Bayreuth
Basketball

Medi nimmt Kurs auf die Play-offs

Medi Bayreuth besiegt in den Champions League den griechischen Traditionsverein AEK Athen mit 80:73.
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Korb anvisieren, Ball werfen - und treffen: Gabe York war gegen AEK Athen kaum zu stoppen. Mit 22 Punkten führte er sein Bayreuther Team zum Heimsieg.  Foto: Peter Mularczyk
Korb anvisieren, Ball werfen - und treffen: Gabe York war gegen AEK Athen kaum zu stoppen. Mit 22 Punkten führte er sein Bayreuther Team zum Heimsieg. Foto: Peter Mularczyk
Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat die Hinrunde der Champions League mit einem Sieg gegen AEK Athen abgeschlossen: Nach dem 80:73 (44:35) liegt Medi mit vier Siegen aus sieben Spielen aussichtsreich im Rennen um die Play-off-Plätze.


Champions League

Medi Bayreuth -
AEK Athen 80:73

Überraschend stark traten die Bayreuther in der Anfangsphase auf. "Der Beginn war etwas ungewöhnlich, denn normalerweise brauchen wir etwas, um ins Spiel zu kommen", sagte Medi-Trainer Raoul Korner. "Diesmal war es anders herum. Wir haben das Feuer gespürt, vor allem Gabe York." York hatte beim Stand von 17:7 (4.) bereits vier Dreier getroffen und 15 Punkte gesammelt.

Bis auf 34:18 (14.) wuchs der Bayreuther Vorsprung im zweiten Viertel an, bevor die Griechen besser verteidigten und offensiv häufiger den Abschluss fanden. Vor allem dank des griechischen Nationalspielers Sakota verkürzte Athen den Rückstand auf 35:44 (20.). Nach der Halbzeitpause ging die Aufholjagd der Griechen weiter. Einen 5:0-Lauf konterte De'Mon Brooks zunächst noch mit vier Punkten, doch nun drehte der NBA-erfahrene AEK-Topscorer Manny Harris auf. Ein 8:0-Lauf hatte den 48:48-Ausgleich (25.) zur Folge. Zwei Minuten später lag Athen mit 53:50 in Front.
Die Bayreuther antworteten postwendend. Bastian Doreths Dreier bescherte Medi einen 7:0-Lauf und brachte die 57:53 Führung (29.). Beim Stand von 60:55 ging es in den Schlussabschnitt, in dem Medi seinen Vorsprung verwaltete. Egal, was die Gäste versuchten, die Bayreuther fanden stets eine Antwort und hatten die entscheidenden Aktionen auf ihrer Seite. Auch als Athen 50 Sekunden vor dem Spielende nach einem Medi-Ballverlust auf 75:73 herankam. Im darauf folgenden Angriff war es Nate Linhart, der mit seinem einzigen erfolgreichen Wurf des Abends - von jenseits der Dreierlinie - für die Entscheidung sorgte und damit eine kämpferisch starke Teamleistung seines Teams krönte.

"Das Team, das die Big Plays gemacht hat, hat gewonnen", urteilte Medi-Trainer Korner. "Ab dem zweiten Viertel war das Spiel ausgeglichen."

Medi Bayreuth: York (22/4), Amaize (13/3), Brooks (9), Robinson (7), Cox (7/1), Doreth (7/2), Seiferth (5), Wachalski (5/1), Linhart (3/1), McCrea (2).


Proteste des AEK Athen scheitern

Schlechte Verlierer: AEK Athen wollte sich zunächst nicht mit dem 73:80 in Bayreuth abfinden. Mehren Minuten nach Spielende legten die Griechen beim Kommissar der Champions League sogar Protest gegen die Niederlage ein. Gründe des Einspruchs waren zum einen ein Dreier von Steve Wachalski zum 74:63 (37.), bei dem die Griechen Bayreuths Nummer 14 auf der Dreier-Linie stehen gesehen haben wollen. Nach Zuhilfenahme des Videobeweises bestätigten die Schiedsrichter jedoch schon während des Spiels den Dreier. Ein weiterer Grund des Protests war eine Ausball-Entscheidung kurz vor Spielende. Hier hatten Spieler und AEK-Verantwortliche vehement auf den Einsatz des Videobeweises bestanden, was in dieser Situation von Seiten der Schiedsrichter jedoch als nicht notwendig erachtet wurde. fk
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