Bayreuth
Fußball

Nach Ampelkarte bricht SpVgg Bayreuth auseinander

Mit einer herben Niederlage im Gepäck musste die SpVgg Bayreuth den Rückweg vom Duell mit der Reserve des FC Ingolstadt 04 antreten
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Zum Verzweifeln: Erst spielte Patrick Hobsch stark auf, doch kurz nach dem Seitenwechsel sah er eine fragwürdige Ampelkarte.  Foto: Peter  Mularczyk
Zum Verzweifeln: Erst spielte Patrick Hobsch stark auf, doch kurz nach dem Seitenwechsel sah er eine fragwürdige Ampelkarte. Foto: Peter Mularczyk
Die Altstädter mussten beim Regionalliga-Zweiten eine 0:6-Niederlage hinnehmen - es war die höchste Saisonpleite.


Regionalliga Bayern

FC Ingolstadt 04 II - SpVgg Bayreuth 6:0 (1:0)

Das Grundkonzept von SpVgg-Trainer Christian Stadler wurde bereits am Donnerstag in seinen Grundfesten durcheinandergewirbelt: Mit Darius Held (Muskelfaserriss) und Tobias Weber (Innenbandriss) erlitten zwei weitere Defensivkräfte im Training Verletzungen. Das bereits zuvor mit Anton Makarenko, Julian Kolbeck und Torwart Jonas Hempfling gefüllte Lazarett erhielt noch einmal Zuwachs.

In die Startformation rückten mit Lukas Besczcynski und dem ehemaligen Ingolstädter Jannick Fuhrmann zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft, Patrick Hobsch begann für den gesperrten Torjäger Ivan Knezevic (fünfte Gelbe Karte).


Guter Start der Altstädter

Die Umstellungen machten sich anfangs jedoch nicht bemerkbar. Im Gegenteil: Couragiert und frech auftretende Altstädter verschafften sich Feldvorteile, vergaben durch den sehr stark auftrumpfenden Patrick Hobsch mehrfach den Führungstreffer. Doch in der 38. Minute mussten die Gäste den ersten Nackenschlag hinnehmen. Nach einem Angriff über die rechte Außenbahn traf Patrick Hasenhüttl, Sohn des Leipziger Bundesliga-Trainers Ralph, zur Führung. Mit 1:0 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel der nächste Rückschlag: Zwei Minuten nach Wiederbeginn sah Patrick Hobsch die Gelb-Rote Karte - eine sehr harte Entscheidung. Der Stürmer hatte die Eckfahne umgetreten.

Nun brachen bei den Altstädtern die Dämme. Ingolstadt spielte seine spielerische Klasse eindrucksvoll aus, zerlegte die in ihre Einzelteile zerfallende Bayreuther Mannschaft nach Belieben und nutzten ihre Chancen. Die Hausherren erzielten in der zweiten Halbzeit fünf Treffer.

"Ich war mit der ersten Hälfte zufrieden und habe gedacht, dass wir hier noch etwas mitnehmen können", sagte Stadler, "Mit elf Mann hätten wir das womöglich auch geschafft." Doch nach dem Platzverweis sei sein Team auseinandergefallen. "Wie die zweite Hälfte gelaufen ist, ist natürlich nicht in Ordnung. Wir werden das analysieren und ansprechen."

FC Ingolstadt 04 II: Buntic - Kogler, Kotzke, Grauschopf, Elm - Suljic, Senger (78. Tobias), Gashi, Dannemann (46. Rizzo) - Hasenhüttl, Pöllner (46. Watanabe).
SpVgg Bayreuth: Skowronek - Golla, Dengler, Besczcynski, Wolf - Hobsch, Schmitt (79. Renger), Böhnlein, Fuhrmann, Weimar (58. Bruno) - Ulbricht (72. Michaelis).

Schiedsrichter: Luca Beretic (TSV Friedberg). - Zuschauer: 155. - Gelb-Rote Karte: Hobsch (SpVgg/47.). - Tore: 1:0 Hasenhüttl (38.), 2:0 Hasenhüttl (60.), 3:0 Suljic (63.), 4:0 Rizzo (66.), 5:0 Rizzo (78.), 6:0 Dengler (85./Eigentor).
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