Die Bayreuther Basketballer sind nach mehr als 20 Jahren erfolgreich auf die europäische Bühne zurückgekehrt. Beim polnischen Erstligisten Rosa Radom holte das Medi-Team nach einem kapitalem Fehlstart und einer beeindruckenden Aufholjagd einen 96:79 (43:47)-Sieg.


Champions League Gruppe C

Rosa Radom -
Medi Bayreuth 79:96 (47:43)

Bei ihrem Champions League Debüt starteten die Bayreuther um Trainer Raoul Korner zunächst schwach in die Partie: Kaum ein Wurf landete im Korb und auch bei den Rebounds hatten die Gäste meist das Nachsehen. Das wussten die Gastgeber zu nutzen: Sie trafen sicher und erspielten sich bis zur ersten Viertelpause eine 33:16-Führung.
Mit sieben Punkten in Folge begannen die Bayreuther im zweiten Spielabschnitt mit der Aufholjagd (33:23, 12.) - und setzten sie nach einem Korb der Polen fort: Zur zweiten Pause war Medi mit 47:43 (20.) wieder nah dran. Im Mittelpunkt der Aufholjagd stand dabei ein Spieler, bei dem es im bisherigen Saisonverlauf noch nicht richtig lief: Center Andreas Seiferth steuerte von der Bank kommend bis zum Seitenwechsel 13 Zähler bei und machte insgesamt 24 Punkte.
"Ich bin glücklich über meine Leistung. Das habe ich mal wieder gebraucht, nachdem ich ein wenig langsam in die Saison gestartet war", sagt Seiferth. "Das lag natürlich auch daran, dass Assem Marei in den ersten drei Spielen so eine überragende Leistung gezeigt hat. Umso schöner ist es, dass ich heute in die Bresche springen konnte und ein gutes Spiel für unser Team gemacht habe."
Doch auch Marei stach in der Partie wieder heraus: Mit acht Rebounds führt er die Statistik an, dazu holte er 13 Punkte - und war nur 15 Minuten auf dem Platz. Bester Werfer bei Rosa Radom war US-Guard Kevin Punter mit 22 Zählern. Im dritten Drittel war es dann der dritte herausragende Bayreuther Steve Wachalski, der Medi mit drei Dreiern zum ersten Mal in Führung brachte. Während Rosa Radom weiter nachließ und zunehmend seltener traf, funktionierte die Bayreuther Offensive immer besser. Bis zum letzten Spielabschnitt baute Medi den Vorsprung so auf 72:56 aus. Bis zum Ende ließ das Bayreuther Team nicht nach und siegte verdient mit 96:79.
Im nächsten Spiel in der Gruppe C der Champions League trifft Medi auf SIG Strasbourg, am kommenden Mittwoch in der Brose Arena in Bamberg. Bis dahin hat das Team viel zu tun: Von Warschau geht es direkt nach Frankfurt und von dort weiter nach Oldenburg. Am Sonntag kommt Science City Jena in die Oberfrankenhalle.
Medi Bayreuth: Robinson (12), Linhart (9), Doreth (3), Seiferth (24), Wachalski (9), Amaize (1), Brooks (12), York (13), Marei (13).
Rosa Radom: Punter (22), Auda (9), Piechowicz, Witka, Bojanowski, Zegzula (3), Trojan (10), Zaytsev (15), Szymkiewicz (6), Sokolowski (14), Szczypinski.