik: Nur vier von 23 Dreiern fanden ihr Ziel (17 Prozent) und auch an der Freiwurflinie ließen die Bayreuther zwölf Punkte liegen - zu viel für ein gut eingestelltes Team aus Jena.

Medi Bayreuth: Robinson (10), Linhart, Doreth (11/1), Seiferth (9), Wachalski (6/2), Amaize (3), Brooks (12), York (13/1), Adler, Marei (11).
Science City Jena: Mazeika (20/2), Ugrai (8/2), Reyes-Napoles (2), Clay (8), Jenkins (8/2), Bowlin (6/1), Allen (9), McElroy (16/1), Spearman (11), Mackeldanz.