Bayreuth
Basketball

Medi holt Derbysieg im Endspurt

Medi Bayreuth holte im Frankenderby gegen s.Oliver Würzburg einen 86:80-Heimsieg. Bis zum dritten Viertel lag Bayreuth hinten, dann drehte Gabe York auf.
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Medi-Spieler Gabe York (links) wurde von der Würzburger Verteidigung zwei Viertel lang fast gänzlich aus dem Spiel genommen. Dann befeuerte er die Aufholjagd der Bayreuther mit drei Dreiern in Folge.  Foto: Mularczyk
Medi-Spieler Gabe York (links) wurde von der Würzburger Verteidigung zwei Viertel lang fast gänzlich aus dem Spiel genommen. Dann befeuerte er die Aufholjagd der Bayreuther mit drei Dreiern in Folge. Foto: Mularczyk
Medi Bayreuth ist mit einer starken Leistung aus der Länderspielpause zurückgekehrt: Der Basketball-Bundesligist besiegte s.Oliver Würzburg im Frankenderby nach einem begeisternden Schlussspurt mit 86:80 (10:20, 25:19, 25:27, 26:14).


BBL

Medi Bayreuth -
s.Oliver Würzburg 86:80

"Unser Publikum hat massiv dazu beigetragen, dass das Spiel heute zu unseren Gunsten ausgegangen ist", lobt Medi-Trainer Raoul Korner die rege Fanbeteiligung in der ausverkauften Oberfrankenhalle (3300 Zuschauer). "Die Fans haben uns am Ende die nötige Energie gegeben" - die allerdings zu Spielbeginn fehlte. Das Medi-Team ließ viele gute Chancen in der Offensive ungenutzt, im Gegensatz zu den unterfränkischen Gästen, die sich nach Dreiern von Vytenis Lipkevicius, Maurice Stuckey und Topscorer Robin Benzing (21 Punkte) früh absetzten. Beim Stand von 5:15 (6. Minute) hatte Korner genug gesehen und bat zur ersten Auszeit, die jedoch nicht die gewünschte Wirkung zeigte: Würzburg konnte den zweistelligen Vorsprung (20:10) in die erste Viertelpause retten.

Im zweiten Abschnitt eröffnete John Cox die Aufholjagd von der Dreierlinie aus. Marei-Stellvertreter Javon McCrea, der sich deutlich besser präsentierte als in den vergangenen Spielen, legte per Dunking nach (21:24, 14.) und Kapitän Bastian Doreth egalisierte in der 17. Minute von der Dreierlinie (28:28).


Dreier als Erfolgsrezept

Mit einer Auszeit stoppte Würzburgs neunmaliger Meistertrainer Dirk Bauermann den Lauf der Medi-Korbjäger und die Unterfranken setzten sich bis zur Halbzeitpause wieder leicht ab (39:35). Diesen Vorsprung konnten die Gäste nach dem Seitenwechsel zunächst weiter ausbauen (49:39, 25.), bevor bei Medi Bayreuth der bis dahin unauffällige Gabe York aufdrehte und in kurzer Folge mit drei Dreiern die nächste Aufholjagd befeuerte. "In der ersten Hälfte hat Würzburg großartig verteidigt und mich aus dem Spiel genommen. Der Coach hat in der Pause großartige Arbeit gemacht, und eine Lösung gefunden. Er hat einige Spielzüge angesagt, die auf mich zugeschnitten waren. Hier hat mich das Team freigespielt", zog York nach der Partie zufrieden ein Fazit. Beim Stand von 60:66 ging es in den Schlussabschnitt.

Wieder war es ein Dreier, diesmal von James Robinson, der Medi erneut heranbrachte (69:72, 35.). Die Zielsicherheit an der Dreierlinie war für Würzburgs Trainer Dirk Bauermann der Grund, warum seine Mannschaft verlor: "Wir hätten gewinnen können, aber Bayreuth hat hervorragend von außen geworfen, viel besser als in vergangenen Spielen. Gerade wenn sie die Dreier brauchten, haben sie diese getroffen. Das zeigt auch eine mentale Stärke", sagt Bauermann.

In der spannenden Schlussphase hätten dann die Bayreuther Fans den Unterschied gemacht: "Am Ende hilft eben oft der sechste und siebte Mann", sagt Bauermann. De'Mon Brooks legte an der Dreierlinie nach (70:72) und Nate Linhart glich nach einem Ballgewinn per Dunking zum 72:72 (36.) aus. Gabe York besorgte dann die erste Bayreuther Führung, die Doreth, Andreas Seiferth und Brooks an der Freiwurflinie weiter ausbauten (82:76, 38.).

Bei den Unterfranken übernahm nun Nationalspieler Benzing, der zweimal zum Brett zog, nur durch Fouls gestoppt werden konnte und an der Freiwurflinie vollstreckte (82:80, 40.). Robinson und Linhart - ebenfalls an der Freiwurflinie - brachten danach den hart erkämpften Medi-Sieg über die Ziellinie. "Wir hatten im Saisonverlauf schon viele enge Partien und wissen, wie man mit so einer Situation umgehen muss. Das haben wir heute auch gemacht", sagt Korner.

Medi Bayreuth:
Robinson (13 Punkte/2 Dreier), Linhart (13/1), Seiferth (12), York (11/3), Doreth (9/1), Brooks (9/1), McCrea (7), Cox (6/1), Wachalski (5/1), Amaize (1)
s.Oliver Würzburg:
Benzing (21/2), Stuckey (18/3), Loncar (14/3), Gaddy (7), Duggins (7), Kratzer (7), Hammonds (3/1), Lipkevicius (3/1), Singler, Olisevicius, Kovacevic, Hoffmann
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