Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth kommt zu spät ins Spiel

Mit einer späten Aufholjagd rettete sich Medi Bayreuth gegen Movistar Madrid in die Verlängerung. Am Ende verloren die müden Oberfranken trotzdem mit 84:90.
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Gabe York (mit Ball) brachte Medi nach einer spektakulären Aufholjagd mit einem Dreier in die Verlängerung gegen Movistar Estudiantes Madrid. Das Spiel ging dennoch mit 84:90 verloren.  Foto: Peter Mularczyk
Gabe York (mit Ball) brachte Medi nach einer spektakulären Aufholjagd mit einem Dreier in die Verlängerung gegen Movistar Estudiantes Madrid. Das Spiel ging dennoch mit 84:90 verloren. Foto: Peter Mularczyk
Am 5. Spieltag der Basketball Champions League (BCL) hat Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth seine zweite Niederlage kassiert: Nach einem kapitalen Fehlstart mit einem 23-Punkte-Rückstand (22:45, 18. Minute) und einer leidenschaftlichen Aufholjagd musste sich Medi dem spanischen Traditionsverein Movistar Estudiantes Madrid nach Verlängerung mit 84:90 (33:50, 82:82) geschlagen geben.


BCL Gruppe C

Medi Bayreuth -
Mov, Estud. Madrid 84:90 n.V
.
Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da lag Medi schon mit 2:12 hinten und Trainer Raoul Korner nahm wild gestikulierend eine Auszeit. Doch den erwünschten Wandel brachte die nicht, auch danach agierten die Bayreuther ohne Intensität in der Defensive und ließen zudem im Angriff das Teamplay vermissen. Ganz anders die Spanier, die unaufgeregt Wurfchancen herausarbeiteten, sicher verwandelten und sich nach den ersten zehn Minuten bereits auf 11:29 absetzten.
Ausgeglichener wurde die Partie im zweiten Spielabschnitt, doch der Rückstand blieb bestehen und die Teams verabschiedeten sich mit 33:50 in die Halbzeitpause. Aus der kamen die Bayreuther mit frischem Kampfgeist zurück. Nate Linhart führte die überraschende Aufholjagd an. Bis zur letzten Viertelpause verringerten die Bayreuther den Rückstand auf den einstelligen Bereich (60:69, 30.). York (65:69, 31.) und Linhart (70:74, 35.) brachten die Bayreuther im Anschluss jeweils auf vier Punkte heran.
Die Gäste fanden mit Dreiern von NBA-Routinier Omar Cook und Dario Brizuela die Antwort auf erstarkte Bayreuther und brachten sich wieder zweistellig in Führung (70:80, 36.). Doch Medi gab nicht auf und beendeten die reguläre Spielzeit mit einem 12:2-Lauf zum viel umjubelten 82:82-Unentschieden, welches Gabe York mit seinem dritten erfolgreichen Dreier markierte.
In der zweiten Verlängerung binnen drei Tagen hatten die Bayreuther dann aber nicht mehr genügend Kraft. Bis zur Mitte der Extrazeit war die Partie noch ausgeglichen (84:86, 43.), dann leiteten ein Fehlpass von Topscorer Linhart (21 Punkte), ein Dreierversuch von York, der nach zwei Runden auf dem Ring wieder heraussprang, und ein Offensivfoul von Rückkehrer Javon McCrea die 84:90-Niederlage gegen den spanischen Traditionsverein ein.
DessenTrainer Salva Maldonado ist froh, dass seine Mannschaft am Ende fitter war: "Bayreuth musste zum zweiten Mal in die Verlängerung und war am Ende etwas müde. Das hat den Unterschied ausgemacht." Kritischer ist Raoul Korner mit seinem Team: "Wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war absoluter Mist. Wir haben keine Offense gebracht und standen in der Defensive nur rum. Das dritte Spiel in Serie, in dem wir in der ersten Halbzeit mehr als 50 Punkte zugelassen haben. Wir müssen einen Weg finden - besser gesagt: ich muss einen Weg finden - um das zu ändern."
Medi Bayreuth:
Robinson (2 Punkte), Cox (2), Linhart (21), Doreth (3), Seiferth (14), Wachalski (12), Brooks (6), York (20), McCrea (4)
Movistar Estudiantes Madrid: Hakanson (3), Brizuela (10), Vicedo (5), Cook (9), Pena (2), Suton (14), Landesberg (22), Savane (8), Brown (13), Caner-Medley (4)
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