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Medi Bayreuth geht gegen Banvit die Puste aus

Medi Bayreuth musste gegen Banvit die erste Niederlage in der BCL hinnehmen. Für den verletzten Marei verpflichten die Bayreuther einen alten Bekannten.
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De'Mon Brooks (links, Medi Bayreuth) zeigte eine starke Leistung gegen Banvit und machte 26 Punkte.  Foto: Peter Mularczyk
De'Mon Brooks (links, Medi Bayreuth) zeigte eine starke Leistung gegen Banvit und machte 26 Punkte. Foto: Peter Mularczyk
Gegen Basketbol Kulubu Banvit verlor Medi Bayreuth in der Basketball-Champions-Leauge (BCL) mit 74:85. Lange stand es beim Club aus der türkischen Küstenstadt Bandirma ausgeglichen, im letzten Viertel ließen die Bayreuther aber nach und fuhren damit ihre erste Niederlage in der BCL-Saison ein.


McCrae zurück in Bayreuth

Topscorer und -rebounder Assem Marei nahm nicht am Spiel teil. Er verletzte sich gegen die Gießen 46ers und fällt für mindestens acht Wochen aus. Dafür hat der Verein Javon McCrea zurück nach Bayreuth geholt. Der 25 Jahre alte Flügel- und Centerspieler wird Marei bis Ende Dezember vertreten. McCrea spielte seine erste Profi-Saison 2014/15 für Bayreuth und wurde direkt ins Allstar-Team gewählt. Es folgten Auftritte beim französischen Erstligisten Nancy und beim israelischen Erstligisten Maccabi Rishon Le Zion, bei dem er durchschnittlich 14,4 Punkte und 7,3 Rebounds holte. Zu Beginn dieser Saison litt er an einem Bänderriss, weshalb er die Vorbereitung beim 18-fachen belgischen Meister Telenet Oostende nach wenigen Tagen abbrechen musste. "Wir haben eine schnelle Lösung gesucht. Auch wenn die kommenden Tage für McCrea sehr hart werden, wissen wir um sein großes Potenzial und freuen uns, ihn zurück in Bayreuth zu haben", sagt Medi-Geschäftsführer Philipp Galewski. Gegen Banvit kam McCrea aber noch nicht zum Einsatz.


Champions League Gruppe C

Basketbol Kulubu Banvit -
Medi Bayreuth 85:74 (38:38)

Die Ausgangssituation war nicht gut: Beim türkischen Pokalsieger Banvit mussten die Bayreuther neben Robin Amaize (Bänderriss) auch auf Assem Marei (Muskelbündelriss) verzichten. Dennoch schlug sich die Mannschaft über weite Strecken ebenbürtig und ließ erst im Endspurt nach. Die Bayreuther erwischten den besseren Start. Mit hoherPräzision verwerteten sie ihre Wurfchancen und erreichten früh eine deutliche 14:3-Führung (6. Minute). Darauf reagierte Banvits Trainer Saso Filipovski mit einer Auszeit, nach der sein Team besser ins Spiel fand und zur ersten Viertelpause auf 18:22 herankam.
Der Topscorer der Partie, De'Mon Brooks, hatte bereits zu Beginn des zweiten Viertels zehn Punkte gemacht. Ihren Vorsprung bauten die Bayreuther ebenfalls bald auf zehn Punkte aus (28:18), nach einem Korbleger von James Robinson (14.). Zwei Ballverluste hintereinander von Medi-Kapitän Bastian Doreth ließen die Gastgeber aber wieder herankommen. Adonis Thomas brachte Banvit kurz vor der Pause mit einem Dreier sogar zum ersten Mal in Führung, aber Robinson glich den Stand direkt wieder auf 38:38 aus (20.).
Ausgeglichen war auch der Verlauf des dritten Spielabschnitts. Medi-Trainer Raoul Korner nutzte wechselnde Verteidigungstaktiken, um den Spielfluss bei der Hausherren immer wieder zu stören. Im Angriff konnten sich die Bayreuther vor allem auf Brooks (26 Punkte, 7 Rebounds) verlassen, der sich wiederholt erfolgreich durchsetzte. Zum Ende des dritten Abschnitts kam Banvit aber durch einen 9:2-Lauf in Führung (57:56, 30.).
Im Schlussviertel hielten die Bayreuther, die nur mit acht Spielern angetreten waren, nicht mehr mit. Konzentration und Intensität ließen nach, was man an der Häufung von Fehlern im Angriff wie in der Verteidigung sehen konnte. Bei den Gastgebern blühten hingegen zwei Akteure zum Endspurt richtig auf: US-Forward Thomas erhöhte sein Konto auf 23 Punkte (mit einer Trefferquote von 70 Prozent). Der polnische Center Damian Kulig steuerte 17 Punkte zum 85:74-Sieg bei.
Medi Bayreuth: Robinson (15), Cox (0), Linhart (4), Doreth (2), Seiferth (6), Wachalski (2), Amaize (dnp), Brooks (26), York (19), Adler
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